Gelesen: “Bullet Schach” von Ben Bauhaus

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Taschenbuch: 416 Seiten 
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Verlag: Egmont LYX
(5. Juni 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3802595874 
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ISBN-13: 978-3802595875

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Eigentlich wollte sich der ehemalige Kommissar Johannes
Thiebeck nach seiner Suspendierung ganz seiner Leidenschaft fürs Schachboxen
hingeben. Doch dann wird er in eine Mordserie verstrickt, bei der es der Täter
offenbar auf Thiebecks Freunde und Verwandte abgesehen hat. Thiebeck versucht,
den Unbekannten zu finden und sein Motiv zu ergründen. Der Mörder eröffnet
unterdessen die gefährlichste Partie Schach, die Thiebeck je gespielt hat –
jede verlorene Figur bedeutet ein weiteres Opfer.
(Quelle: Egmont LYX)
Johannes Thiebeck ist ein vom Dienst suspendierter Kommissar. Seine große
Leidenschaft ist das Schachboxen. Dann aber kommt der Tag an dem eine Leiche
in seinem Wagen gefunden wird. Der Tote ist der Sohn seines Coachs. Dieser
fleht Thiebeck an er solle den Mörder finden. Der lässt sich erweichen und
beginnt mit den Ermittlungen, nichts ahnend das der Täter eine Partie Schach
gegen ihn eröffnet hat. Jede Figur auf dem Schachfeld entspricht einer Person
die Thiebeck nahesteht und die sterben muss.
Kann Thiebeck dem Täter das Handwerk legen?
Der Roman „Bullet Schach“ stammt aus der Feder von Ben Bauhaus. Es ist das
Debüt des Autors und lässt sich ganz klar ins Thrillergenre einordnen.
Der Protagonist Johannes Thiebeck hat seinen eigenen Kopf. Er ist
sympathisch und hat das Herz genau da wo es hingehört. Dazu ist er immer
ehrlich, hat eine manchmal ziemlich impulsive Art an sich und wirkt einfach
menschlich. Und Thiebeck hat ein sehr außergewöhnliches Hobby, er hegt eine
Leidenschaft fürs Schachboxen.
Auch die weiteren Personen im Buch sind Ben Bauhaus gelungen. Für Mirko zum
Beispiel muss immer alles strikt nach Regeln gehen. Er weicht von dem, was
erlaubt ist, nicht ab.
Und der Täter spielt ein perfides Spiel mit Thiebeck. Er spielt mit ihm
Schach und jede Figur, die geschlagene ist, heißt es wird einen neuen Toten
geben. Die Zeit spielt hier gegen die Polizei.
Der Schreibstil des Autors ist locker und leicht. Man kommt ziemlich flott
durch die Seiten, Ben Bauhaus versteht es den Leser mit seinen Worten an die
Seiten zu fesseln. Besonders haben mir die Dialoge gefallen. Einerseits sind
sie bissig, vor allem die zwischen Thiebeck und Mirko aber es geht auch ruhig
und sachlich, wenn Thiebeck mit Frau Körner spricht. Egal welche Art man nimmt,
es passt einfach immer zur jeweiligen Situation.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Johannes Thiebeck. Hierfür hat
Ben Bauhaus die Ich-Perspektive verwendet, wodurch man eine recht enge Bindung
zu Thiebeck entwickelt, ihn richtig kennenlernt und seine Handlungen verstehen
kann.
Die Handlung selbst ist spannend gehalten. Man ist als Leser gefesselt. Je
weiter man voranschreitet desto mehr wird von der Handlung aufgedeckt. Und
trotzdem schafft es Ben Bauhaus geschickt den Leser immer wieder auf falsche
Fährten zu locken. Es ist nicht zu erahnen, wer der Täter ist und wie es wohl
alles aufgelöst wird.
Das Ende ist sehr gut gelungen. Es ist ein spannender Showdown, der so von
mir nicht erahnt wurde. Es ist alles schlüssig und man wird als Leser
zufriedengestellt. Besonders gut finde ich, dass im Dezember ein zweiter
Fall  mit dem Titel „Killerverse“ erscheinen
wird.
Abschließend gesagt ist „Bullet Schach“ von Ben Bauhaus ein mehr als
gelungenes Debüt des Autors.
Glaubhaft beschriebene Charaktere, ein locker leichter Stil und eine
spannende Handlung bei der Thrillerfans voll auf ihre Kosten kommen haben mich
auf ganzer Linie überzeugt.
Sehr zu empfehlen!
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Katja und dem Autor für die Leserunde auf Lovelybooks!