Gelesen: „Orphan X“ von Gregg Hurwitz

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
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Verlag: HarperCollins (10. März
2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3959670249 
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ISBN-13: 978-3959670241  
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Originaltitel: Orphan X

1. Gebot: Keine voreiligen Schlüsse
Seine Nachbarn halten Evan Smoak für einen harmlosen
Verkäufer von Industriereinigern. Dabei ist er eine der tödlichsten und
geheimsten Waffen der US-Regierung: ein Absolvent des Orphan-Programms, in dem
Waisenkinder zu hocheffizienten Killern ausgebildet wurden.
4. Gebot: Es ist nie persönlich
Nach Jahren des Mordens im inoffiziellen
Regierungsauftrag ist Evan in den Untergrund gegangen. Er hilft nun den
Verzweifelten, die mit ihren Problemen nicht zur Polizei gehen können – mit
allen Fähigkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Dabei hält er sich strikt an
seine eigenen Gebote. Doch diesmal bricht er eine der Regeln, und sein Auftrag
entwickelt sich zur Katastrophe. Nun muss er gegen ein Gebot nach dem anderen
verstoßen, damit das allerwichtigste unangetastet bleibt:
10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben
(Quelle: HarperCollins)
Der Waise Evan wurde bereits mit 12 Jahren in ein
geheimes Programm der US-Regierung aufgenommen. Sein Mentor ist dabei sein
Ausbilder Jack Johns. Im Sogenannten Orphan-Programm werden die Mitglieder im
Umgang mit Waffen, der Kampfkunst und in Verteidigung auf absolute Perfektion
gedrillt. Sie sind richtige Killer und da keiner von ihnen irgendeinen
familiären Hintergrund besitzt sind sie anonym und tödlich. Sie handeln nach
den 10 Geboten der Orphans, allerdings Unschuldige zählen nicht zu ihren
Zielen.
Nach seiner Ausbildung dient Evan der Regierung als
Orphan X.
Als aber Jack bei einem Kugelhagel stirbt will er nichts
mehr damit zu tun haben und taucht unter. Im Untergrund lebend hilft er
Menschen in Not, die der Polizei nicht vertrauen können. Er befolgt die Gebote
weiterhin streng. Dann aber, nachdem er Morena, einem Missbrauchsopfer geholfen
hat, bekommt er gleich zwei Hilferufe, die eben Morena als Kontakt angeben.
Einer von beiden muss lügen, doch wer von beiden?
Der Thriller „Orphan X“ stammt vom Autor Gregg Hurwitz.
Für mich war dieses Buch das erste des Autors überhaupt und auch wenn ich nicht
unbedingt die ambitionierte Thrillerleserin bin, ich wurde hier vom sehr
interessant und spannend klingenden Klappentext sehr angesprochen und war sehr
neugierig auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln.
Evan ist ein Einzelgänger. Er hat einen guten Verstand,
hilft Menschen in Not und ist dabei absolut tödlich. Jack John war schon fast
sowas wie ein Vater für ihn, er hat zu ihm auf geschaut. Leider aber wirkte
Evan auch aufgrund seiner Ausbildung doch unnahbar und ja auch geheimnisvoll
auf mich. Ich wusste ehrlich manchmal nicht richtig wie ich ihn nehmen sollte. Emotionen
und echte Gefühle kommen bei ihm nur einmal wirklich auf, als sein Mentor
stirbt. Punkten konnte Evan bei mir, das er immer mal wieder zeigt, dass er
auch anders kann, das er doch einsam und alleine ist und sich nach jemand sehnt
der für ihn da ist.
Auch die anderen Charaktere der Geschichte haben mir
soweit gut gefallen. Sie sind alle sehr interessant und man liest gespannt um
zu entdecken was der ein oder andere so zu verbergen hat, wie er wirklich ist.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und Gregg Hurwitz
hat mich mitgerissen. Ich war direkt gefangen und wollte wissen was weiter
passiert.
Die Handlung selbst ist von Anfang bis Ende spannend
gehalten. Immer wieder gibt es hier Rückblenden, man erfährt was Evan gelernt
hat, wie seine Ausbildung verlief usw.
Es geht sehr rasant zu, man findet sich als Leser schnell
inmitten eines turbulenten Katz und Maus-Spiels wieder, weiß bald nicht wer wem
man trauen kann und wem nicht. Die Handlung ist spannend aber auch brutal und
sehr interessant gestaltet. Und actionreich natürlich auch.
Das Ende ist ein wenig zu ausführlich gehalten, leider.
Es wirkte daher ein wenig zäh und langatmig. Das fand ich ein wenig schade,
denn das Buch hätte hier mehr verdient gehabt. Zudem bleiben doch auch ein paar
Fragen ungeklärt, ein zweiter Teil wäre hier wohl angebracht.
Insgesamt gesehen ist „Orphan X“ von Gregg Hurwitz ein
sehr guter, interessant gehaltener Thriller.
Der geheimnisvolle aber letztlich doch sympathische
Protagonist, ein flüssig lesbarer mitreißender Stil des Autors und eine
Handlung, die spannend aber auch brutal ist haben mir, abgesehen vom etwas
zähem Ende spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
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