Gelesen: „Mondscheinblues“ von Katrin Koppold

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Format: Kindle Edition 
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
392 Seiten 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-Quelle der Seitenzahl: 978-3738652239 
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Nina ist ehrgeizig und perfektionistisch, und sie hasst
es, die Kontrolle zu verlieren. Tom lebt in den Tag hinein und vertreibt sich
die Zeit mit ausschweifenden Partys und Alkohol. Als die pflichtbewusste
Redakteurin und der ehemalige Rockstar für eine Reportage gemeinsam nach
Cornwall fliegen, sind Spannungen vorprogrammiert: Weil Tom angeblich seinen
Führerschein abgeben musste, ist Nina gezwungen, sich dem britischen
Linksfahrgebot zu stellen, Hotelbesitzer freuen sich über das vermeintlich
erste Flitterwochenpaar der Saison, und es ist äußerst ungünstig, sich auf die
Navigations-App des Handys zu verlassen, wenn Cornwall ein einziges Funkloch
ist. Doch je länger die Reise dauert, desto mehr bemerken Nina und Tom, dass
sie so verschieden nicht sind, wie sie anfangs geglaubt haben. Das sorgt für
Herzklopfen – und Mondscheinblues, denn Tom hat etwas zu verbergen.
(Quelle: amazon)
Nina ist eine ehrgeizige junge Frau, die noch dazu
perfektionistisch veranlagt ist. Sie muss über alles immer die Kontrolle
behalten. Ihren Job macht sie gerne und genau, hofft sie doch darauf bald eine
Beförderung zu bekommen. Doch es kommt anders. Als ihre Kollegin ausfällt ist
es Nina, die für sie nach Cornwall fliegt. Begleitet wird sie hierbei von Tom.
Er ist das komplette Gegenteil von Nina und so sind Spannungen bereits
vorprogrammiert.
In Cornwall angekommen muss sich Nina einigen neuen
Herausforderungen stellen, wobei Tom ihr nicht unbedingt eine große Hilfe ist.
Doch je länger die beiden zusammen unterwegs sind, desto mehr kommen sie miteinander
klar und merken sie sind gar nicht so verschieden wie sie dachten. Sie kommen
sich langsam aber sicher näher, doch was Nina nicht ahnt, Tom trägt ein
Geheimnis mit sich herum …
Der Roman „Mondscheinblues“ stammt von der Autorin Katrin
Koppold. Für mich war dieses Buch nicht das erste von ihr, eher im Gegenteil,
bisher konnte mich Katrin immer mit ihren Geschichten fesseln und ich hab jede
einzelne wirklich genossen. Daher war ich auch wirklich gespannt darauf wie es
mir mit „Mondscheinblues“ ergehen würde.
Nina mochte ich auf Anhieb. Sie war mir bereits bekannt aus
Katrins Roman „Hoffnung aus Kirschblüten“. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass
sie auch ihre eigene Geschichte bekommt. Nina ist sehr ehrgeizig und dazu auch
noch perfektionistisch veranlagt. Ganz tief im Inneren aber ist Nina eine
absolut liebenswerte junge Frau, die eigentlich nur eines möchte, geliebt
werden. Sie hat nicht so gute Erfahrungen gemacht und daher hat sie quasi eine
Mauer um sich erbaut. Im Verlauf aber bröckelt diese Mauer mehr und mehr und
das ist alleine Toms Verdienst.
Tom Bergmann, ein ehemaliger Rockmusiker, hat es mir
ebenfalls direkt von Anfang an sehr angetan. Er ist so ein Typ, harte Schale
ganz weicher Kern. Er lebt in den Tag, Alkohol und Drogen spielen dabei auch
eine ziemliche Rolle. Zuerst ist er nicht so begeistert mit Nina nach Cornwall
zu fliegen, doch auch er macht eine Veränderung durch, beginnt sich im Verlauf
immer mehr zu öffnen.
Neben den beiden gibt es noch Nebencharaktere.
Beispielsweise Ninas Arbeitskollegin Amelie oder ihr Chef oder auch die ganzen
Personen, denen Nina und Tom in Cornwall begegnen. Hier ist mir ganz besonders
Herb, der Fotograf, in Erinnerung geblieben. Er fotografiert Nina und Tom in
Cornwall.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und
locker leicht. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, war ganz in der
Geschichte gefangen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den
Perspektiven von Nina und Tom. Für beide Sichtweisen hat Katrin Koppold die
Ich-Perspektive verwendet, was den Leser noch näher an die beiden heranbringt.
Die Handlung reist den Leser von Beginn an mit. Man kann
komplett im Geschehen abtauchen und taucht erst am Ende wieder auf. Es ist hier
ein Auf und Ab der Gefühle. Nina und Tom necken sich sehr viel, was Katrin
Koppold seht humorvoll an den Leser heranträgt. Die Macken der beiden machen
dieses Buch so besonders, denn niemand ist wirklich perfekt. Sie tasten sich
langsam aber stetig aneinander heran.
Als Kulisse hat Katrin Koppold hier die Landschaft von
Cornwall gewählt. Diese wird wunderbar beschrieben, man kann sie sich als Leser
sehr gut vorstellen. Und kleiner Tipp: Am Ende gibt es die Reiseroute für den
eigenen Trip nach Cornwall.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es passt zur
Gesamtgeschichte, macht sie rund und vor allem es schließt sie ab. Bevor man
Nina und Tom verlässt fiebert man als Leser aber nochmals mit beiden mit.
Kurz gesagt ist „Mondscheinblues“ von Katrin Koppold ein
auf ganzer Linie gelungener Roman vor wundervoller Kulisse.
Sympathische Protagonisten, ein locker leichter Stil der
Autorin und eine Handlung, die dem Leser die ganze Bandbreite der Gefühle bietet
und ihn mitfiebern lässt haben mich hier begeistert und überzeugt.
Klare Leseempfehlung!
Mein Dank geht an die Autorin für das Vorab-eBook!
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