Gelesen: „Dein letztes Solo“ von Sona Charaipotra & Dhonielle Clayton

–         
Broschiert: 480 Seiten 
–         
Verlag: Heyne fliegt (22. Juni 2015) 
–         
Sprache: Deutsch 
–         
ISBN-10: 345326987X 
–         
ISBN-13: 978-3453269873 
–         
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 14 Jahren 
–         
Originaltitel: Tiny Pretty Things 

Wenn Talent und
Schönheit nicht mehr reichen … musst du zu anderen Mitteln greifen
Die Ballettakademie im Herzen Manhattans ist eine der
besten des Landes. Den jungen Tänzerinnen wird einiges abverlangt. Für die
ehrgeizige Bette kein Problem. Schließlich gilt es, ihrer Schwester
nachzueifern, einer berühmten Ballerina. Ganz anders die freigeistige Giselle,
die zwar immer nur tanzen wollte, auf das harte Training aber wenig Lust hat.
Die perfektionistische June schließlich gibt immer alles – und es reicht doch
nie so ganz. Als die Nussknacker-Aufführung bevorsteht, geraten die drei in
einen erbitterten Konkurrenzkampf: Wer von ihnen wird die Rolle der
Primaballerina bekommen? Doch nur eine ist bereit, alles dafür zu tun, wirklich
alles …
(Quelle: Heyne fliegt)
Giselle, Bette und June sind Freundinnen. Alle drei haben
nur ein Ziel, sie wollen Primaballerina des russischen Balletts werden. Jede
von ihnen ist einzigartig und dennoch sind sie grundverschieden.
Als das Musical Nussknacker bevor steht und die Rolle der
Zuckerfee besetzt werden soll geben alle drei ihr Bestes. Doch nur eine kann
die Rolle letztlich ergattern. Wer wird es sein? Und wie werden die anderen
darauf reagieren?
Der Jugendroman „Dein letztes Solo“ stammt vom Autorenduo
Sona Charaipotra und Dhonielle Clayton. Es ist für beide Autorinnen das Debüt
und ich war sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Die 3 Protagonisten Bette, Giselle und June sind
unterschiedlich und gut gelungen.
Bette soll an der Akademie in die Fußstapfen ihrer großen
Schwester treten. Sie trainiert wie eine Besessene und dennoch ist es nie gut
genug was sie kann. Sie ist dem Druck nicht wirklich gewachsen, flüchtet sich
letztlich in Tabletten und zu ihren Freund Alec.
June ist eine Einzelgängerin. Sie wird von ihrer
ehemaligen Freundin gemobbt. June versucht aber stark zu sein. Allerdings
schlägt sich der Druck auf ihr Essverhalten nieder. Sie versucht mit allen
Mitteln dünn zu sein und zu bleiben.
Giselle sieht alles sehr locker. Sie lässt sich nicht
unterkriegen. Tanzen ist ihre absolute Leidenschaft und das obwohl sie seit
Geburt einen Herzfehler hat. Allerdings muss auch Giselle recht schnell merken
wie es ist wenn einem der Erfolg nicht gegönnt wird.
Die drei Mädchen raufen sich irgendwie zusammen, auch
wenn es nicht leicht ist.
Der Schreibstil der Autorinnen ist jugendlich leicht und
flüssig zu lesen. Es ist alles gut zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Perspektiven der 3
Protagonistinnen. Allerdings ist das zum Teil doch ziemlich verwirrend und man
kommt als Leser immer wieder raus, wenn die Perspektive gewechselt wird.
Die Handlung ist eigentlich ganz interessant. Der
Einblick hinter die Kulissen einer Tanzakademie ist nachvollziehbar und für
mich war dies eine Reise in eine unbekannte Welt. Neid, Missgunst und Mobbing
sind hier an der Tagesordnung und nur die wirklich starken kommen voran.
Allerdings kommt meiner Meinung nach zu wenig Spannung
auf für einen Thriller. Es geht sehr viel ums Thema Tanzen und wirkt so oftmals
zäh und etwas langwierig.
Das Ende ist sehr schwach. Es wirkte auf mich als müsste
unbedingt ein Ende her. Vieles bleibt zudem offen und ungeklärt.
Kurz gesagt ist „Dein letztes Solo“ von Sona Charaipotra
& Dhonielle Clayton ein Jugendroman, der leider anders ist als ich es
erwartet hatte.
Die gut gezeichneten Charaktere und der jugendlich
leichte Stil der Autorinnen stehen hier einer Handlung gegenüber, die zwar
interessant ist aber zu wenige Spannungsmomente aufweist und oftmals leider
auch zäh wirkt. Da Potential wurde hier leider nicht komplett genutzt.
Schade!
Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Manja,

    mir ging es leider ganz genauso wie dir mit dem Buch. Ich fand nicht, dass es dem Genre "Thriller" zugeordnet werden kann. Dafür fehlt einfach komplett die Spannung.

    Liebste Grüße
    Sonja

  2. Huhu 🙂

    Ich schleiche schon etwas länger um den Roman herum- bin nämlich begeisterte Tänzerin und lese solche Romane deshalb immer total gerne! So ganz überzeugen konnte mich die Leseprobe aber irgendwie nicht…

    Auf meinem Blog ging in der letzten Woche die Summer Bucket List (https://book-camp.net/blog//summer-bucket-list-4-to-dos-fr-schreibbegeisterte-in-diesem-sommer) online und weil ich deinen Blog in letzter Zeit gelesen habe, habe ich dich einfach mal getaggt! Vielleicht hast du ja auch Lust mitzumachen 😉

    Ganz sonnige Grüße,
    Marie
    book-camp.net

Kommentare sind geschlossen.

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.