Gelesen: „Das Anna-Phänomen“ von Petra Wodtke

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Broschiert: 232 Seiten 
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Verlag: Schwarzkopf
& Schwarzkopf
(15. August 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3862655261 
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ISBN-13: 978-3862655267

Anna schläft mit
Max. Und mit Jan, Olli, Emil. Und manchmal knutscht sie auch mit Lisa. Aber
dann stellt sie fest: Freunde hat sie eigentlich keine. Also beschließt sie,
dass sich etwas ändern muss.

Anna ist nicht nur Antiheldin, sondern gleichzeitig auch Phänomen einer ganzen
Generation: Ihre Beziehungen sind unverbindlich, sie selbst ist
orientierungslos und spaßfixiert. Zwischen Egomanie, idealistischer
Selbstverwirklichung und einer steten unerfüllten Sinnsuche bemerkt sie, dass
das, was sie bisher hatte, nicht mehr das ist, was sie will. Doch ein
Gegenentwurf fällt schwer in einer Gesellschaft, die so viele Möglichkeiten
bereitstellt, dass (irgend)eine Entscheidung zu treffen zur eigentlichen Last
wird. One-Night-Stands und Affären kreuzen dabei ihren Weg genauso wie
verlassene Lieben und einsame Seelen. DAS ANNA-PHÄNOMEN beschreibt den Versuch,
mit dem modernen Zeitgeist von Reizüberflutung und emotionaler Inkompetenz,
Werteverschiebungen und dem Ausloten neuer Grenzen fertig zu werden. Und Glück
zu finden.
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag)
Anna lebt in
Berlin, wo sie ein freies und unabhängiges Leben führt. So scheint es
zumindest. Anna hat keinen festen Freund und lebt ihre Sexualität ungezwungen
aus. Es scheint ihr Spaß zu machen, doch tief im Inneren von Anna sieht es ganz
anders aus. Sie merkt das ihr etwas fehlt, das sie jemanden braucht dem sie
wirklich wichtig ist. Das oberflächliche Leben ist nichts mehr für sie, Anna
will endlich glücklich werden …
Der Roman „Das
Anna-Phänomen“ stammt von der Autorin Petra Wodtke. In diesem Roman sind die
Kurzgeschichten über Anna, die von der Autorin auf ihrem Blog veröffentlich
wurden, zusammengeführt.
Anna scheint auf
den ersten Blick jemand zu sein, der ihr Leben gefällt. Doch wer zwischen den
Zeilen liest, der bemerkt Anna sucht eigentlich nur jemanden der sie liebt und
bei dem sie sich geborgen fühlt. Allerdings sie kann nicht wirklich aus ihrer
Haut, fällt immer wieder in ihr Verhalten zurück. Als Leser kann man ihre
Handlungen nicht immer nachvollziehen, nicht immer alles verstehen. Leider
entwickelt sich Anna im Verlauf der Handlung kaum, sie tritt quasi auf der
Stelle, was ich etwas schade fand.
Die anderen
Charaktere, Annas Mitmenschen, entwickeln sich ein wenig. Es sind nicht
unbedingt die größten Sprünge, trotzdem aber merkt man es als Leser.
Der Schreibstil der
Autorin ist gut und angenehm lesbar. Es ist alles verständlich beschrieben und
man kann dem Geschehen gut folgen.
Geschildert wird
das Geschehen aus Sicht von Anna. So kommt man ihr als Leser ein wenig näher,
bemerkt was für ein Mensch sie wirklich ist.
Die Handlung selbst
hört sich, wenn man den Klappentext liest, an sich interessant an. Doch es
entwickelt sich anders als man es erwartet. Man muss hier schon auch zwischen
den Zeilen lesen um zu verstehen um was es wirklich geht. Es zeigt das man,
wenn man ausbrechen möchte, zuerst immer sich selbst ändern muss. Nur dann
ändert sich auch in der Umgebung etwas.
Von der Idee her
hat Petra Wodtke den Nerv der Zeit getroffen. Das heutige Leben ist ziemlich
einsam, schnelllebig und ja auch anonym.
Das Ende hat mir
nicht unbedingt zugesagt. Leider endet der Roman doch sehr schnell und abrupt.
Man fühlt sich ein wenig aus der Handlung gerissen.
Zusammenfassend
gesagt ist „Das Anna-Phänomen“ von Petra Wodtke ein Roman mit aktueller
Hintergrundidee.
Eine gut
beschriebene Protagonistin, die sich aber leider kaum entwickelt, ein gut
lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die an sich interessant klang,
sich aber etwas anders entwickelt als erwartet, haben mich soweit gut
unterhalten.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das Exemplar!
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