Gelesen: „Die Glückssucher“ von Vera Kissel

–         
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten 
–         
Verlag: Dressler (17.
Juli 2015) 
–         
Sprache: Deutsch 
–         
ISBN-10: 3791511181 
–         
ISBN-13: 978-3791511184  
–         
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre

Glück ist, was im
Leben wirklich zählt.
Lukas, der vor Jahren seinen Vater verlor, hat in dessen Partner einen
väterlichen Freund gefunden. Den braucht er auch, denn Lukas ist schüchtern,
vor allem, was Mädchen angeht. Sein Kumpel Birol hingegen ist in zwielichtige
Geschäfte verwickelt. Doch Lukas interessiert nur die schöne Kurdin Gülbahar –
bis ein Unglück geschieht und Lukas erkennen muss, dass manche Katastrophen
Menschen verbinden und andere sie trennen.
(Quelle: Dressler)
Der 15-jährige Lukas hat vor Jahren seinen Vater verloren.
Nun lebt er mit seiner Mutter und deren neuen Mann zusammen. Der Partner seines
Vaters ist ihm ein guter Freund geworden, der ihm helfend zur Seite steht. Als
sich der schüchterne Junge in die Kurdin Gülbahar verliebt ist er umso mehr
dankbar für die Unterstützung seines Freundes.
Sein Kumpel Birol ist unterdessen in ziemlich
zwielichtige Geschäfte verwickelt. Als ein Unglück geschieht muss Lukas lernen,
es gibt Dinge die Menschen verbinden oder auch trennen …
Der Jugendroman „Die Glückssucher“ stammt von der Autorin
Vera Kissel. Es ist der Nachfolger des im letzten Jahr erschienenen Romans „Was
die Welle nahm“. Man muss diesen Vorgänger aber nicht gelesen haben, die
Autorin gibt es einen guten Überblick, so dass alles verständlich ist.
Lukas ist 16 Jahre alt und er wirkt sehr authentisch und
glaubhaft beschrieben. Er erzählt hier aus seinem Leben, ist schonungslos und
sehr offen. Er erzählt seinem Vater seine Geschichte. Dieser ist nicht mehr da,
er ist 2004 im Tsunami ums Leben gekommen. Man schließt als Leser Lukas sehr
schnell ins Herz. Als er sich zum ersten Mal richtig verliebt fahren seine
Gefühle regelrecht Achterbahn.
Auch die weiteren Charaktere des Buches sind glaubhaft
und authentisch gezeichnet. Man kann sich als Leser jeden vorstellen und alles
nachvollziehen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, jugendlich und
lässt sich sehr gut lesen. Es gibt sehr kurze und knappe Sätze, so kommt man
flott durch die Seiten.
Lukas erzählt seine Geschichte hier aus seiner Sicht. Man
hat als Leser so einen sehr guten Einblick in seine Gedanken und Gefühle.
Die Geschichte selbst ist ziemlich aktuell und auch
brisant. Vera Kissel aber beweist viel Feingefühl. Sie bringt die Gefühle von
Lukas besonders gut rüber. Er steckt mitten in der Pubertät. Es ist spannend
gehalten und man kann das Buch, einmal angefangen, nicht mehr weglegen. Es hat
mich zudem sehr berührt.
Letztlich gesagt ist „Die Glückssucher“ von Vera Kissel
ein gelungener Jugendroman, der den Leser gefangen nimmt.
Authentische Charaktere, ein ungewöhnlicher aber flüssig
lesbarer Stil und eine Handlung, die den Leser emotional berührt und die
brisant und aktuell ist, haben mich hier auf ganzer Linie begeistert.
Unbedingt zu empfehlen!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.