Gelesen: „The other Girl: Du kannst niemals ganz entkommen“ von Maggie Mitchell

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Broschiert: 384 Seiten 
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Verlag: List
Hardcover
(26. Februar 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3471351124 
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ISBN-13: 978-3471351123  
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Originaltitel: Pretty Is 

Zwei Mädchen, eine
Entführung, zwei Wahrheiten
Lois und Carly May sind zwölf, als sie entführt und in
einer abgelegenen Jagdhütte für zwei Monate eingesperrt werden. In diesem
Sommer, unter dem wachsamen Blick des Entführers, gehen sie eine innige
Freundschaft ein, die sie für immer verbinden wird. Aber nach ihrer Befreiung
dürfen sie sich nicht mehr sehen und verlieren den Kontakt. Zwanzig Jahre
später. Lois ist Professorin für Literatur und hat unter Pseudonym einen Roman
über ihre Entführung geschrieben. Carly May kämpft in L. A. um Filmrollen und
gegen den Alkohol. Bis sie ein Drehbuch in die Hände bekommt, das genau ihre
Geschichte erzählt. Ihr wird die Rolle der Ermittlerin angeboten. Zufall? Es
gibt nur eine Person, mit der sie jetzt sprechen will: Lois. Doch die ist nicht
so leicht aufzuspüren. Nur eins ist deutlich: Die Vergangenheit ist nicht
vorbei.
(Quelle: Ullstein List)

Der Roman „The other Girl“: Du kannst niemals ganz
entkommen“ wurde von der Autorin Maggie Mitchell geschrieben. Ich wurde hier
durch den interessant klingenden Klappentext angesprochen und so begann ich zu
lesen.
Die beiden Protagonistinnen Lois und Carl May wurden als
Kinder entführt. Dabei hat sich eine Freundschaft zwischen den beiden
entwickelt. Nach ihrer Befreiung aber wurde ihnen der Kontakt zueinander untersagt.
Was ich schade empfand, man erfährt im Verlauf des Buches nicht so sonderlich
viel über die Mädchen, die zu Frauen geworden sind.
Lois ist Dozentin geworden. In der Liebe aber läuft es
bei ihr nicht unbedingt super. Dafür aber spielt ihr bester Freund eine große
Rolle in ihrem Leben.
Carly nennt sich mittlerweile Chloe. Aus ihr ist eine
Schauspielerin geworden, allerdings keine wirklich erfolgreiche. Zudem hat sie
ein ziemliches Alkoholproblem und auch bei ihr läuft es in Liebessachen nicht
gut.
Das war es aber auch schon was man über die beiden Frauen
erfährt. Ich hätte mir hier wirklich mehr gewünscht, mehr über ihre Familien
beispielsweise.
Der Schreibstil der Autorin ist soweit gut. Man kommt
flüssig und leicht durch die Seiten. Die Kapitel haben eine ganz angenehme
Länge.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den
Perspektiven von Lois und Carly May. Hinzu kommt ein Teil der komplett aus Lois‘
Sichtweise geschrieben ist.
Und dennoch konnte ich kaum eine eindeutige Bindung zu
den beiden Frauen aufbauen. Mir bleiben sie irgendwie doch sehr fremd.
Die Handlung hat es mir schwer gemacht. Ich hatte mir
etwas komplett anderes vorgestellt. Wenn man den Klappentext betrachtet
erwartet man Spannung und unerwartete Wendungen. Wenn man aber liest sieht das
ganze schon anders aus. Es gibt hier viele Längen, zähe Passagen in denen ich
mich zwingen musste weiterzulesen. Konnte ich mich zu Anfang der Geschichte
noch für das Geschehen begeistern, so ließ dies, je weiter ich voran kam, immer
mehr nach.
Es gibt viele Fragen, die sich während des Lesens
stellen. Wirkliche Antworten aber habe ich vergebens gesucht.
Einzig das warum des Entführers hat mich am Buch
gehalten. Ich wollte wissen welche Absichten hinter seinem Tun steckten. Doch
leider wurden mir diese Absichten nicht beantwortet, was ich wirklich
unheimlich schade fand.
Das Ende konnte es leider nicht mehr rausreißen. Ich war
hier wirklich froh nachdem ich dieses Buch beendet hatte.

Insgesamt muss ich leider sagen, konnte mich „The other Girl: Du
kannst niemals ganz entkommen“ von Maggie Mitchell nicht wirklich begeistern.
Ziemlich blass gestaltete Charaktere und eine langwierige und zähe Handlung
ohne viel Spannung und in der sehr viele Fragen offen bleiben stehen einem
angenehmen leicht lesbaren Schreibstil der Autorin gegenüber. Das vorhandende Potential
der Geschichtewurde hier leider nur sehr unzureichend bis gar nicht genutzt.
Wirklich sehr schade!

Mein Dank geht an den Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!

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