Gelesen: „E.J. und das Drachenmal“ von Anika Oeschger

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Gebundene Ausgabe: 304 Seiten 
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Verlag: Riverfield Verlag (25.
September 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3952446327 
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ISBN-13: 978-3952446324  
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren

 
Dieser Roman, der an einer internationalen
Schule in Zürich angesiedelt ist und eine Brücke schlägt, zwischen dem
großstädtischen Teenagerleben in der heutigen Zeit und einer Fantasywelt mit
ihren archaischen Gesetzen, ist das überraschende Debüt der erst
siebzehnjährigen Autorin.

Merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper werfen die16-jährige Emilia
Jane, die sich lieber nur E. J. nennen lässt, aus der Bahn. Nachdem sie mit
ihrer Familie von Schottland nach Zürich gezogen ist, hat sie sich gerade erst
an das gewöhnt, was die Pubertät mit ihr anstellt. Aber ein blauer Ausfluss, wo
keiner sein sollte, und Hitzewallungen, die so heiß werden können, dass ihre
Bettdecke Brandflecken bekommt, sind ein ganz anderes Kaliber als Pickel und
Mitesser. Als sich dann auch noch ein unerklärlicher Ausschlag über ihren
ganzen Körper ausbreitet, landet sie in der Quarantänestation der Stadtklinik.
Schon bald stellt E. J. fest, dass sie eine Gezeichnete ist, Trägerin des
Drachenmals, das ihr einerseits ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte verleiht, aber
gleichzeitig einen ihr unbekannten Feind aus den Tiefen einer längst
vergessenen Epoche auf den Plan ruft. Das dunkle Etwas, das ihr nach dem Leben
trachtet, kommt rasend schnell näher und scheint unbesiegbar zu sein.
(Quelle: Riverfield Verlag)
Dieser Fantasyroman stammt aus der Feder der Autorin
Anika Oeschger. Es ist das Debüt der Autorin und besonders die jugendlichen
Leser dürften sich hier angesprochen fühlen. Ich war wirklich neugierig auf das
was mich hier zwischen den Buchdeckeln erwarten würde.
Die Charaktere der Geschichte sind nicht ganz so
gelungen.
E.J. war zu Anfang noch ganz okay, verlor aber im Verlauf
der Handlung immer mehr an Sympathiepunkten. Sie wurde doch ziemlich nervig und
ihre Handlungen sowie Entscheidungen wirkten letztlich nicht sonderlich
durchdacht und nachvollziehbar. Außerdem blieb sie doch auch blass, man erfährt
nicht unbedingt viel über sie.
Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere sind
nicht unbedingt gut gezeichnet. Über sie gibt es kaum Hintergrundinformationen,
sie waren alle samt ziemlich blass und ohne Tiefe.
Anika Oeschgers Stil liest sich soweit flüssig und gut. Die
Autorin schreibt frisch und frei, doch gerade zu Anfang gab es den einen oder
anderen Stolperstein. Und auch die Dialoge wirkten nicht immer hundert
Prozentig, sondern recht aufgesetzt.
Die Handlung hat es mir hier doch etwas schwer gemacht.
Der Beginn war toll, interessant und spannend. Doch je weiter ich vorankam,
verlor sich diese Spannung mehr und mehr. Es wirkte irgendwie unrealistisch auf
mich, so als wollte die Autorin mehr als letztlich im Buch drin ist. Sie
verliert sich immer mehr in detaillierten Beschreibungen und verliert andere
Dinge dabei aus den Augen.
Die Grundidee selbst ist toll. Sie ist fantastisch und man
hätte hier einiges mehr rausholen können.
Das Ende des Romans ist soweit okay. Es schließt die
Geschichte weitestgehend ab, es bleibt aber dennoch genug für eine Fortsetzung.
„E.J. und das Drachenmal“ von Anika Oeschger ist ein Fantasyroman,
der mich nicht wirklich überzeugen konnte.
Eine zu Beginn sympathische Protagonistin, die jedoch immer
nerviger wurde, der soweit gut zu lesende Stil der Autorin und eine Handlung,
deren Grundidee überzeugend ist, die das Potential jedoch nicht komplett
ausschöpft, lassen mich zwiegespalten zurück.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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