Gelesen: „Spiel der Zeit: Die Clifton Saga 1“ von Jeffrey Archer

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Taschenbuch: 560 Seiten 
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Verlag: Heyne
Verlag
(13. Juli 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3453471342 
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ISBN-13: 978-3453471344  
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Originaltitel: Only Time Will
Tell (The Clifton Chronicles 1)

Die Schicksale
zweier Familien. Eine verborgene Wahrheit. Das Ringen um Freundschaft und
Liebe.
England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den
Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit
durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen
ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das
Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen
und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer
Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die
Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind …
(Quelle: Heyne Verlag)
Harry lebt in Bristol in den 1920-iger Jahren und kommt
aus bescheidenen Verhältnissen. Anstatt etwas für die Schule zu tun liebt er es
seine Zeit in den Hafendocks zu verbringen und seinem Onkel bei der Arbeit
zuzuschauen. Sein Wunsch ist ebenso dort zu arbeiten. Allerdings kommt es ganz
anders. Harry hat eine außergewöhnliche Singstimme, er wird entdeckt und
gefördert. Er erhält ein Chorstipendiat und darf sehr bald schon auf eine
angesehene Schule gehen und findet sogar recht schnell Freunde. Allerdings es
gibt noch Geheimnisse, die gelüftet werden müssen. Harrys Mutter und sein
Mentor beispielsweise verschweigen ihm etwas. Was ist wirklich mit seinem Vater
passiert? Und was ist mit ihm und Emma, in die Harry sich verliebt?
Der Roman „Spiel der Zeit“ stammt vom Autor Jeffrey Archer. Es
ist der Auftakt der „Clifton Saga“ und ich war aufgrund des sehr ansprechend
klingenden Klappentextes sehr neugierig auf die Geschichte.
Harry Clifton mochte ich eigentlich sehr gerne. Er ist ziemlich rebellisch
und eigensinnig, weiß aber genau was er will. Zur Schule geht er nicht gerne,
viel lieber ist er in den Hafendocks unterwegs. Als seine engelsgleiche Stimme
entdeckt wird änder sich Harrys Leben von Grund auf. Er lernt wie man sich
durchsetzt und findet auch neue Freunde.
Harrys Mutter Maisie muss sich alleine um Harry kümmern, nachdem ihr Mann
verschwunden ist. Sie arbeitet hart um Harry alles ermöglichen zu können.
Giles Barrington ist der Sohn eines Reeders. Er und Harry lernen sich auf
der Schule kennen. Ihn und Harry verbindet schon bald eine sehr enge
Freundschaft.
Die anderen Charaktere haben mir auch recht gut gefallen.
Jeffrey Archer beschreibt sie gut und vorstellbar. Besonders in Erinnerung
geblieben ist mir der Obdachlose Old Jack. Er lebt in einem Eisenbahnwaggon in
den Hafendocks und redet Harry ins Gewissen.
Der Schreibstil des Autors ist lebendig und flüssig. Man
kann sich die Dinge gut vorstellen, es ist alles bildhaft beschrieben.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen
Perspektiven. Es kommt nicht nur Harrys Sichtweise zum Tragen, auch seine
Mutter oder Old Jack oder auch Giles tragen ihren Teil dazu bei. So wird die
Geschichte sehr komplex und vielsichtig.
Die Handlung selbst ist zu jeder Zeit nachvollziehbar. Es
geht unter anderem um Klassenunterschiede in der damaligen Zeit, die Harry auch
selbst erleben muss. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und je weiter man
voranschreitet, desto mehr werden sie miteinander verknüpft. Geheimnisse werden
gelüftet, es gibt aber auch neue Fragen, die aufgeworfen werden.
Zwischenzeitlich gibt es Wiederholungen aufgrund der
Erzählstränge. Dann aber gibt es Geschehnisse, welche die Geschichte in ein
neues Licht rücken und wodurch Zusammenhänge besser verdeutlicht werden. Man
muss allerdings dran bleiben um wirklich durchzublicken. Jeffrey Archer schafft
es die historischen Aspekte sehr gut ins Geschehen zu integrieren. Sie nehmen
nicht Überhand, man wird als Leser nicht davon erschlagen.
Dieser erste Band umfasst Harrys Lebensjahre bis etwa zu dessen
18. Lebensjahr. Er wird erwachsen und es stehen nun neue Entscheidungen an.
Das Ende dieses ersten Teils ist ein ziemlicher
Cliffhanger. Band 2 wird voraussichtlich im November erscheinen und man möchte
als Leser gerne wissen wie es weitergeht.
Zusammenfassend gesagt ist „Spiel der Zeit“ von Jeffrey
Archer eine sehr guter erster Teil der „Clifton Saga“.
Die gut beschriebenen Charaktere, der bildhafte Stil des
Autors und eine Handlung, die komplex ist und in der historische Aspekte
geschickt integriert sind haben mir hier sehr unterhaltsame Lesestunden
beschert und machen Lust auf den zweiten Teil.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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