Gelesen: „Willkommen in Night Vale“ von Joseph Fink und Jeffrey Cranor


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Gebundene Ausgabe: 378 Seiten 
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Verlag: Klett-Cotta (19. März 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3608961372 
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ISBN-13: 978-3608961379 
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Originaltitel: Welcome to Night Vale

»Das Schicksal ist
schlimmer als der Tod. Das waren die Gesundheitsnachrichten.«
Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der
Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das
nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle
anderen Städte, die Sie kennen – und doch seltsam vertraut.
Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus
in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in
Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein
merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich
niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen.
Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers
geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die
beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand
wieder lebend verlassen hat …
(Quelle: Klett-Cotta Verlag)
Night Vale ist ein kleines Städtchen irgendwo im amerikanischen
Südwesten. Hier in dieser Stadt, die komplett anders ist als man sie kennt,
gehören Engel, Geister und auch Aliens zum Alltag.
In Night Vale betreibt Jackie Fierro schon lange ein
Pfandhaus. Genau dort verpfändet ein Fremder eines Tages einen merkwürdigen
Zettel. Auf diesen steht nur „King City“. Besonders komisch, keiner kann sich
an den Fremden erinnern nachdem er Richtung Wüste verschwunden ist. Jackie aber
will das Rätsel um „King City“ lösen. Also macht sie sich mit der Mutter eines
jugendlichen Gestaltwandlers ans Werk. Die Spur führt sie in die Bibliothek von
Night Vale, die jedoch so manches Geheimnis verbirgt und aus der keiner bisher
lebend rauskam …
Der Roman „Willkommen in Night Vale“ stammt vom
Autorenduo Joseph Fink und Jeffrey Cranor. Es basiert auf der Podcast-Serie „Welcome
to Night Vale“ und ich wurde hier vom außergewöhnlich klingenden Klappentext
angesprochen, der mich neugierig gemacht hat auf den Roman.
Jackie Fierro ist Betreiberin eines Pfandhauses in Night
Vale. Sie ist bereits seit einiger Zeit 19 Jahre alt, ihre anderen Freunde aber
sind irgendwie alle bereits gestorben. Als Leser lernt man Jackie immer besser
kennen, sie wächst einem doch sehr ans Herz.
Diane ist die zweite Protagonistin. Die ist eine
alleinerziehende Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers namens Josh. Ihre
Persönlichkeit ist sehr stark ausgeprägt, für Josh würde sie zudem alles tun.
Die beiden Frauen wirken zunächst eher distanziert und ja
auch kühl im Umgang miteinander, dies verändert sich aber im Verlauf der Geschichte.
Am Ende sind sie schon so etwas wie Freunde.
Die Nebencharaktere der Geschichte, von denen es wirklich
zahlreiche gibt, sind den Autoren ebenfalls gut gelungen. Manch einer wirkt
vielleicht ein wenig sehr mysteriös, ja fast schon richtig merkwürdig, das
passt aber sehr gut zum gesamten Roman. Night Vale ist ja auch keine
gewöhnliche Stadt.
Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und irgendwie
genauso verrückt wie die gesamte Geschichte. Es gibt so einiges an Wortspielen
und zum Teil auch sehr viel Humor. Im Verlauf kommt es immer wieder vor das die
Autoren den Leser direkt persönlich ansprechen. So wird man mit eingebunden,
fühlt sich quasi als Teil des Gesamten.
Geschildert wird das Geschehen aus den Perspektiven von
Jackie und Diane. Man lernt die beiden so wirklich gut kennen.
Die Handlung selbst ist absolut skurril, merkwürdig und
ungewöhnlich. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Es
ist nicht alles logisch, ich hatte des Öfteren auch das Gefühl ich würde auf
der Stelle treten, es würde quasi nichts passieren. Dennoch aber habe ich mich
nicht gelangweilt, eher im Gegenteil ich war wirklich fasziniert. Die Idee der
Autoren ist wirklich gut und ebenso gut umgesetzt.
Allerdings muss ich auch gestehen es gab Szenen wo ich
mir doch mehr Hintergrundwissen gewünscht hätte. Manches ist schwer zu
verstehen, hier fehlte mich doch etwas.
Die Handlungsstränge von Jackie und Diane laufen zunächst
nebeneinander her, werden aber nach und nach zusammengeführt und letztlich als
ein Handlungsstrang weitergeführt.
Das Ende konnte ich so nicht erahnen. Es passt aber
wirklich gut zur Gesamtgeschichte. Allerdings muss ich hier anmerken mir blieb
doch ein wenig zu viel offen. Ich denke aber dies ist vom Autorenduo genauso
gewollt.
Alles in Allem ist „Willkommen in Night Vale“ von Joseph Fink und Jeffrey
Cranor ein skurriler und ungewöhnlicher Roman, der sich anders entwickelt als
erwartet.
Die soweit gut vorstellbaren Charakteren, der flüssig
lesbare aber auch verrückte Stil der Autoren und eine Handlung, die
ungewöhnlich, skurril und geheimnisvoll gehalten ist, haben mir unterhaltsame
Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich bei Blogg dein Buch
und dem Klett-Cotta Verlag für das bereitsgestellte Leseexemplar!

Ein Kommentar

  1. Hey!
    Schön, zu lesen, dass es auch begeisterte Leser gibt. Ich habe das Buch auch über BdB erhalten und abgebrochen. Für mich ist dieser skurile Schreibstil nichts. Schon nach 40 Seiten war ich davon so genervt, dass ich echt nicht mehr konnte. Bis S. 100 musste ich mich dann durchquälen und dann durfte ich aufgeben.
    LG
    Yvonne

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