Gelesen: „Engelsmacht“ von Sabine Niedermayr

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Taschenbuch: 332 Seiten 
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Verlag: Elvea Verlag (3. Juli 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3945600723 
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ISBN-13: 978-3945600726 
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 12 Jahren
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Kate ist gerade einmal siebzehn und ihr Leben besteht zu
einem großen Teil aus der Bewältigung ihres Schulalltages und darin, sich mit
ihren Freundinnen zu treffen. Dieses vermeintlich einfache und unbeschwerte
Leben wird zunehmend durcheinander gebracht, als sich seltsame Erscheinungen
und Begegnungen in Kates Leben drängen. Ausgerechnet jetzt gesteht ihr der
Freund ihrer Kindheit seine Liebe. Gefühle, die sie nicht erwidert und die ihre
Beziehung auf eine harte Probe stellen. Hinzu kommt, dass Veränderungen auf der
Erde ihren Anfang nehmen, Berichte über Naturereignisse und Katastrophen sich
mehren, eine düstere Stimmung den Planeten einhüllt. Auswirkungen, die sie am
eigenen Leibe zu spüren bekommt und sie nach Antworten suchen lassen, die
offenbar nur ein Priester ihr geben kann. Aber sind rätselhafte Inschriften,
die Visionen eines verwirrten Mannes und das Auftauchen von sonderbaren
Gestalten wirklich Zeugnis eines nahenden Unterganges?
(Quelle: amazon)
Eigentlich führt Kate ein ganz normales Leben, so wie
viele andere Teenager in ihrem Alter auch. Sie geht zur Schule, trifft sich mit
Freunden, eben genau so wie es sich für eine 17-jährige gehört. Doch dann
geschehen immer mehr merkwürdige Dinge in ihrer Umgebung und auch sonst kommt
es zu immer mehr Veränderungen, zu Katastrophen auf der Erde. Außerdem sieht Kate
Personen, die andere nicht zu sehen scheinen. Wie kann das sein? Wird sie
verrückt?
Als sie eines Tages einer dieser Personen folgt findet
sie sich plötzlich in einer Kirche wieder. Der Priester dort erzählt Kate von
der Apokalypse, von Visionen eines verwirrten Mannes und von rätselhaften
Inschriften. Droht wirklich der Untergang der Erde? Und was hat Kate mit
alledem zu tun?
Der Roman „Engelsmacht“ stammt aus der Feder der Autorin
Sabine Niedermayr. Es ist das insgesamt zweite Werk der Autorin, für mich war
dies hier die Premiere. Ich war sehr gespannt, wurde ich doch vom Cover und dem
vielsagend klingenden Klappentext sehr angesprochen.
Die Protagonistin Kate heißt eigentlich Katharina. Aber
so wird sie kaum noch genannt. Sie ist 17 Jahre alt und geht einem normalen
Teenagerleben nach, also Schule, Freunde treffen und was sonst noch dazu
gehört. Sie wohnt mit ihren Eltern zusammen, ihr Bruder studiert bereits. Als
Kate plötzlich merkwürdige Gestalten sieht glaubt sie zunächst nicht wirklich
daran. Doch sie kann sich ihrem Schicksal nicht entziehen. Zu Beginn wirkt Kate
ein wenig unsicher, im Verlauf aber wird sie reifer und auch mutiger.
Ann ist Kates beste Freundin. Die beiden halten zusammen,
egal was kommt. Ann ist es auch die Kate zur Seite steht als das Unheil
losbricht. Ich empfand Ann als ein schlagfertiges und durchaus sympathisches
junges Mädchen.
Auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Kates Eltern
oder Jim oder auch der Priester, sind Sabine Niedermayr gut gelungen. Jeder
erfüllt hier einen bestimmten Zweck und hat seinen festen Platz.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht
lesbar. Sie beschreibt die Szenen sehr bildhaft und detailliert, man kann sich
alles genau vorstellen. Besonders charmant fand ich, dass sie auch ein paar
österreichische Wörter integriert hat.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Kate.
Hierfür hat Sabine Niedermayr die personale Perspektive verwendet. So behält
man eine gewisse Distanz zum Geschehen und bekommt einen guten Überblick.
Die Handlung ist einerseits fantastisch, mit Engeln aber
auch dystopisch angehaucht, denn es dreht sich alles um die Apokalypse. Es geht
spannend zu, wobei ich manchmal das Gefühl hatte das alles doch sehr schnell
abläuft. Man hat keine Zeit zum Luftholen, kann nicht wirklich über das Geschehen
nachdenken. Immerzu passiert etwas, das war mir an manchen Stellen doch zu viel
des Guten. Außerdem nimmt Kate ihre Rolle in meinen Augen doch ein wenig zu
einfach an. Ihr bleibt zwar keine andere Wahl, doch irgendwie hinterfragt sie
es auch nicht.
Sabine Niedermayr hat sehr gut für ihr Buch recherchiert.
Es wirkt alles realistisch dargestellt und glaubhaft.
Das Ende ist spannend gehalten. Es hat mich ehrlich ein
wenig überrascht, doch letztlich passt es gut zur Gesamtgeschichte und rundet
diese schön ab.
Zusammenfassend gesagt ist „Engelsmacht“ von Sabine
Niedermayr ein sehr guter Fantasyroman, der dystopisch angehaucht ist.
Die sehr gut gezeichneten Charaktere, der flüssig und
leicht lesbare Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend ist, mir aber
manchmal ein wenig zu viel auf einmal darbot, haben mich hier sehr gut
unterhalten können.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich bei der Autorin für ihr Buch!
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