Gelesen: „Das Jahr des Rehs“ von Stephanie Jana & Ursula Kollritsch

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Taschenbuch: 272 Seiten   
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Verlag: List
Taschenbuch
(8. Juni 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3548612865  
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ISBN-13: 978-3548612867

Nach siebzehn Jahren Funkstille schreibt Bella Becker
ihre erste E-Mail an Sabine Born. Früher unzertrennlich, hatten sich die
Freundinnen aus den Augen verloren. Bine fühlt sich ihrer alten Freundin sofort
verbunden, auch wenn die beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein könnten:
Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden
Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im
hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer
Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im
Garten. Zwischen Bella und Bine entspinnt sich ein reger E-Mail-Verkehr, über
ein Jahr hinweg, durch kleine und große Krisen, sonnige Tage und durchtanzte
Nächte. Mail für Mail, die mal poetisch und nachdenklich, mal herzerfrischend
komisch sind, finden die beiden Freundinnen wieder zueinander.
(Quelle: List Taschenbuch)
Einst waren Bella und Sabine die besten Freundinnen. Sie haben sich alles
anvertraut und die Chemie stimmte einfach zwischen ihnen. Dann aber schlief die
Freundschaft ein und jede ging ihren eigenen Weg.
Nach nun schon 17 Jahren schreibt Bella die erste E-Mail an Bine und sofort
ist die alte Vertrautheit wieder zurück. Die Freundschaft der beiden Frauen
lebt wieder auf und ihr Kontakt wird wieder regelmäßig. Und trotz ihrer unterschiedlichen
Leben haben sie noch immer viele Gemeinsamkeiten.
Doch bleibt der Kontakt dieses Mal bestehen oder verlieren sie sich wieder
aus den Augen?
Der Roman „Das Jahr des Rehs“ stammt von den beiden Autorinnen Stephanie
Jana und Ursula Kollritsch. Es ist das Debütwerk der Autorinnen und ich war
sehr neugierig auf die darin enthaltene Geschichte.
Die beiden Protagonistinnen Bella und Sabine, Bine genannt,
haben mir gut gefallen. Sie sind beide charismatisch und sympathisch. Jede hat ihre
ganz eigene Art und Weise und so sind sie doch auch sehr unterschiedlich.
Bella wohnt in Berlin. Dort lebt sie gemeinsam mit ihrem
Lebensgefährten und ihrem Sohn. Sie ist ziemlich ruhelos, geht sehr gerne auf
Reisen.
Sabine, Bine genannt. Ist im hessischen Engbach
geblieben. Sie ist Architektin und hat einen Mann und Kinder. In ihrem Garten
steht ein überdimensionales Reh, was sie zum Stadtgespräch macht.
Die Zahl der Charaktere ist hier sehr überschaubar, so
dass den Autorinnen auch viel Raum bleibt sie gut vorzustellen.
Der Schreibstil der Autorinnen ist gut zu lesen. Sie
schreiben flüssig, ja richtig poetisch und zum Teil schon schonungslos ehrlich.
So wirkt alles glaubhaft und auch nachvollziehbar authentisch.
Die Handlung wird hier anhand eines E-Mail Verkehrs
geschildert. Sie wirkt so aus dem Leben gegriffen und man findet sich als Leser
schon auch in den Figuren wieder. Die Gedanken und Gefühle der Protagonisten
sind sehr gut herausgearbeitet und als Leser kann man sie verstehen.
Doch auch wenn mir die Handlung soweit sehr gut gefallen
hat, irgendwie fehlte mir der letzte Funke, das I-Tüpfelchen, dieser
Wow-Effekt, der den Roman zu etwas besonderen macht. Vielleicht liegt es daran
das es eben alles so alltäglich ist, so normal, ich weiß es nicht ganz genau.
Ein wenig fehlte mir aber auch schon die Abwechslung im Geschehen.
Kurz gesagt ist „Das Jahr des Rehs“ von Stephanie Jana
und Ursula Kollritsch ein sehr gutes Debüt der beiden Autorinnen.
Die gut beschriebenen Charaktere, der teils poetische
Stil und eine Handlung, die aus dem Leben gegriffen scheint und in der sich der
Leser wiederfinden kann haben mir hier kurzweilige unterhaltsame Lesestunden
beschert.
Durchaus lesenswert!
Mein dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Leseexemplar!
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