Gelesen: „Oma zeigt Flagge“ von Regine Kölpin

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Taschenbuch: 336 Seiten 
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Verlag: Knaur TB (3. August 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3426516829 
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ISBN-13: 978-3426516829 

 
Verschwindet ein Geburtstag, wenn man fest genug nicht an
ihn denkt? Oma Jette genießt ihr postfamiliäres Dasein (glaubt sie jedenfalls)
und plant, ihren 60. einfach zu ignorieren. Enkelin Marie plant derweil eine
Geheimoperation. Was Jettes Jugendliebe Günther plant, als er sich samt
Scheidungs-Hamster Emma bei ihr einquartiert, ist ungewiss. Sicher ist nur,
dass Jettes Leben plötzlich gehörig kopfsteht.
(Quelle: Knaur TB)
Oma Jette hat sich auf Langeoog ein eigenes Leben
aufgebaut. Sie hat ein kleines Häuschen und betreibt einen Laden wo sie so
allerlei Dinge verkauft. Sie fühlt sich richtig wohl, so ganz ohne Kinder und
Enkel.
Doch dann eines Tages kündigt sich ihre Tochter mit ihren
drei Kindern an, der Grund ist Jettes 60. Geburtstag. Doch die will eigentlich
gar nicht feiern. Ehe sich Jette versieht steht sie mit ihren Enkeln alleine da
und das Chaos ist vorprogrammiert. Doch damit nicht genug plötzlich taucht auch
noch Jettes Jugendliebe Günther auf und quartiert sich ebenso bei ihr ein. Sein
Ziel er will Jette zurück. Fortan geht es drunter und drüber, Jettes Leben
steht komplett Kopf …
Der Roman „Oma zeugt Flagge“ stammt von der Autorin
Regine Kölpin. Für mich war dieser Roman der erste der Autorin und aufgrund des
ansprechend klingenden Klappentextes war ich sehr gespannt auf die Geschichte
rund um Jette und ihre Lieben.
Oma Jette war mich auf Anhieb sehr sympathisch. Zu Beginn
wirkt es vielleicht so als Jette etwas unterkühlt ist, doch das macht nur den
Anschein. Jette ist eine starke rüstige Frau, die ihr Leben fest im Griff hat.
Und sie will ganz bestimmt noch lange nicht zum alten Eisen gehören, die besten
Jahre liegen doch noch vor ihr.
Günther, Jettes Jugendliebe, hab ich auch gemocht. Er mag
altmodisch sein, vielleicht ein wenig eingerostet aber er hat Seiten an sich
die ihn mehr als sympathisch erscheinen lassen.
Pablo, der junge Maler auf Langeoog, scheint liebenswert
und charmant zu sein. Doch er hat es ziemlich dick hinter den Ohren.
Ja und dann sind da noch Jettes Kinder und ihre Enkel.
Sie alle gehören einfach in diesen Roman, machen ihn rund, geben ihm das
gewisse Etwas.
Der Schreibstil der Autorin ist humorvoll und sehr
flüssig. Ich bin flott durch die Seiten gekommen und habe mich wirklich nicht
selten köstlich amüsiert.
Die Handlung ist turbulent und ziemlich witzig. Es gibt
einiges zu entdecken. Man lernt zum einen Jette und ihre Familie sowie Bekannte
und Freunde ganz wunderbar kennen. Und auch die Landschaft, die Nordseeinsel
Langeoog, lernt man als Leser sehr gut kennen. Die Beschreibungen von Regine
Kölpin sind bildhaft und man fühlt sich als wäre man quasi anwesend. Es
passiert hier eigentlich immer was, Langeweile sucht man vergebens.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es passt, schließt
den Roman perfekt ab und hat mich sehr zufrieden gestimmt.
Kurz gesagt ist „Oma zeigt Flagge“ von Regine Kölpin ein
gelungener Roman vor toller Kulisse.
Vorstellbar beschriebene Charaktere, der leichte
humorvolle Stil der Autorin und eine Handlung, die den Leser bestens unterhält
und auf eine bildhaft beschriebene Insel entführt haben mich hier überzeugt und
begeistert.
Absolut zu empfehlen!
Ich bedanke mich beim Verlag und der Autorin für das Rezensionsexemplar!
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