Gelesen: „Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Hennig von Lange

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Broschiert: 352 Seiten 
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Verlag: cbt
(27. Juli 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3570162966 
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ISBN-13: 978-3570162965  
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 14 Jahren

Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für
Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt
sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie
eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft
sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach
einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen,
dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner
erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr
das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant
für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder
zu sprechen begonnen hat?
(Quelle: cbt)
Franzi ist behütet aufgewachsen. Doch nun will sie quasi ausbrechen und hat
sich dafür entschieden ihr Schülerpraktikum in einer psychiatrischen Klinik für
Jugendliche zu machen. Sie denkt das ist ein ziemliches Abenteuer für sie. Doch
weit gefehlt, schon bald merkt Franzi so einfach wie sie es sich vorgestellt
hat ist es gar nicht.
Während ihres Praktikums lernt sie Tucker kennen. Er ist ein Junge, der
nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht. Franzi fühlt sich zu ihm
hingezogen und auch Tucker scheint es ähnlich zu gehen. Er sucht immer wieder
Franzi Nähe. Und er beginnt sich Franzi gegenüber zu öffnen. Dabei möchte
Franzi doch schon bald für ein Jahr nach Australien gehen.
Wird Franzi das durchziehen oder wird sie ihrem Herzen folgen?
Der Jugendroman „Die Welt ist kein Ozean“ stammt von der Autorin Alexa
Hennig von Lange. Für mich war dies nicht das erste Buch der Autorin. Ich war
aber dennoch wirklich sehr gespannt darauf wohin mich die Reise hier führen
würde.
Von den Charakteren der Geschichte waren mir bereits ein paar bekannt, aus
dem Roman „Ach wie gut, das niemand weiß“. Dieses Buch kann man nämlich schon
fast als Fortsetzung ansehen, auch wenn man es versteht ohne das andere zu
kennen.
Franzi hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist 16 Jahre alt und hat
feuerrote lange Haare. Sie ist sehr romantisch veranlagt. Franzi ist behütet
aufgewachsen, ihre Mutter ist immer sehr besorgt. Zum Wasser hat Franzi kein so
gutes Verhältnis, sie kann nicht schwimmen. Aber Franzi kann ganz wunderbar
Klavier spielen. Daher auch ihr Traum für 1 Jahr nach Australien zu gehen. Ich
mochte Franzi sehr gerne, zumal sie auch eine schöne Entwicklung im Buch
durchmacht.
Tucker ist 18 Jahre alt. Mittlerweile ist er bereits 1 Jahr in der
psychiatrischen Klinik. Hier macht Franzi ihr Praktikum und so lernen sich die
beiden kennen. Tucker liebt Waffeln und schwimmt unheimlich gerne. Allerdings
spricht er nicht, er leidet an totalem Mutismus, ausgelöst durch ein
traumatische Erlebnis. Und auch wenn Franzi an Tucker herankommt, er hat auch
etwas Unnahbares an sich. Ich persönlich fand Tucker sympathisch, auch wenn er
eine Weile braucht um sich zu öffnen.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere Figuren im Buch.
Beispielsweise Franzis Familie, die bereits im „ersten Teil“ „Ach wie gut, das
niemand weiß“ eine große Rolle gespielt haben. Dann gibt es noch das
Klinikpersonal oder auch Franzi beste Freundin Nellie, die mir ebenso sehr gut
gefallen haben.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker leicht lesbar. Ich bin
zügig durch die Seiten gekommen und die Gefühle der Charaktere werden sehr gut
zum Leser transportiert.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Franzi. Hierfür hat die
Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Das passt hier wunderbar, denn so
bekommt man als Leser zum einem einen sehr guten Eindruck von Franzi und kann
ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen.
Die Handlung an sich ist sehr interessant beschrieben. Man wird als Leser mitgenommen
in eine psychiatrische Klinik von Jugendlichen, lernt deren Probleme kennen.
Dieser Einblick in die Arbeit dort hat mir gut gefallen. Es hätte in meinen
Augen ruhig noch ein wenig mehr Einblicke sein können, denn im Verlauf tritt
die Klinik doch mehr und mehr in den Hintergrund.
Zudem geht es um die Familie, um Liebe und um Freundschaft. Diese Themen
sind ins Geschehen eingearbeitet.
Die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich nebenbei und drängt sich nicht
auf. Das gefiel mir so sehr gut, es passt einfach zur Gesamtgeschichte.
Das Ende hat mir persönlich sehr gefallen. Klar es mag ein wenig
vorhersehbar sein aber mich hat es nicht gestört. Es ist stimmig und passt gut
zur gesamten Handlung.
Alles in Allem ist „Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Hennig von Lange ein
sehr guter Jugendroman, der den Leser auch berührt.
Sympathisch gestaltete Charaktere, ein flüssig zu lesender lockerer Stil
der Autorin und eine Handlung, die interessant ist und eine süße Liebesgeschichte
beinhaltet, haben mir hier wirklich unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke der Agentur von Pia Mortensen für das zugesandte Exemplar!
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