Gelesen: „Schau mir in die Augen, Audrey von Sophie Kinsella

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Broschiert: 384 Seiten 
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Verlag: cbj (20. Juli 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3570171485 
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ISBN-13: 978-3570171486 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12
Jahren 
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Originaltitel: Finding Audrey
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Eine zauberhafte
funkensprühende Familiengeschichte
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten
Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische
Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger
Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen
mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer
Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines
Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre
verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so
unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam
bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren
Freundschaft …
(Quelle: cbj)
Eigentlich ist Audrey mit ihren 14 Jahren ein ganz
normales Mädchen. Allerdings seit einem Vorfall an ihrer alten Schule leidet
Audrey an einer Sozialphobie. Niemand findet einen Zugang zu ihr, außer ihrer
Familie und ihre Therapeutin. Immer wieder bekommt sie Panikanfälle wenn fremde
Personen versuchen mit ihr zu sprechen. Die Sonnenbrille, die Audrey niemals
ablegt, ist ihr Schutz, gibt ihr Sicherheit.
Auch Audreys Familie ist nicht unbedingt normal. Allein
ihre Mutter ist schon komisch, sie ist eine richtige Gesundheitsfanatikerin.
Aber auch ihr Vater, ein richtiger Waschlappe, oder auch ihr Bruder, der
Computer-Freak, sind nicht ohne.
Als Audreys Bruder Frank regelmäßig Besuch bekommt
beginnt sich Audreys Zustand langsam zu verändern …
Der Jugendroman „Schau mir in die Augen, Audrey“ stammt
von der Autorin Sophie Kinsella. Ich kenne die Autorin bisher nur aus dem
Bereich der Bücher für Erwachsene, umso neugieriger war ich auf ihr Jugendbuch.
Audrey war mir sehr sympathisch. Sie ist ein Mädchen von
14 Jahren und man kann sich ziemlich gut ins sie hineinversetzen. Sie lebt mit
ihrer Familie in England, hat zwei Brüder und ziemlich schräge Eltern. Audreys
Markenzeichen ist ihre Sonnenbrille. Diese setzt sie niemals ab, sie gibt ihr
quasi Schutz und Geborgenheit. Denn Audrey hat an ihrer alten Schule etwas Schreckliches
erlebt und seitdem hat sie Probleme auf Menschen zuzugehen, mit ihnen zu reden.
Immer wenn dies passiert bekommt sie Panik.
Audreys Familie ist schräg, anders kann ich es nicht
bezeichnen. Ihre Eltern, nun ja sind merkwürdig und ihr großer Bruder ist ein
echter Computer-Freak. Nur der Jüngste scheint normal zu sein. Vor allem die
Mutter und der große Bruder waren doch ab und an ziemlich nervig aber sie alle
haben auch gute liebenswerte Seiten an sich.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und sehr
flüssig lesbar. Ich hatte Freude beim Lesen, es ist nicht unbedingt
anspruchsvoll, eben genretypisch und dürfte daher besonders auch Jugendlichen
viel Freude bereiten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Audrey. Hierfür
hat Sophie Kinsella die Ich-Perspektive verwendet. So fühlt man sich Audrey als
Leser sehr verbunden und kann sich mit ihr identifizieren.
Die Handlung ist leicht verständlich. Sophie Kinsella hat
hier durchaus auch schwierigere Themen eingebaut. So geht es beispielsweise um
das Anderssein aber auch um Mobbing in der Schule. Denn Mobbingattacken ist Audrey
durchaus auch ausgesetzt. Die Autorin hat es hier wirklich auch geschafft mich
zu berühren und zum Nachdenken anzuregen.
Die eingebaute kleine aber feine Liebesgeschichte hat mir
gefallen. Sie wirkt glaubhaft und entwickelt sich wirklich toll.
Allerdings gibt es auch einen Kritikpunkt. Die Geschichte
ist in meinen Augen nicht unbedingt logisch aufgebaut. Es gibt keinen roten
Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht, an dem man sich als Leser orientieren
kann.
Das Ende war mir etwas zu einfach, zu leicht abgehandelt.
Irgendwie hat mir hier etwas gefehlt, etwas was das Buch rund gemacht hätte.
Kurz gesagt ist „Schau mir in die Augen, Audrey“ von
Sophie Kinsella ein kurzweiliger Jugendroman, der sich ideal für zwischendurch
eignet.
Die vorstellbar gestalteten Charaktere, ein locker
leichter Stil der Autorin und eine Handlung die durchaus auch ernste Themen
aufgreift und eine süße Liebesgeschichte beinhaltet, haben mich hier sehr gut
unterhalten und auch berührt.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar!

Ein Kommentar

  1. Halöchen Manja,
    dieses Buch ist auf meiner Wunschliste, aber die meisten Meinungen, die ich gelesen habe, waren eher nicht so ganz begeistert. Deshalb bin ich sehr froh, dass es dir gefallen hat und ich vielleicht doch nicht total enttäuscht von diesem Buch werde. ♥
    Einen schönen Abend noch
    Sara

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