Gelesen: „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ von Cynthia Hand

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
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Verlag: HarperCollins (10. September
2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3959670028 
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ISBN-13: 978-3959670029  
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Originaltitel: The Last Time
We Say Goodbye

Ein bewegender Roman vom Lieben, Verlieren und
Abschiednehmen von Bestsellerautorin Cynthia Hand. Es war der zwanzigste
Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller
Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass
Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den
Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die
anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder
sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre
Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte
sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS
geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der
Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um
ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.
(Quelle: HarperCollins)
Von ihrem
Therapeuten bekommt Lexie den Rat Tagebuch zu führen. Sie soll ihre Ängste und
Sorgen niederschreiben. Lexie allerdings ist nicht begeistert davon. Allerdings
ist dies die einzige Möglichkeit um Antidepressiva herumzukommen.
Mittlerweile sind 7
Wochen vergangen seit ihr Bruder Selbstmord begangen hat. Lexie versucht sich
zu erinnern wann sie das letzte Mal wirklich glücklich war. Dieser Moment
scheint weit weg zu sein, hat sich doch seit der Trennung ihrer Eltern alles
sehr verändert. Dann findet Lexie einen Brief ihrer Bruders an seine ehemalige
Freundin und ganz langsam beginnt sie zu verstehen warum er sich wirklich das
Leben nahm.  Und sie versucht fortan
ihrem Leben etwas Positive zu geben …
Der Roman „Die
Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ stammt von der bekannten Autorin Cynthia Hand.
Ich kannte vor diesem Buch schon andere Bücher der Autorin, bin aber soweit
ohne Erwartungen an diesen Roman herangegangen.
Lexie, die
eigentlich Alexis heißt, war mir von der ersten Zeile an sympathisch. Sie zählt
eher zu den Außenseitern, den Nerds, in ihrer Schule. Sie liebt es sich gedanklich
mit Rechenspielen zu beschäftigen, will sie doch nach der Schule am liebsten
Mathematik studieren. Für sie haben Zahlen und Gleichungen etwas konstantes,
beruhigendes, etwas das immer da ist, sich nie verändert. Der Tod ihres Bruders
hat sie mitgenommen, sie kapselt sich immer mehr von anderen ab. Und dennoch,
oder vielleicht auch deswegen mochte ich Lexie, weil sie für mich trotzdem
Stärke ausstrahlte.
Der Schreibstil der
Autorin ist jugendlich locker und leicht. Ich bin absolut flüssig durch das
Geschehen gekommen und konnte mich wunderbar in Lexie einfühlen.
Geschildert wird
das Geschehen aus Sicht von Lexie. Cynthia Hand hat hierfür die Ich-Perspektive
verwendet. Hinzu kommen hier die ganzen Tagebucheinträge, die Lexie dem Leser
noch näher bringen.
Die Handlung hat
mich emotional sehr berührt. Die Stimmung im Buch ist doch sehr bedrückend, für
zwischendurch ist es somit nicht unbedingt geeignet. Die Rückblicke auf den
Selbstmord Tys ergänzen Lexies Geschichte hier perfekt.
Die angesprochene
Thematik ist ernst, Cynthia Hand beweist hier aber Fingerspitzengefühl. In
Verbindung mit einer zarten Liebesgeschichte und ein wenig Humor verliert das
Thema an Schwere und es gibt auch einen Hoffnungsschimmer einen
Schicksalsschlag zu überwinden.
Alles in Allem ist „Die
Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ von Cynthia Hand ein für mich sehr
überzeugender Jugendroman.
Eine authentische
Protagonistin, der jugendlich leichte und doch emotionale Stil der Autorin und
eine Handlung die eine ernste Thematik anspricht und den Leser zu berühren weiß
haben mich hier begeistert.
Klare
Leseempfehlung!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
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