Gelesen: „Das Licht von Aurora“ von Anna Jarzab

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten 
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Verlag: Loewe (22. Juni 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3785579500 
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ISBN-13: 978-3785579503 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre 
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Originaltitel: Tandem

Ich
hatte nicht das Gefühl, als würde er nach Aurora gehören.

Ich hatte eher das Gefühl,
als würde er zu mir gehören, egal wo ich war.

Aber das lag ja nicht in
meiner Hand und in seiner auch nicht.

Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten
Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend,
dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr
sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora – einer modernen Monarchie.
Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch
Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören …
(Quelle: Loewe)
Sasha ist mehr als überrascht als ihr heimlicher Schwarm
Grant sie plötzlich anspricht. Als er sie auch noch einlädt mit ihm zum
Abschlussball zu gehen ist Sasha mehr als selig. Was Sasha aber nicht ahnt,
Grant ist nicht der, für den sie ihn hält. Sein richtiger Name ist Thomas, er
kommt aus einer Parallelwelt namens Aurora und sieht Grant nur zum Verwechseln
ähnlich. Thomas‘ Ziel ist es Sasha nach Aurora zu bringen, wo sie in die Rolle
der verschwundenen Kronprinzessin Juliana, der Sasha ähnlich sieht, schlüpfen
soll …
Der Jugendroman „Das Licht von Aurora“ stammt aus der
Feder der Autorin Anna Jarzab. Bei diesem Roman handelt es
sich um das erste Buch der Autorin, das auf Deutsch erschienen ist. Ich wurde
hier vom wirklich tollen Cover und dem sehr interessant klingenden Klappentext
angesprochen.
Sasha, die eigentlich Alexandra
heißt, ist 16 Jahre alt und liebt Bücher über alles. In der Schule ist sie eher
unscheinbar. Sie hat eigentlich nur ihre beste Freundin und ihren Großvater.
Sasha mag Grant bereits sehr lange und fällt quasi aus allen Wolken als er sie
zum Abschlussball einlädt. Was Sasha nicht ahnt, sie ist der Analog der
Kornprinzessin Juliana aus der Parallelwelt Aurora. Ich empfand Sasha als eine
sehr sympathische und liebenswerte Protagonistin. Im Verlauf der Handlung macht
sie eine wirklich tolle Entwicklung durch.
Thomas kommt aus der Parallelwelt
Aurora. Er ist der Analog von Grant, sieht ihm zum Verwechseln ähnlich. Er ist
Mitglied des KED, des Königlichen Geheimdienstes. Thomas sieht sehr gut aus,
ist ziemlich charmant, stark und hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere sehr
vielseitig gestaltete Charaktere. Auch sie konnte ich mir wirklich gut vorstellen
und sie wirkten glaubhaft auf mich.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich flüssig und
ziemlich einfach zu lesen. Bereits nach recht kurzer Zeit hatte mich Anna Jarzab abgeholt und gefangen genommen.
Geschildert wird das Geschehen aus
insgesamt 3 verschiedenen Perspektiven. Den größten Teil nimmt Sashas
Sichtweise ein. Dazu gibt es noch die Sichtweise von Thomas und die der
Kronprinzessin Juliana.
Die Handlung ist wirklich toll. Anna
Jarzab beschreibt die Parallelwelt Aurora sehr detailliert und vorstellbar. Die
Ideen mit eben dieser Parallelwelt und die des Partnertauschs waren für mich
vollkommen neuartig und haben mir unglaublich gut gefallen. Die Autorin hat
dies wirklich sehr gut umgesetzt. Ich war bereits nach ein paar Seiten
gefesselt und wollte immerzu wissen wie es weitergeht, was Sasha noch alles
erlebt. Wer will schon nicht einmal im Leben eine Prinzessin sein? Es ist doch
der Traum eines jeden Mädchens, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Es
gibt viel Spannung und interessante Dinge zu entdecken.
Allerdings habe ich auch einen
Kritikpunkt. Für mich war die aufkeimende Beziehung zwischen Sasha und Thomas
nicht wirklich eine Liebesgeschichte. Die eingebrachten Gefühle konnte ich
nicht greifen, es wirkte auf mich irgendwie hölzern, irgendwie aufgesetzt und
künstlich herbeigeführt. Das zwischenmenschliche fehlte mir hier doch sehr.
Das Ende ist eher unbefriedigend. Man
wird als Leser quasi unvorbereitet aus der Handlung gerissen, es endet
mittendrin. Da es sich allerdings um keinen Einzelband handelt wird die
Handlung hoffentlich ganz schnell fortgeführt.
Alles in Allem ist „Das Licht von
Aurora“ von Anna Jarzab ein wirklich guter Auftakt der Jugendbuchreihe.
Die sehr gut beschriebenen
Charaktere, der flüssig lesbare jugendliche Stil der Autorin und eine doch
spannende mit einer tollen Idee haben mich hier sehr unterhaltsame Lesestunden
beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Sehr schöne Rezension 🙂 – Ich habe mich in das Cover soo verliebt 🙂

    Liebe Grüße,
    Lisa

Kommentare sind geschlossen.

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