Gelesen: „Granny, ein Mord und ich“ von Angelika Godau

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Broschiert: 347 Seiten 
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Verlag: Gmeiner-Verlag (5. August 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 383921727X 
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ISBN-13: 978-3839217276  
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 16 Jahren

Über die Grenzen der Zeit 
Einbrecher! Dieser Gedanke lähmt die 34-jährige
Journalistin Sabrina, als sie aufwacht und eine Fremde in ihrem Schlafzimmer
sitzen sieht. Als diese dann auch noch behauptet, ihre Ur-Ur-Großmutter zu
sein, ist sie sicher, über Nacht den Verstand verloren zu haben. Dabei will
›Granny‹ doch nur Hilfe bei der Aufklärung des ungefähr 120 Jahre zurück
liegenden Mordes an ihrem geliebten Kabinettsminister. Dazu müssen sich die
beiden völlig unterschiedlichen Frauen zusammenraufen, und ›Granny‹ gefällt
fast nichts an der modernen Zeit.
(Quelle: Gmeiner Verlag)
An einem Sonntagmorgen glaubt Sabrina zu träumen.
Eigentlich wollte sie ausschlafen, doch dann wird sie von einer Frau, die neben
ihrem Bett sitzt, geweckt. Sie meint die Kirche steht bald an, also solle
Sabrina doch möglichst schnell das Bett verlassen und sich fertigmachen. Sabrina
glaubt wirklich sie wäre im falschen Film. Vor allen auch als ihr die Dame
eröffnet sie sei ihre Ur-Ur-Großmutter und benötige Hilfe bei einer
Mordaufklärung. Allerdings nicht bei einem Mord der Gegenwart, nein der Mord
liegt bereits 120 Jahre zurück. Wird Sabrina ihrer Granny helfen?
Der Roman „Granny, ein Mord und ich“ stammt von der
Autorin Angelika Godau. Für mich war dies der erste Roman der Autorin und
aufgrund des doch ungewöhnlichen Titels war ich sehr neugierig auf die
Geschichte.
Sabrina und ihre Granny Luise gefielen mir wirklich sehr
gut.
Granny Luise ist jemand, der immer das Richtige getan hat
bzw. noch immer tu. Die Gegenwart ist für sie merkwürdig, daher hat sie zum
Teil wirklich sehr amüsante Kommentare auf Lager. Luise ist wie eine eigene
Oma, man kommt nicht umhin sie einfach gerne zu haben.
Sabrina ist 34 Jahre alt und alleinerziehend. Ihr
Umgangston ist nicht immer unbedingt ganz okay, für ihre Granny ist es ein
ziemlicher Kulturschock. Auch Sabrina mochte ich im Laufe der Geschichte sehr
gerne.
Die weiteren Charaktere, wie Sabrinas Mutter, die bei den
Ermittlungen auch mitmischen darf, oder auch Hermine, die gute Seele in Grannys
Zeit, haben mir gut gefallen. Sie sind ebenso gut gestaltet und man kann ihre
Handlungen nachvollziehen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr
angenehm lesen. Ich war zu Beginn sehr neugierig und die Neugier hat sich das
gesamte Buch über gehalten.
Die Handlung an sich zum einen ein Krimi. Immerhin gab es
hier einen Toten, wenn auch in der Vergangenheit. Wer hat Otto umgebracht?
Warum musste er sterben? Diese Fragen schwirren dem Leser hier im Kopf rum.
Es ist aber gleichzeitig auch eine tragische
Liebesgeschichte. Luise und Otto, eine Liebe zwischen unterschiedlichen
Ständen. Hier spielt vor allem auch Ottos Tagebuch eine große Rolle. Es hielt
die Unterschiede nachzuvollziehen, man bekommt als Leser einen guten Eindruck
wie es damals wirklich abging.
Und dann kommt ja auch noch die Zeitreise hinzu die
Granny Luise hier durchmacht. Diese Szenen sind wirklich sehr amüsant und
humorvoll zu lesen.
Das Ende ist passend gewählt. Es wird hier alles zur
vollsten Zufriedenheit aufgelöst, nichts bleibt offen. Es ist aber auch
irgendwie traurig, denn immerhin heißt es hier Abschied nehmen für Luise und
Sabrina.
Alles in Allem ist „Granny, ein Mord und ich“ von
Angelika Godau ein sehr unterhaltsamer Roman, der gleich mehrere Genre
vereint.
Die glaubhaft gestalteten Charaktere, der leicht zu
lesende flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, die Krimi,
Liebesgeschichte und Zeitreise vereint und sehr humorvoll gehalten ist, haben
mich hier bestens unterhalten und überzeugt.
Ganz klar zu empfehlen!
Ich danke dem Verlag und der Autorin für das Buch!
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