Gelesen: „Die Frau am See“ von Sara Gruen

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten 
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Verlag: Kindler (25. September
2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3463406608 
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ISBN-13: 978-3463406602  
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Originaltitel: At the
water’s edge

Im Januar 1945 reist die wohlhabende Maddie zusammen mit
ihrem Ehemann Ellis und dessen bestem Freund in ein abgelegenes Dorf in den
schottischen Highlands. Der exzentrische Ellis will die Existenz der
sagenumwobenen Nessie beweisen, Krieg hin oder her. Ausgestattet mit Fernglas,
Kompass und Kamera begeben sich die beiden Männer Tag für Tag auf Exkursion.
Maddie bleibt allein zurück in der kargen Pension dieses fremden Ortes. Immer
stärker stellt sie ihr bisheriges Leben in Frage. Wer ist sie, und was will
sie? Da lernt sie die Menschen der Pension kennen, zwei Mägde und den
geheimnisvollen Pensionsbesitzer Angus. Und plötzlich weitet sich ihr Blick für
überraschende Möglichkeiten des Lebens …
(Quelle: Kindler)
Trotz des Krieges möchte der Amerikaner Ellis zu Beginn
den Jahres 1945 nach Schottland reisen. Er möchte beweisen, dass es das Ungeheuer
von Loch Ness wirklich gibt. Gemeinsam mit seiner Frau Maddie und seinem besten
Freund macht er sich auf. Kaum in Schottland angekommen wird Maddie, die
eigentlich gar nicht mitfahren wollte, von den beiden Männern im Gasthof
alleine gelassen. Und je länger Maddie alleine ist, desto mehr beginnt sie zu
hinterfragen was sie wirklich will …
Der Roman „Die Frau Am See“ stammt von der Autorin Sara
Gruen. Mir war die Autorin bereits vor diesem Buch sehr gut bekannt. Ihren Roman
„Wasser für die Elefanten“ habe ich wirklich geliebt. So war ich nun also
neugierig darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Die Charaktere hat Sara Gruen wirklich schön gestaltet.
Sowohl Ellis als auch sein bester Freund Hank wirkten
beide auf mich ziemlich arrogant. Dass sie nach Schottland fahren, obwohl hier
der Krieg mehr als deutlich zu spüren ist, das habe ich ganz ehrlich überhaupt
nicht verstanden.
Maddie hingegen wirkte sympathischer auf mich. Sie ist zu
Beginn leider sehr abhängig von Ellis. Im Verlauf aber macht sie eine wirklich
enorme Entwicklung durch. Sie wird selbstbewusster und vor allen
selbstständiger und weiß wo sie anpacken muss, wo ihre Hilfe benötigt wird. Das
hat mir sehr gut gefallen.
Auch die Nebenfiguren, hier vor allem die beiden
Angestellten Anna und Meg, haben mir gefallen. Sie sind es die Maddie das echte
Leben zeigen, denn sie wissen was wirklich Sache ist und was es heißt im Krieg
zu leben.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich
sehr angenehm lesen. Sie schreibt detailliert aber nicht zu viel, so bleibt dem
Leser genug Freiraum für eigene Gedanken.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Maddie.
Hierfür hat Sara Gruen die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt hier sehr gut
und lässt Maddie noch authentischer wirken.
Die Handlung selbst hat mir gefallen. Die Suche nach
Nessie spielt sich eher im Hintergrund ab. Auch die Gegebenheiten des Krieges
werden nur am Rand erwähnt. Es ist vielmehr Maddies Geschichte, ihre
Entwicklung steht im Vordergrund.
Die geschaffene Atmosphäre wirkt authentisch und
glaubhaft. Auch die Beschreibungen der schottischen Landschaft haben mir sehr zugesagt.
Das Ende wirkte in meinen Augen etwas vorhersehbar und
auch gestellt. Es passt zum Geschehen keine Frage aber etwas mehr wäre hier
durchaus drin gewesen.
Zusammenfassend gesagt ist „Die Frau am See“ von Sara
Gruen ein sehr guter Roman mit historischem Hintergrund.
Eine sympathisch wirkende Protagonistin, der angenehme
Stil der Autorin und eine Handlung, die von der Entwicklung der Protagonistin
geprägt ist aber auch eine bildhaft beschriebene Landschaft beinhaltet, haben
mir sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
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