Gelesen: „Die Brücke“ von Monica Byrne

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Broschiert: 448 Seiten 
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Verlag: Heyne
Verlag
(10. August 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3453417844 
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ISBN-13: 978-3453417847 
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Originaltitel: The Girl in the Road 

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Eine bessere
Zukunft?
Wir schreiben das Jahr 2068: Die Vereinigten Staaten und
Europa sind in die Bedeutungslosigkeit gefallen, Indien und Äthiopien dagegen
die stärksten Wirtschaftsmächte der Welt, deren Mega-Cities ständig mit Energie
versorgt werden müssen. Zu diesem Zweck wurde der TRAIL erfunden – eine
gigantische schwimmende Pontonbrücke, die über das Arabische Meer verläuft,
Indien mit Äthiopien verbindet und Sonnenlicht in Strom umwandelt. Doch der
TRAIL ist auch die letzte Hoffnung für die, die in den pulsierenden
Riesenstädten Indiens keinen Platz mehr finden: Sie wandern über den TRAIL nach
Afrika – für sie ist er die Brücke in eine bessere Zukunft. So wie für Meena
und Mariama, die einander nicht kennen, aber deren Schicksal auf vielfache
Weise miteinander verknüpft ist …
(Quelle: Heyne Verlag)
Die Welt im Jahr 2068:
Die alte Meena und die junge Mariama leben in dieser
Welt, in der Die großen Städte in Indien und Äthiopien immerzu mit Energie
versorgt werden müssen. Sie kenne sich allerdings nicht. Eine der neuesten
Versuche um Energie zu gewinnen ist der TRAIL. Hierbei handelt es sich um einen
lange schwimmende Potonbrücke die sich über das Arabische Meer erstreckt. Sie
wandelt Sonnenlicht in Energie um. Doch nicht nur das der TRAIL ist zugleich
auf Zufluchtsort für diejenigen die keinen Platz haben in der Gesellschaft und
so vielleicht auf eine bessere Zukunft hoffen. So finden auch Meena und Mariama
dort Zuflucht …
Der Roman „Die Brücke“ stammt von der Autorin Monica
Byrne. Es ist das Debüt der Autorin und aufgrund des sehr ansprechend
klingenden Klappentextes war ich neugierig auf die Geschichte. Allerdings
wurden meine Erwartungen nicht zu hundert Prozent erfüllt.
Meena ist eine der Protagonistinnen. Sie lebt in Indien,
wo es beispielsweise Überbevölkerung gibt. Sie flieht aber als Leser weiß man
zu Anfang des Buches nicht wovor sie wegläuft. Die Gründe bleiben leider auch
ziemlich lange im Hintergrund, man kann als Leser nur rätseln was sie zur
Flucht bewogen haben. Auf mich wirkte Meena etwas wirr und so als ob sie immer
wieder halluziniere. Eine wirkliche Beziehung konnte ich auch nicht zu ihr
aufbauen.
Mariama ist zu Beginn ein junges Mädchen und die zweite
Protagonistin im Buch. Sie lebt in Sklaverei und flieht eines Tages. Ihr Weg
führt sie quer durch Afrika bis nach Äthiopien, in der Hoffnung dort ein neues
und vor allem besseres Leben zu finden.
Beide Frauen kennen sich zwar nicht, doch sie haben viel
gemeinsam. Es sind ihrer beider Lebensgeschichten, die hier erzählt werden.
Der Schreibstil der Autorin ist an und für sich gut
lesbar. Sie schreibt mit einfachen Worten und es ist alles verständlich.
Es gibt hier zwei Handlungsstränge, die abwechselnd
erzählt werden. Bei beiden Strängen hat Monica Byrne die Ich-Perspektive
verwendet. Mariama erzählt ihre Sichtweise zusätzlich noch Yemaja, einem
Mädchen das sie auf ihrer Reise kennenlernt und das sie sehr beeindruckt.
Leider muss ich zugeben ich habe etwas anderes von diesem
Buch erwartet. Ich habe anhand des Klappentextes mit einem dystopischen Roman
gerechnet. Bekommen habe ich hier einen Roman der zwei Geschichten von zwei
Frauen erzählt. An und für sich ist dies nicht schlecht, nur wurde ich mit der
Geschichte nicht wirklich warm. Von beiden Strängen hat mir der Mariamas besser
gefallen, er ist verständlicher geschildert und mit ihr konnte ich mitfiebern.
Die Zustände in Indien und Afrika sowie auch der
Terrorismus und die anderen Dinge sind wirklich gut beschrieben. Diese kann man
nachvollziehen und sie wirken glaubhaft.
Zum Ende hin gibt es eine Wendungen, die ich nur sehr
nachvollziehen konnte. Es wird auch nicht wirklich klar wie die
Handlungsstränge zusammenpassen, manches bleibt hier ungelöst und nicht
unbedingt nachvollziehbar. Auch das eigentliche Ende hat mich nicht wirklich
überzeugt.
Zusammenfassend gesagt ist „Die Brücke“ von Monica Byrne
ein Debüt das vom Klappentext mehr verspricht als es letztlich hergibt.
Unterschiedliche Charaktere, ein leicht lesbarer
verständlicher Stil der Autorin und eine Handlung, die sich ganz anders
entwickelt als erwartet und in der die Lebensgeschichten von zwei Frauen eine
große Rolle spielen haben mich leider nicht wirklich überzeugt.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Exemplar!
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