Gelesen: „Leona – Die Würfel sind gefallen“ von Jenny Rogneby

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Broschiert: 448 Seiten 
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Verlag: Atrium
Zürich
(20. August 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3855356270 
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ISBN-13: 978-3855356270 
Das Buch beim Verlag

Dieser Bestseller aus Schweden hat die Krimiszene auf den
Kopf gestellt: Was Sie mit der Ermittlerin Leona Lindberg erleben, werden Sie nicht
wieder vergessen. Glauben Sie nichts – und machen Sie sich auf alles gefasst.
Stockholm: Ein siebenjähriges Mädchen betritt blutüberströmt eine Bank und
schaltet einen Kassettenrekorder ein. Eine Stimme fordert Geld im Austausch für
das Leben des Kindes. Die Angestellten sind entsetzt. Kurz darauf verlässt das
Mädchen die Bank mit sieben Millionen Kronen und verschwindet. Der Fall macht
Schlagzeilen. Bei der Polizei wird Leona Lindberg mit den Ermittlungen
beauftragt. Leona ist 34, verheiratet und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie
gilt als Außenseiterin, doch ihr Ruf ist tadellos. Aber diesmal führen ihre
Ermittlungen in eine Sackgasse, denn von dem Mädchen fehlt jede Spur. Und jeder
scheint etwas zu verbergen. Allen voran Leona selbst.
(Quelle: Atrium Verlag)
In Stockholm steht plötzlich ein kleines Mädchen im Alter
von 7 Jahren in einer Bank. Sie ist blutbefleckt und nackt, noch dazu
vollkommen verängstigt. Bei sich hat sie einen Kassettenrekorder, mit einer
Aufnahme, die die Angestellten dazu auffordert dem Mädchen das Geld
auszuhändigen. Nur so würde dem Mädchen nichts passieren. Die Beute sind 7
Millionen schwedische Kronen.
Die Polizei, die kurz nach dem Raub an der Bank ist kann
keinerlei Spuren finden. Das Mädchen ist mit dem Geld spurlos verschwunden.
Leona Lindberg wird mit dem Fall betraut. Sie ist eine erfahrene Ermittlerin
und selbst Mutter zweier Kinder. Doch die Arbeit ist schwierig, vor allem weil
jeder irgendwie etwas zu verbergen hat, Leona nicht ausgenommen …
Der Roman „Leona – Die Würfel sind gefallen“ stammt von
der Autorin Jenny Rogneby. Es ist das Debüt der Schwedin und ich war sehr
gespannt auf dieses Buch, da es als neuartiger Krimi angepriesen wurde. Davon
wollte ich mich selbst überzeugen.
Leona ist 34 Jahre alt und Polizistin. Privat ist sie
verheiratet und hat zwei Kinder. Man könnte meinen Leona ist eine ganz normale
Frau, die Karriere und Familie irgendwie unter einen Hut bringt. Doch weit
gefehlt, Leona ist anders. Sie wirkt irgendwie seltsam, ist ihren Mitmenschen
gegenüber distanziert und lässt irgendwie niemanden wirklich an sich ran. Leona
hat außerdem irgendwelche Störungen. Sie sortiert ihre Stifte bis sie parallel
liegen oder das Blaulicht stört sie an einem Tatort. Und Leona spielt für ihr
Leben gerne Poker. Die Kindheit von ihr war grauenhaft und das hat sie ziemlich
geprägt. Ich persönlich empfand Leona zu Beginn eher merkwürdig, gefühllos und
kalt. Ich musste erst mit ihr warm werden. Dann aber konnte ich mich durchaus
in sie hineindenken.
Die weiteren Charaktere, wie beispielsweise Leonas
Ehemann, ihre beiden Kinder, der Journalist oder auch die anderen Polizisten,
passen sehr gut ins Geschehen hinein.
Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich fesselnd. Sie
schreibt flüssig und man kann dem Geschehen mühelos folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Leona.
Hierfür hat Jenny Rogneby die Ich-Perspektive verwendet. Man erhält also einen
exklusiven Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Man versucht als Leser hinter
die Fassade zu blicken, doch das ist gar nicht so einfach.
Die Handlung selbst ist anders. Es ist ein Krimi, der
aber vollkommen neuartig daherkommt. Es beginnt direkt spannend mit dem Raub.
Dann erlebt man als Leser die Ermittlungsarbeit und taucht immer mehr in Leonas
Leben ein. Im Mittelteil gibt es ein paar Längen, die jedoch zum Glück wieder
von spannenden Szenen abgelöst werden. Man möchte als Leser schließlich
erfahren was Leona vorantreibt, wieso es schwierige Ermittlungen sind.
Das Ende hat mich ganz ehrlich ein wenig verwirrt. Es hat
mich irritiert und ließ mich ganz ehrlich doch auch ratlos zurück. Man möchte
als Leser schon noch mehr und zum Glück bleibt die Ratlosigkeit nicht unbedingt
bestehen, denn es wird noch zwei weitere Bände geben. Was genau es aber
weitergeht ist noch nicht bekannt.
Kurz gesagt ist „Leona – Die Würfel sind gefallen“ von Jenny
Rogneby ein außergewöhnliches Debüt der Autorin.
Eine Protagonistin, die dem Leser nicht sofort gut
gesonnen ist, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die
spannend ist aber leider auch ein paar Längen hat, haben mir hier spannende
Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Ein Buch, was mich sicher auf Anhieb auch interessieren würde, da ich eine Vorliebe für Kriminalfälle und Thriller aus Skandinavien habe. Die sind irgendwie "anders", schwer zu beschreiben, aber vielleicht weißt Du, was ich meine 🙂 LG

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