Gelesen: „Wir sind unsichtbar“ von Maike Stein

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Broschiert: 192 Seiten 
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Verlag: Oetinger Taschenbuch
(1. Dezember 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3841503098 
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ISBN-13: 978-3841503091 
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

12 – 15 Jahre 

Wenn du mich
wirklich liebst …

Sie kribbelt wunderbar. Sie lässt den Himmel noch blauer aussehen. Sie gibt
einem das Gefühl, Berge versetzen zu können – die erste Liebe! Und Valeska
könnte ganze Gebirge verrücken! Nicht so Inken, ihre neue feste Freundin. Nicht
mal einen kleinen Stein möchte sie ins Rollen bringen, denn niemand soll
wissen, dass Inken lesbisch ist. Ihre Liebe soll unsichtbar bleiben. Um Inken
zuliebe die Beziehung geheim zu halten, verstrickt sich Valeska immer mehr in
Lügen, bis sie eine Entscheidung treffen muss: für oder gegen Inken.
(Quelle: Oetinger Taschenbuch)
Valeska ist lesbisch und sie steht auch dazu. In ihrem
Umfeld wissen es alle und sie akzeptieren sie so wie sie ist. Bis auf ihre
Mutter, die hat Valeska, nachdem sie es erfahren hat, rausgeschmissen. Als
Valeska Inken kennenlernt verliebt sie sich in sie. Und auch Inken fühlt sich zu
Valeska hingezogen. Doch ihr ist es unangenehm, sie will nicht, dass es jemand
erfährt. Also wollen es die beiden geheim halten. Doch für Valeska ist das
nicht einfach, da sie es nicht mal ihrer besten Freundin erzählen kann.
Aber warum will Inken nicht das es jemand erfährt? Und
kann Valeska mit der Situation umgehen oder gibt sie die Beziehung auf?
Der Jugendroman „Wir sind unsichtbar“ stammt aus der
Feder der Autorin Maike Stein.  Für mich
war dies das erste Buch der Autorin und aufgrund des interessanten Themas war
ich sehr gespannt auf die Umsetzung.
Valeska, die nur Leska genannt wird, ist 15 Jahre alt und
in ihrer Umgebung weiß eigentlich jeder,  dass sie Mädchen liebt. Alle akzeptieren ihre
sexuelle Bestimmung, nur ihre Mutter hat ein riesiges Problem damit. So sehr
das Leska zu ihrem Vater ziehen musste. Um wirklich glücklich zu sein fehlt
Leska nur noch eine Freundin, jemand der sie liebt. Mir gefiel Leska wirklich
gut als Charakter. Sie wirkt auf mich echt, menschlisch und authentisch. Sie
ist offen und ehrlich, was mir sehr gut gefallen hat.
Inken ist ganz anders als Leska. Sie hat eher Probleme
damit zu ihrer Liebe zu stehen. Sie hat Angst. Warum, das wird erst nach und
nach wirklich klar. Zu Beginn könnte hier im Kopf des Leser ein falsches Bild
von Inken entstehen, man muss der Geschichte erst folgen um hinter ihre Fassade
blicken zu können.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich leicht und
flüssig lesbar. Maike Stein bringt hier die Gefühle ihrer beiden Protagonisten
sehr gut rüber, lässt den Leser daran teilhaben. Immer wieder gibt es
Blogeinträge von Leska, die ihre Situation verdeutlichen. Und es gibt
zusätzlich noch kurze kursiv abgesetzte Passagen, die auch zur Geschichte beitragen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus Leskas
Sichtweise. Hierfür hat sich Maike Stein der Ich-Perspektive bedient, so dass
man als Leser eine noch bessere Bindung zu ihr aufbaut. Sie passt hier einfach
total gut.
Die Geschichte selbst behandelt ein sehr brisantes und
emotionales Thema, die Homosexualität bei Jugendlichen. Hier unter Mädchen.
Dieses Thema ist mir, gerade eben in Jugendbüchern, noch nicht oft
untergekommen. Maike Stein geht sensibel damit um, es wirkt nichts aufgesetzt.
Es geht aber auch um andere Themen, wie Ausgrenzung,
Freundschaft und  auch Mobbing und
Vorurteile. Diese gute Mischung macht das Buch hier aus.
Zusammenfassend gesagt ist „Wir sind unsichtbar“ von
Maike Stein ein gelungenes Jugendbuch über ein doch brisantes und aktuelles
Thema.
Die authentisch gestalteten Charaktere, der jugendlich
leichte Stil der Autorin und eine Handlung, die emotional gestaltet ist und
neben der Homosexualität bei Jugendlichen auch andere wichtige Themen
anspricht, haben mich hier auf ganzer Linie überzeugt.
Klare Leseempfehlung!
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar und die Leserunde!

Ein Kommentar

  1. Von dem Buch höre ich gerade zum ersten Mal, aber es ist gleich auf meine Wunschliste gewandert. Von Maike Stein habe ich bereits ein anderes Buch (Du oder sie oder beide) gelesen, was mir zwar ganz gut gefallen hat, allerdings vom Genre her (Mystery) nicht ganz mein Fall war. Dieses Buch klingt aber genau nach meinem Geschmack, daher hoffe ich, dass ich es bald lesen kann 🙂

    Liebe Grüße
    Chrisi

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