Gelesen: „Drinnen ist besser – Agoraphobie: Wenn die Angst den Weg nach draußen versperrt“ von Leonie Jockusch

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Broschiert: 248 Seiten 
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Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. Oktober 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3862654923  
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ISBN-13: 978-3862654925

Jeder kennt diese lähmende Angst davor, in eine
Situation zu geraten, aus der man nicht entfliehen kann …

Circa jeder fünfte Deutsche leidet mindestens einmal im Leben unter einer
Angststörung. Agoraphobie ist eine davon. So manch einer ringt mit dem
Bedürfnis, lieber daheim zu bleiben, statt sich der Welt auszusetzen – ohne
Schutz und Fluchtmöglichkeiten; andere halten dieses Leiden, das oft
schleichend beginnt und zur völligen häuslichen Isolation führen kann, für ein
Gerücht oder eine Modeerscheinung. Kaum einer mag wirklich offen darüber reden.
Leonie Jockusch, die in ihrer jungen Erwachsenenzeit selbst mit Agoraphobie zu
kämpfen hatte, findet, dass es an der Zeit ist, dieses wichtige Thema in all
seiner Vielfältigkeit zu beleuchten. Dieses Buch lebt sowohl von ihren
Erinnerungen als auch von den bunten und tragischen Geschichten anderer Betroffener,
die ebenfalls den Weg nach draußen gefunden haben oder immer noch verzweifelt
auf der Suche nach ihm sind.
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf)
Agoraphobie, eine Angst, die nicht unbedingt jeder kennt.
Doch was genau muss man unter dieser Angststörung wirklich verstehen? Wie
äußert sie sich? Wie gehen die Betroffenen damit um? Und welche
Therapiemöglichkeiten gibt es dagegen?
Leonie Jockusch befasst sich in ihren Buch „Drinnen ist
besser“ mit eben diesem Thema. Was dabei wohl kaum einer weiß, Leonie Jockusch
selbst hat bereits an Agoraphobie gelitten, sie weiß also ziemlich genau wovon
sie hier in diesem Buch schreibt.
In ihrem Sachbuch / Ratgeber greift die Autorin
Einzelschicksale auf, schildert wie es den jeweiligen Betroffenen geht, wie sie
mit der Angst leben. Hierbei schreibt sie aber keinesfalls trocken und
langweilig. Die einzelnen Geschichten sind alle samt sehr interessant gehalten,
man kann als Leser hier gar nicht anders als zu lesen. Und die Geschichten haben
mich berührt, ich habe mittlerweile großen Respekt vor Menschen mit
Agoraphobie. Es sind verschiedene Blickwinkel, welche die Krankheit jeweils von
einer anderen Seite beleuchten.
Ich kannte Leonie Jockusch vor diesem Ratgeber nur von
ihren Fantasyromanen. Mit diesen hatte sie mich jedes Mal abgeholt und
begeistert. Dieses Buch hier ist anders, klar keine Frage. Aber es ist nicht
schlecht, eher im Gegenteil.
Leonie Jockusch schreibt gewohnt leicht und flüssig, es
ist alles zu verstehen und nachzuvollziehen. Sie hat sehr gut recherchiert und
nutzt ihre eigene Erfahrung um den Leser bestmöglich zu informieren.
Besonders gut finde ich das im letzten Abschnitt auch auf
mögliche Therapiemöglichkeiten eingegangen wird, das der Leser verstehen lernt,
es gibt einen Ausweg aus der Krankheit, wenn man es will und zulässt.
Zusammenfassend gesagt ist „Drinnen ist besser – Agoraphobie: Wenn die
Angst den Weg nach draußen versperrt“ von Leonie Jockusch eine Ratgeber der
sich zu lesen lohnt.
Nicht nur Betroffene erfahren hier vielleicht neue Dinge, auch
Interessierte, die mehr über die Krankheit erfahren wollen, oder auch
vollkommen Ahnungslose, wie mich, erfahren hier viele Dinge, interessant und
ausschlussreich.
Klar zu empfehlen!
Ich bedanke mich bei der Autorin für das Buch und die Leserunde!

Ein Kommentar

  1. Das ist auf jeden Fall ein interessantes Thema, ich denke allgemein über Angststörungen, Depression etc weiß man zu wenig. Wobei ich schon recht viel drüber weiß, einfach dadurch, dass ich im sozialen Bereich tätig bin.

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