Gelesen: „Das Gefühl, das man Liebe nennt“ von Julie Cohen

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Taschenbuch: 432 Seiten 
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Verlag: Diana
Verlag
(15. Juni 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3453358384 
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ISBN-13: 978-3453358386  
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Originaltitel: Where Love Lies

Felicity ist glücklich. Sollte sie zumindest sein, denn
sie hat den besten Ehemann der Welt, lebt in einem bezaubernden Cottage, und
ihre Kinderbücher sind ein Riesenerfolg. Doch in letzter Zeit kommen immer
häufiger Erinnerungen an ihre erste große Liebe Ewan zurück, der ihr vor vielen
Jahren das Herz gebrochen hat. Warum verspürt sie plötzlich solche Sehnsucht
nach ihm? Felicity kann nicht anders und folgt diesen Gefühlen, die sie selbst
nicht versteht. Ist sie dabei, sich zu finden – oder zu verlieren? Fast zu spät
erkennt sie, was wirklich mit ihr los ist …
(Quelle: Diana Verlag)
Eigentlich hat Felicity alles um glücklich zu sein. Ihr Mann Quinn liebt
sie über alles und als Kinderbuchautorin ist sie sehr erfolgreich. Dann aber
ganz plötzlich sind es Erinnerungen an ihre Vergangenheit, die Felicity
überwältigen. Ausgelöst durch den imaginären Duft Frangipani. Ihre Gedanken
drehen sich nun fast nur noch um ihre ehemalige große Liebe Ewan von vor 10
Jahren und um ihre Mutter. Ist Quinn wirklich der, den Felicity will? Hals über
Kopf krempelt sie ihr Leben letztlich um, trennt sich von Quinn und macht sich
auf die Suche.
Doch wonach sucht Felicity eigentlich?
Der Roman „Das Gefühl, das man Liebe nennt“ stammt von der Autorin Julie
Cohen. Für mich war dies der zweite Roman der Autorin und ich war aufgrund des
Klappentextes sehr gespannt auf die Geschichte.
Felicity ist eine recht sympathische junge Frau, die einem als Leser doch
ziemlich schnell ans Herz wächst. Man kann sich in sie hineinversetzen, mit ihr
identifizieren.. Felicity ist ein wenig unsicher, grübelt immerzu nach ob sie
eigentlich glücklich ist. Dabei hat sie einen liebenswerten Ehemann und einen
erfolgreichen Beruf. Und dennoch, sie glaubt ihr fehle etwas. Immer wieder
befällt sie eine starke Sehnsucht nach einem anderen Mann, der sie sich nicht
entziehen kann.
Quinn ist ein ebenfalls sympathischer junger Mann. Er liebt Felicity über
alles und will mit ihr gemeinsam eine Familie gründen. Zum Hochzeitstag schenkt
er seiner Frau eine Reise nach New York. Auch mit ihm kann man als Leser
mitfühlen, er ist wirklich gut gezeichnet.
Neben diesen beiden gibt es noch einige weitere Charaktere, die mir auch
gut gefallen haben. Einer von ihnen ist Ewan, Felicitys ehemalige Liebe. Er hat
ihr vor einigen Jahren das Herz gebrochen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker zu
lesen. Sie schreibt mit viel Gefühl, die Emotionen werden sehr gut zum Leser
transportiert.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen
Perspektiven. Den größten Teil übernimmt Felicity aber auch Quinn und Ewan
kommen zu Wort. Das macht die Geschichte sehr facettenreich und gewährt dem
Leser einen umfassenden Einblick.
Die Handlung selbst ist ungewöhnlich. Man erwartet hier
vielleicht einen reinen Liebesroman, bekommt aber viel mehr. Immer wieder gibt
es überraschende Wendungen, die dem Geschehen Spannung verleihen. Es ist nichts
vorhersehbar und so bleibt man als Leser am Ball. Zwischenzeitlich wird es mal
etwas ruhiger, doch das kann man verschmerzen.
Das Ende hat mich ganz ehrlich doch überrascht. Julie
Cohen schafft es hier etwas vollkommen anderes zu zaubern als ich erwartet
hatte. Es passt sehr gut und hat mich mit einem zufriedenstellenden Gefühl
zurückgelassen.
Alles in Allem ist „Das Gefühl, das man Liebe nennt“ von
Julie Cohen ein wirklich ungewöhnlicher Roman.
Die sehr gut beschriebenen sympathischen Charaktere, ein
flüssig lesbarer gefühlvoller Stil der Autorin und eine Handlung, die immer
wieder überraschend daherkommt und die den Leser emotional berührt haben mich
hier sehr überzeugt.
Klar zu empfehlen!
Ich danke dem Verlag für das zugesandte Exemplar und die Leserunde auf Lovelybooks!
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