Gelesen: „Prinzessinnen“ von Marie Darrieussecq

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Taschenbuch: 304 Seiten 
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Verlag: dtv
Verlagsgesellschaft
(Reihe Hanser) (19. Juni 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3423626070  
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ISBN-13: 978-3423626071

Die blutjunge Solange wächst in dem baskischen
Provinznest Clèves auf. Während die meisten ihrer Freundinnen es schon gemacht
haben, ist sie noch Jungfrau. Marie Darrieussecq beschreibt das
Sich-Ausprobieren, die Neugierde, die Höhen und Tiefen der Sexualität eines
Mädchens, das seine Unschuld verliert und sich erprobt. Ein Buch über das
Erwachsenwerden, über Sex – aufregend und unverblümt.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)
Die junge Solange lebt in der französischen Kleinstadt Cléves. Ihre Jugend
verlebt sie in den 80-zigern. Als sie von ihren Freundinnen immer mehr Berichte
über deren sexuelle Erfahrungen hört, fühlt sie sich gedrängt und will so
schnell es geht selbst Erfahrungen sammeln. Also lässt sie sich auf ihrem
wesentlich älteren Ziehvater Biholz ein. worauf das von der Familie mühsam
aufrechterhaltene gesellschaftliche Bild ziemlich ins Ungleichgewicht gerät …
Der Roman „Prinzessinnen“ stammt von der Autorin Marie
Darrieussecq. Mir war die Autorin bis zu diesem Buch gänzlich unbekannt und ich
war, aufgrund dessen der Roman besonders in Frankreich sehr umstritten ist sehr
gespannt auf das Buch.
Solange steht im Mittelpunkt des Geschehens. Sie ist noch
unerfahren was Männer angeht, will aber schnellstmöglich Erfahrungen sammeln um
mit ihren Freundinnen mithalten zu können. Sie steht an der Schwelle zum
Erwachsenwerden, erlebt ihre eigene Entwicklung gerade sehr intensiv- Auf mich
wirkte es jedoch ein wenig übertrieben, dass sie Erfahrungen sammelt um
mitreden zu können.  
Die weiteren Charaktere, Jungs, die Motorrad fahren und
halbstark wirken, oder auch die Eltern, sind an sich gut gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann das
Buch recht flott lesen. Sie schreibt jedoch sehr unverblümt, man muss es mögen.
Und auch wenn das Buch nicht so viele Seiten hat, so ist
die Handlung schon gewöhnungsbedürftig. Der Roman hat besonders in Frankreich
Aufsehen erregt und auch ich muss zugeben, so ganz mein Fall war es nicht. Es geht
hier um eine Heranwachsende, die ziemlich unter Gruppenzwang steht. Immer
wieder werden die Gedanken wiedergegeben, das geschieht hier sehr offen und ja
auch schonungslos. Marie Darrieussecq zeigt auch Mädchen können hormongesteuert
sein und dabei geht die Fantasie meist ihre ganz eigenen Wege.
Es gibt zwar einen roten Faden, doch wirklich
verständlich ist dennoch nicht alles.
Die Altersempfehlung des Verlags von 16 Jahren halte ich
hier für mehr als angemessen.
Zusammenfassend gesagt ist „Prinzessinnen“ von Marie
Darrieussecq ein gewöhnungsbedürftiger Roman.
Eine Protagonistin, die zwar gut beschrieben ist, mit der
ich aber aufgrund ihrer hormongesteuerten Handlungen doch meine Probleme hatte,
ein flüssiger aber schonungsloser Stil und eine Handlung, die mich zum Teil
sehr verwirrt hat und die offen und ungewohnt ist, konnte mich hier nicht
gänzlich überzeugen.
Ich hatte etwas anderes erwartet.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Exemplar!

Ein Kommentar

  1. Hei c:

    Klingt nach einem interssanten Buch mit schönem Cover!
    Hast du eigentlich schon bei meinem Gewinnspiel mitgemacht? Falls nicht, schau doch mal vorbei, ich würde mich riesig freuen: walkingaboutrainbows.blogspot.de

    Ganz viele liebe Grüße, Michelle ☼♥

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