Gelesen: „Infernale“ von Sophie Jordan

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
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Verlag: Loewe (15. Februar 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 378558167X 
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ISBN-13: 978-3785581674 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre 
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Originaltitel: Uninvited

Der erste Band der neuen Jugendbuch-Reihe von Firelight-Autorin
Sophie Jordan konfrontiert Leser mit der Frage, inwiefern unsere DNA unser
Schicksal bestimmt. Der Auftakt zu einer spannenden Reihe überzeugt mit
packender Action, gefühlvoller Romantik und der schwierigen Suche nach der eigenen
Identität.
Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt.
Überdurchschnittlich. Begnadet.

Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas
werden. Jemand.

Niemand sagte: Das geht nicht.
Niemand sagte: Mörderin.
Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal
Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie
muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich
vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie
imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy
zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie
sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?
(Quelle: Loewe)
Wir schreiben das Jahr 2021. Bereits seit einigen Jahren
gibt es das Mördergen, das sogenannte HTS. Alle Träger von HTS werden über kurz
oder lang gewalttätig. Zumindest wird es so berichtet. Aus diesem Grund werden
auch alle Teenager auf dieses Gen getestet.
Davy Hamilton lebt in dieser Zeit. Sie hat viele Talente,
gilt sogar als Wunderkind. Dann aber erfährt Davy das auch sie HTS in sich
trägt. Und alles verändert sich, ihr Leben gerät vollkommen aus den Fugen.
Wird Davy jemals wieder normal leben können? Kann sie je
wieder glücklich sein?
Der dystopische Jugendroman „Infernale“ stammt von der
bekannten Autorin Sophie Jordan. Es ist der Auftakt einer neuen Reihe und da
ich von den bisherigen Romanen, egal ob nun Fantasy oder Yung adult, sehr
begeistert war, war ich wirklich neugierig auf diese Geschichte.
Davy ist eigentlich ein typisches junges Mädchen. Sie
gilt als Wunderkind, hat vielerlei Talente und auch Freunde, mit denen sie sich
versteht. Sie ist ziemlich willensstark und lebt unbeschwert mit ihrer Familie
zusammen. Bis zu dem Tag als sie erfährt das sie, dass sie HTS in sich trägt.
Es bricht alles zusammen, Davy verzweifelt regelrecht und wirkt auch unsicherer
als vorher. Immerhin ist ihre Zukunft ungewiss. Es stehen viele Veränderungen
an, angefangen mit einem Schulwechsel. Ich empfand Davy als eine sympathische
und gut beschriebene Protagonistin. Ihre Handlungen konnte ich zu jeder Zeit
nachvollziehen und verstehen.
Sean O’Rourke ist auch ein Träger von HTS. Er ist allerdings
komplett anders als Davy. Sean sieht gut aus und wirkt wie ein echter Bad Boy.
Und Sean ist markiert, er trägt ein „H“. Da dies nur in ganz extremen Fällen
nötig ist, wird schnell klar Sean ist so ein Extremfall. Sean ist zudem auch
ganz anders als die Jungs, die Davy bisher kannte. Und genau  deshalb übt er auch eine ziemlich
Anziehungskraft auf Davy aus.
Weitere Charaktere sind beispielsweise Davys Familie.
Ihre Reaktion auf Davys Testergebnis habe ich mir aber anders vorgestellt. Bis
auf ihren Bruder verhalten sich die Eltern sehr zurückhaltend und beinahe schon
abweisend.
Leider bleiben die Nebencharaktere doch ein wenig blass
und ohne Tiefgang. Hier hätte ich mir doch ein wenig mehr gewünscht aber wer
weiß was Sophie Jordan in den Folgebänden noch geplant hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu
lesen. Sophie Jordan schafft es den Leser mitzureißend, ihn gefangen zu nehmen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Davy.
Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Dies hat zur Folge das
Davy dem Leser noch näher ist, man sie noch besser kennenlernt.
Die Handlung fand ich sehr interessant gestaltet. Der
Anfang ist zwar eher verhalten, es steigert sich aber merklich. Spätestens als
es ums Lager geht kommt Spannung auf, gewinnt die Handlung an Fahrt. Ab hier
wird es dann auch recht brutal, actionreich und hart.
Ins Geschehen eingebaut ist auch eine Liebesgeschichte.
Diese passt sich sehr gut ins Geschehen ein und drängt sich nicht auf.
Das Ende hat mir gefallen. Es ist nicht allzu offen, der
Leser bleibt also nicht mit einem bösen Cliffhanger zurück. Es macht dennoch
sehr neugierig auf die Fortsetzung, man fragt sich wie es wohl weitergehen
wird.
Alles in Allem ist „Infernale“ von Sophie Jordan ein sehr
guter Auftakt der Jugendbuchreihe.
Die glaubhaft gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare
lockere Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar zu Anfang etwas verhalten
ist, sich dann aber sehr spannend steigert, haben mich hier wirklich gut
unterhalten und machen Lust auf mehr.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das Vorab-Exemplar!
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