Gelesen: „Herz Slam“ von Jaromir Konecny

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
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Verlag: Ravensburger Buchverlag (23. September 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3473401315 
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ISBN-13: 978-3473401314  
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Lea und Sofie sind aus gutem Hause. Mit
Hauptschülern würden sie sich nie abgeben. Bei einem Poetry-Slam-Workshop
müssen sie ausgerechnet mit „solchen Losern“ zusammenarbeiten. Da
fliegen die Fetzen, aber auch Schmetterlinge im Bauch.
Hauptschüler sind
dumm, prollig und schlecht angezogen – behauptet Leas beste Freundin Sophie.
Lea findet Sophie manchmal ziemlich arrogant, dennoch hat auch sie so ihre
Vorurteile. Als die beiden sich für einen Poetry-Slam-Workshop anmelden, wissen
sie nicht, dass auch Jugendliche einer anderen Schule daran teilnehmen werden:
einer Hauptschule. Eine Vollkatastrophe! Es hagelt Wortgefechte und
Beleidigungen, doch nach und nach beginnen die Fronten zu bröckeln und Herzen
heftig zu schlagen …
(Quelle:
Ravensburger Buchverlag)
Lea und Sophie,
beide Gymnasiasten, nehmen an einem Poetry-Slam-Workshop teil. Allerdings
wussten sie bei ihrer Anmeldung noch nicht, dass auch Schüler einer anderen
Schule teilnehmen. Schüler einer Hauptschule. Die Vorurteile bei beiden sind
riesig und es gibt Wortgefechte und Beleidigungen ohne Ende. Nach und nach aber
merken Lea und Sophie, dass Hauptschüler doch nicht so schlimm sind wie anfangs
gedacht …
Der Jugendroman „Herz
Slam“ stammt aus der Feder des Autors Jaromir Konecny. Es war nicht mein erster
Roman des Autors, ich kenne bereits „Doktorspiele“, das mir bereits gut
gefallen hatte. Umso neugieriger war ich nun auf dieses Buch.
Lea, 16 Jahre alt, mochte
ich sehr gerne. Sie war mir sympathisch und ich konnte ihre Handlungen
nachvollziehen. Sie möchte Schriftstellerin werden und schreibt schon seit sie
denken kann. Lea ist im Vergleich zu Sophie eher schüchtern und zurückgezogen.
Aber Lea hat Einfühlungsvermögen, was mir sehr gut gefiel.
Sophie ist das
Gegenteil von Lea. Sie hat immer einen guten Spruch auf Lager, strotzt vor
Selbstbewusstsein und gibt gerne den Ton an, sagt was sie denkt.
Beide machen im
Verlauf der Geschichte eine merkliche und nachvollziehbare Entwicklung durch,
die absolut glaubhaft wirkt. Sie lernen was wirklich dran ist an den ganzen
Vorurteilen.
Auch die anderen
Charaktere, wie beispielsweise Leas ehemalige Freundin Julia, oder auch die
beiden Workshopleiter Ivo und Lana, sie alle sind Jaromir Konecny sehr gut
gelungen. Sie alle wirken authentisch und glaubhaft.
Ganz besonders in
Erinnerung ist mir aber Bruce geblieben. Er ist einfach mein ganz persönlicher
Held.
Der Schreibstil des
Autors ist flüssig und jugendlich leicht zu lesen. Ich habe mich vom ersten
Satz an wohlgefühlt in der Geschichte und konnte wunderbar folgen.
Geschildert wird
das Geschehen aus Sicht von Lea. Jaromir Konecny hat hierfür die Ich-Perspektive
verwendet. Sie ist man als Leser noch viel näher dran und erlebt es quasi
hautnah mit.
Die Handlung ist
toll. Man lernt als Leser viel über Poetry Slam, es gibt zwischendrin immer
wieder Gedichte und kurze Geschichten. Es passt hier einfach alles zusammen.
Die Geschichte ist unterhaltsam und es gibt auch eine kleine aber feine
Liebegeschichte. Jaromir Konecny trifft hier den Nerv der jungen Leser voll und
ganz. Die Mischung macht es hier.
Zusammenfassend
gesagt ist „Herz Slam“ von Jaromir Konecny ein auf ganzer Linie gelungener
Jugendroman.
Authentische
Charaktere, ein flüssig lesbarer jugendlich leichter Stil des Autors und eine
Handlung, die den Nerv der jungen Leser voll trifft und in der man als Leser
viel über Poetry Slam lernen kann, haben mich absolut begeistert.
Klare
Leseempfehlung!

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

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