Gelesen: „Young World – Die Clans von New York“ von Chris Weitz

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Gebundene
Ausgabe:
384 Seiten 
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Verlag:
dtv
Verlagsgesellschaft
(22. September 2015) 
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Sprache:
Deutsch  
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ISBN-10:
3423761210 
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ISBN-13:
978-3423761215 
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
12 – 14 Jahre 
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Originaltitel: The
Young World

Eine faszinierende Welt ohne Erwachsene.
Es gab ein Leben
davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr
danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in
Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna,
in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in
all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur
entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von
ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien
mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren
der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff
an die Rettung der Menschheit.
(Quelle: dtv
Verlagsgesellschaft)
Nachdem eine Seuche
alle Erwachsenen und auch die Kinder ausgerottet hat gibt es nur noch
Jugendliche. Diese sind komplett auf sich alleine gestellt. In verschiedenen
Clans kämpfen sie auch noch ein Jahr nach der Seuche ums Überleben, um Rechte,
um Besitz und um Freiheit. Sobald sie volljährig werden sterben auch sie an der
Seuche.
Brainbox, Mitglied
im Washington Square Clan, entdeckt eines Tages eine Spur, die zu einem
Heilmittel führen könnte. Die Jugendlichen wollen das nicht ungenutzt lassen
und 5 von ihnen machen sich auf die Suche. Es folgen Kämpfe mit anderen Clans,
immer geht es ums nackte Überleben. Doch Jeff glaubt daran, dass die Menschheit
noch nicht verloren ist …
Der dystopische Jugendroman „Young World – Die Clans von
New York“ stammt vom Autor Chris Weitz. Es ist das Debüt des Drehbuchautors und
gleichzeitig auch der Auftakt einer Trilogie. Vom Thema angesprochen war ich
gespannt auf den Inhalt des Buches.
Die Charaktere hier sind gar nicht mal so schlecht
gestaltet. Man hat es hier mit Jugendlichen zu tun, die sich selbst
organisieren müssen.
Jefferson ist der Anführer des Washington Square Clans.
Er versucht seinen Clan zusammenzuhalten, ist darauf bedacht das immer was zu
Essen und zu Trinken da ist und das sie geschützt sind. Er ist durch und durch
gut, sanft und ruhig und wirkt wie der perfekte Anführer.
Donna tut alles was wichtig ist um zu Überleben. Sie ist
noch ein echter Teenager, im Vergleich zu Jefferson, der kurz vor der
Volljährigkeit steht. Allerdings wirkt Donna gerade zu Beginn auch sehr
tollpatschig und naiv. Gerade sie macht im Verlauf eine echte Entwicklung
durch, so dass ich sie später gerne mochte.
Auch die anderen Charaktere, wie Brainbox, das Superhirn
des Clans, oder auch SeeThrough, sie ist eine Art Geheimwaffe des Clans oder
auch Peter, einem Freund von Donna, sind ganz gut gezeichnet. Man kann sie sich
vorstellen, allerdings im Vergleich zu Donna oder auch Jefferson bleiben sie
doch relativ blass.
Der Schreibstil des Autors ist jugendlich gehalten. Man
merkt aber, dass Chris Weitz Drehbuchautor ist. Er beschreibt die Szenerie sehr
bildhaft und lebendig, es erwacht ein Kopfkino beim Leser.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den
Perspektiven von Donna und Jefferson. Bei beiden hat Chris Weitz die
Ich-Perspektive verwendet. Sie passt hier, man lernt die beiden so gut kennen.
Die Handlung beginnt stark. Das erste Drittel des Buches
ist spannend und düster gehalten, man erfährt als Leser hier viel über die
Seuche und kann auch die Hilflosigkeit der Jugendlichen gut begreifen. Nach und
nach aber ebbte die aufgebaute Spannung wieder ab. Ich muss zugeben, durch den
Mittelteil habe ich mich ganz arg geschleppt. Die anfängliche Freude, die Leselust
waren hier nicht mehr vorhanden. Für mich zog es sich doch sehr. Es gab hier
teilweise nicht nachzuvollziehende Handlungen von Donna und Jefferson. Gen Ende
aber kommt wieder Fahrt auf und es wurde wieder merklich spannender.
Neben den dystopischen Elementen im Buch gibt es auch
eine ganz zarte Liebegeschichte. Diese habe ich aber nicht zu hundertprozentig geglaubt,
sie wirkte ein wenig aufgesetzt.
Das Ende kann hier in meinen Augen einiges rausreißen. Es
ist spannend und endet, leider, in einem Cliffhanger. Dieser macht neugierig
und ich werde Teil 2 wohl eine Chance geben. Ich bin einfach zu neugierig wie
es wohl weitergeht.
Kurz gesagt ist „Young World – Die Clans von New York“
Christ Weitz ein solides Jugendbuchdebüt des Autors und Auftakt der Trilogie.
Gut gestaltete Charaktere, ein jugendlicher Stil des
Autors, der die Szenerie gut beschreibt stehen hier einer Handlung gegenüber,
die stark beginnt, dann aber leider im Mittelteil stark verliert gegenüber. Das
Potential der Idee wurde nicht komplett genutzt, da geht noch mehr.
Schade!
Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!

3 Kommentare

  1. Hallo Manja,

    Danke für deine Rezension – dann ist es wohl nicht so eilig mit dem Lesen und ich kann noch andere Bücher vorziehen. Hab mir erst gestern die Leseprobe aus der Buchhandlung mitgenommen. werd da mal reinstöbern!

    Schönen Sonntag noch, Nicole

  2. Hallo Manja,

    das mit dem drehbuch-artigen Schreibstil sehe ich genauso. Das war wirklich sehr auffällig. Mir hat der Schluss allerdings gar nicht gefallen. Das kam mir zu plötzlich und wirkte für mich zu künstlich arrangiert.

    GLG Steffi

  3. Hallo Manja,

    ich habe das Buch schon im Blick, aber vielleicht muss ich es jetzt doch nicht so dringend haben. Richtige Begeisterungsstürme hat es ja bisher nicht ausgelöst.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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