Gelesen: „Auf und davon“ von David Arnold

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
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Verlag: Heyne Verlag (24.
August 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3453269837 
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ISBN-13: 978-3453269835 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 
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Originaltitel: Mosquitoland

Manchmal liegt das
Ziel woanders, als du denkst
Wer würde nicht gerne einfach mal verschwinden? In den
nächsten Bus springen und alles hinter sich lassen? Genau das macht die
sechzehnjährige Mim Malone. Es reicht ihr, immer das zu tun, was ihr Vater und
seine neue Frau für richtig halten. Sie will wissen, weshalb ihre Mom aus ihrem
Leben verschwunden ist. Und ihre Gedanken sollen endlich aufhören, in ihrem
Kopf Karussell zu fahren. Also steigt sie einfach in den Greyhound-Bus und haut
ab, zu ihrer Mom. Während draußen die Landschaft vorbeifliegt, macht Mim einige
unvergessliche Bekanntschaften – die wunderbare Arlene, den unheimlichen
Ponchomann und den äußerst attraktiven Beck, an den sie ihr Herz zu verlieren
droht … Doch dann verändert ein tragischer Unfall von einem auf den anderen
Augenblick alles. Und Mim muss sich den wirklich entscheidenden Fragen in ihrem
Leben stellen.
(Quelle: Heyne fliegt)
Mary Iris Malone, die einfach nur Mim genannt wird, hat
gerade eine doch schwierige Zeit. Die Scheidung ihrer Eltern ist gerade erst
durch und dann ist Mim auch noch umgezogen. Mit ihrem Vater und dessen neuer
Frau an andere Ende der USA. Wohl fühlt sie sich dort aber keinesfalls. Als sie
zufällig auf einen mysteriösen Brief stößt beschließt sie Knall auf Fall zurück
zu ihrer Mutter zu fahren. Dafür bestiehlt sie sogar ihre Großmutter.
Auf ihrem Trip lernt sie tolle Menschen kennen und nicht
selten gerät sie sogar in Gefahr …
Der Jugendroman „Auf und davon“ stammt von David Arnold.
Es ist das Debüt des Autors und da Roadtrips für mich ihren ganz eigenen Charme
haben war ich sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.
Mim ist ein an sich sympathischer Charakter. Sie ist
ziemlich außergewöhnlich und auch schon recht abgeklärt für ihr Alter. Ihre
Eltern haben sich gerade erst scheiden lassen und nun ist Mim mit Vater und
Stiefmutter ans andere Ende der USA gezogen. Mim ist aber auch ziemlich naiv
und gerät auf ihrem Trip doch schnell in ziemlich brenzliche Situationen. Sie
schaut nicht wirklich weit voraus, macht einfach und genau das ist nicht immer
richtig. Doch gerade Mims Ecken und Kanten machen sie menschlich und sie
gehören einfach zu ihr.
Es gibt noch einige weitere Charaktere, beispielsweise die
alte Dame Arlene oder Beck und Walt, sie lernt Mim auf ihrem Trip kennen. Mit
ihnen erlebt sie zum Teil abenteuerliche Dinge.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und recht
jugendlich gehalten. Er schafft es Tiefe ins Geschehen hineinzubringen,
allerdings gerade zu Beginn muss man sich erst daran gewöhnen. Hier wirkte es
schon recht chaotisch auf mich.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Mim. David
Arnold hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Zwischendrin gibt es immer
wieder Passagen mit den Tagebucheinträgen mit Mim. Diese sind meist sehr
nachdenklich und auch berührend.
Die Handlung ist ein Road-Trip. Es ist aber auch gleichzeitig
das Finden von sich selbst. Es wirkt etwas schräg aber irgendwie auch total
genial. Immer wieder gibt es Überraschungen im Buch, die mich wirklich
begeistert haben.
Zu Beginn wirkt es etwas unstrukturiert aber das gibt
sich. Man muss sich einlesen, dann kann man sich Mim und ihrer Reise vollkommen
hingeben. In manchen Situationen fühlt man sich als Leser teilweise in seine
eigenen Jugendjahre zurückversetzt.
David Arnold setzt sich in seinem Debüt mit teils
schwierigen Problemen auseinander. Er versucht es aber auf die lockere Art,
setzt auf Unbeschwertheit.
Alles in Allem ist „Auf und davon“ von David Arnold ein
sehr gutes Debüt des Autors, das auch vor schwierigen Themen nicht
zurückschreckt.
Eine recht sympathische, wenn auch etwas skurrile
Protagonistin, ein gut lesbarer Stil des Autors und eine Handlung, die eine
Reise zu sich selbst darstellt, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden
beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das zugesandte Exemplar!
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