Gelesen: „Die Nacht schreibt uns neu“ von Dani Atkins

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Taschenbuch: 448 Seiten 
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Verlag: Knaur
TB
(17. Dezember 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3426517698 
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ISBN-13: 978-3426517697 
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Originaltitel: The Story of Us

Dani Atkins hat es wieder getan! Sie hat eine
Liebesgeschichte geschrieben, die sich fast so spannend wie ein Thriller liest.
Und sie hat Figuren geschaffen, die uns schon mit den ersten Sätzen ans Herz
wachsen – so sehr, dass Taschentücher unbedingt zur Grundausstattung beim Lesen
gehören sollten: Emma macht sich bereit für ihren großen Tag. Die Wimperntusche
in ihrer Hand zittert ein wenig, aber ein bisschen Nervosität ist ganz normal,
oder? Beim Blick in den Spiegel tasten Emmas Finger automatisch nach der alten
Narbe dicht unter ihrem Haaransatz. Das sichtbare Andenken an die Nacht, die
ihr Leben verändert hat. Und nicht nur ihres. Emma erinnert sich: an den
furchtbaren Unfall auf dem Heimweg von ihrem Junggesellinnenabschied, an den
Tod ihrer besten Freundin Amy, an ihren Retter Jack, an Richards liebevolle
Reaktion, als sie ihn gebeten hat, die Hochzeit zu verschieben. Und an alles,
was danach kam. Schließlich klopft es an der Tür. Jemand ist gekommen, um Emma
nach unten zu führen. Wer? Lassen Sie sich überraschen!
(Quelle: Knaur TB)
Emma und ihre Freundinnen Caroline und Amy sind auf dem
Rückweg von Emmas Junggesellinnenabschied. Da kommt es zu einem schweren Unfall
den Amy nicht überlebt. Emma überlebt dieses Unglück gerade so. Seit diesem Tag
verspüren Emma und Jack eine  besondere
Verbindung. Der Unfall ist auch der Grund warum Emma ihre Hochzeit mit Richard
verschoben hat. Diese Zeit nutzt Emma um nochmals intensiv nachzudenken und
schnell bemerkt sie Zweifel. Emma muss sich entscheiden. Wird sie Richard
heiraten oder doch der Anziehung zu Jack nachgeben?
Der Roman „Die Nacht schreibt uns neu“ stammt von der
Autorin Dani Atkins. Nachdem mir „Die Achse meiner Welt“ bereits gut gefallen
hatte war ich sehr neugierig auf diesen zweiten Roman der Autorin.
Emma hat es wirklich nicht leicht. Er geschieht der
Unfall nach ihrem Junggesellinnenabschied, bei dem Amy ums Leben kommt. Dann
die Trauer um Amy und zusätzlich hat ihre Mutter auch noch Alzheimer. Emma und
ihr Vater kümmern sich rührend um sie. Man fühlt sich zu Anfang sehr Emma
zugetan. Doch leider hält dies nicht lange an. Hier muss ich leider sagen es
wirkte gewollt, die Autorin will, dass man Emma mag. Im Verlauf der Handlung
hat Emma bei mir leider Sympathien eingebüßt. Ihre Handlungen waren hier leider
nicht alle nachvollziehbar.
Richard, Emmas Verlobter, und Jack sind grundverschieden.
Und zu beiden fühlt sich Emma hingezogen. Das sich hier eine Dreiecksgeschichte
entwickelt lässt sich schnell erahnen. Leider gibt es weder zu Richard noch zu
Jack viel zu erfahren. Hier hätte die Autorin ruhig mehr beleuchten können.
Die Nebenfiguren, wie eben Emmas Mutter, ihr Vater oder
auch Caroline, sie alle sind zwar beschrieben aber auch hier war es mir doch
ein wenig zu wenig. Einzig Emmas Mutter ist mir doch nachhaltig im Gedächtnis
geblieben. Ihr Leiden stimmt einen als Leser schon nachdenklich.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und hier gibt es
nix zu meckern. Dani Atkins versteht es den Leser einzunehmen, ihn mit ihrer
Schreibe zu begeistern.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Emma.
Hierfür hat Dani Atkins die Ich-Perspektive verwendet, so dass man als Leser noch
enger an Emma dran ist.
Die Handlung beginnt sehr stark. Man befindet sich direkt
mitten drin und es wirkt alles spannend und abwechslungsreich. Doch leider
tauchen dann immer mehr Handlungsstränge auf und es wird vieles mehr und mehr
vorhersehbar. Dadurch geht leider Spannung verloren.
Hinzu kommt das Dani Atkins die eingeflochtenen ernsten
Themen leider nur ankratzt und hier nicht in die Tiefe geht. Die Alzheimer
Erkrankung von Emmas Mutter wirkt zwar einfühlsam beschrieben aber sie taucht immer
an unpassenden Stellen auf.
Das Ende des Romans ist wirklich gelungen. Es hat mich
ganz ehrlich überrascht und wirkte auf mich doch sehr emotional. Es hat mich
ein bisschen entschädigt.
Letztlich gesagt ist „Die Nacht schreibt uns neu“ von
Dani Atkins ein Roman, der nicht ganz halten kann was er verspricht.
Charaktere, die doch ziemlich klischeehaft wirken und
eine Handlung, die schnell an Spannung verliert und nur sehr oberflächlich an
den Themen kratzt stehen hier einem flüssig lesbaren sehr angenehmen Stil der
Autorin gegenüber. Vorhandenes Potential wurde hier leider nicht wirklich
genutzt.
Schade!
Ich danke dem Verlag für das Exemplar!

2 Kommentare

  1. Hey Manja,
    oh schade =( Hab schon öfter gesehen, dass dieses Buch nicht ganz überzeugt. Ich werde bald mal Die Achse meiner Welt lesen, bei Die Nacht schreibt uns neu bin ich noch unsicher.
    lg. Tine =)

Kommentare sind geschlossen.

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