Gelesen: „Missing Girl – Verschollen“ von E. E. Cooper

–         
Gebundene
Ausgabe:
304 Seiten 
–         
Verlag:
HarperCollins (10. Dezember 2015) 
–         
Sprache:
Deutsch 
–         
ISBN-10:
395967015X 
–         
ISBN-13:
978-3959670159 
–         
Originaltitel: Vanished

Das Buch kaufen – gebunden
Das Buch kaufen – Kindle
/ ePub
Das Buch beim Verlag
Der Verlag bei Facebook

Willst du nicht auch manchmal verschwinden? Einfach
ausbrechen. Dir keine Gedanken mehr über andere machen. Dorthin fliehen, wo niemand
dich kennt. Und den ganzen Scheiß zurücklassen … Kalah und ihre Freundinnen
Beth und Britney sind unzertrennlich. Bis Beth an ihrem achtzehnten Geburtstag
spurlos verschwindet. In der Highschool machen Gerüchte die Runde: Hat sich
Beth heimlich mit Britneys Freund getroffen? Ist sie wirklich weggerannt? Bevor
Kalah die Wahrheit herausfinden kann, erschüttert der Selbstmord einer
Mitschülerin die ganze Highschool. Immer tiefer gerät Kalah in den Sog eines
psychologischen Verwirrspiels, dessen tödliche Regeln sie nur langsam begreift
… Ein rasanter Thriller um eine obskure Freundschaft, dunkle Geheimnisse und
eine Liebe, die zur Besessenheit wird.
(Quelle: HarperCollins)
Für Kalah ist es das Größte, das sie sich als Freundin
von Beth und Britney bezeichnen darf. Besonders zu Beth ist ihr Verhältnis
besonders gut. Am Abend von Beths Geburtstag aber gibt es einen heftigen Streit
zwischen Beth und Britney. Und am nächsten Tag ist Beth plötzlich spurlos
verschwunden. Kalah versucht alles das Beth zurückkommt, doch es bringt alles
nichts. Wenig später verschwindet auch noch Britney. Es sieht vieles nach
Selbstmord aus. Kalah ist nun ganz auf sich gestellt und es scheint als ob
alles zusammenbricht. Was ist wirklich geschehen?
Der Thriller „Missing Girl – Verschollen“ stammt von der Autorin
E. E. Cooper. Es ist das Debütwerk der Autorin. Ich wurde durch das Cover und
den vielversprechend klingenden Klappentext auf dieses Buch aufmerksam,
Erwartungen hatte ich eigentlich soweit keine.
Die Protagonistinnen sind hier an sich gut beschrieben.
Allerdings hatte ich Probleme einen wirklich Zugang zu ihnen zu finden.
Kalah wirkte auf mich sehr naiv und leichtgläubig. Sie
passt sich immerzu an, will es jedem recht machen um einfach dazuzugehören. Und
genau das erachte ich als falsch, denn ist nicht jeder sein eigener Typ Mensch?
Dieses Verstellen empfand ich als nicht gut.
Beth empfand ich als ziemlich unzuverlässig und viel zu
sprunghaft. Sie lässt sich schnell von vielem begeistern, ist eigentlich nie
wirklich mit dem Herzen dabei. Für Beth macht Kalah mit ihrem Freund Schluss,
da ihre Gefühle doch über die der reinen Freundschaft hinausgehen.
Britney ist ein Mädchen das ich persönlich überhaupt
nicht beachten würde. Sie ist arrogant, eingebildet und schrecklich verwöhnt.
Sie benimmt sich wie eine kleine Prinzessin, bekommt alles was sie unbedingt
will. Und Britney ist eine tierische Zicke. Mich hat sie letztlich nur genervt.
Die Freundschaft, welche die 3 Mädchen verbindet, blieb
mir bis zum Schluss doch schleierhaft, ich habe sie nicht verstanden.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Für
ein Debüt gibt es hier nichts zu mäkeln, ich bin flüssig durch die Seiten
gekommen. E. E. Cooper schreibt zudem sehr gefühlvoll. Ich konnte beispielsweise
Kalahs Gefühle gut nachempfinden.
Die Handlung ist so lala. E. E. Cooper hat hier
sicherlich sehr gute Ansätze, nutzt aber nicht wirklich alles was sich ihr in
der Geschichte bietet. Das Buch ist ziemlich verwirrend gehalten. Ich
persönlich würde es aber im Bereich Drama einordnen und nicht, wie vorgegeben
als Thriller.
E. E. Cooper wirft im Verlauf der Handlung viel Fragen
auf. Doch wirkliche Antworten hat sie leider nicht parat. Viele Dinge verlaufen
einfach im Sand, finden nicht die Beachtung, die sie vielleicht verdient hätten.
So weiß man als Leser letztlich nicht immer woran man wirklich ist.
Das Ende ist soweit in sich abgeschlossen. Es gibt aber
noch einiges, das, wie bereits angedeutet, offen bleibt. Der Roman scheint wohl
der Auftakt einer Reihe zu sein und so bleibt zu hoffen, dass eine Fortsetzung
folgt, die dann Antworten bringt.
Insgesamt gesehen ist „Missing Girl – Verschollen“ von E.
E. Cooper ein Roman, der leider nicht wirklich halten kann was er verspricht.
Ein flüssig lesbarer Stil steht hier ziemlich
unsympathischen Charakteren und einer irgendwie unfertigen Handlung, die viele
Fragen aufwirft aber kaum Antworten bietet, gegenüber.
Potential ist hier für die Reihe definitiv vorhanden, es
wurde jedoch nicht ausreichend genutzt.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.