Gelesen: „Kernstaub – Über den Staub an Schmetterlingsflügeln“ von Marie Graßhoff

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Format: Kindle Edition 
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Dateigröße: 1587 KB 
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
824 Seiten 
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ISBN-Quelle
für Seitenzahl:
1505326141 
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Verlag: Drachenmond
Verlag
(14. Mai 2016) 
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Sprache: Deutsch

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»Wir haben nach neuen Welten gesucht, aber keine
gefunden. Also nahmen wir die unsere und versuchten, sie schöner und
leuchtender zu machen. Doch je mehr Licht wir ihr gaben, umso tiefer wurden
ihre Schatten.«
Mara hat vergessen, dass sie bereits seit Hunderten von
Leben vor den Wächtern des ewigen Systems flieht. Durch den Mord an ihr wollen
sie den Weg aller Seelen zur Perfektion ebnen.
Ihr Dasein wird in diesem Leben lediglich von ihrer
immensen Angst vor Uhren bestimmt. Doch als die Wächter sie erneut aufspüren,
um sie aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu tilgen, verschiebt sich das
Gleichgewicht der Dimensionen: Uralte Erinnerungen kehren zurück, eine längst
vergessene Liebe erwacht von Neuem und Kriege spalten den Planeten.
Und über allem schwebt die Frage: Wenn die ganze Welt
dich hasst, würdest du dich trotzdem für sie opfern?
(Quelle: Drachenmond Verlag)

„Kernstaub – Über den Staub an Schmetterlingsflügeln“ stammt von der
Autorin Marie Graßhoff. Ich war wirklich neugierig auf diesen ersten
Teil der „Kernstaub“ – Trilogie, hatte ich bisher noch nichts von der Autorin
gelesen.
Mara ist 19 Jahre alt und ich muss gestehen ich hatte zu
Anfang doch so meine Probleme mit ihr. Sie braucht einfach geregelte Bahnen in
ihrem Leben, was aber nicht gegeben ist. Und so wirkte sie eher wie ein Gespenst
auf mich. Sie fühlt sich alleine und einsam, hat niemanden der für sie da ist.
Sie weiß nicht was mit ihr passiert ist und genau das macht ihr extrem zu
schaffen. Nach etwa einem Drittel aber kam ich Mara näher. Ich konnte sie
besser einschätzen und ihre Handlungen eher nachvollziehen. Sie macht im Verlauf
der Handlung eine wirklich nachvollziehbare Entwicklung durch, die mir sehr
gefallen hat.
Der männliche Gegenpart zu Mara ist Juan. Er kann nichts
und niemanden leiden, ist regelrecht zerfressen von Hass. Juan ist der ältere
Bruder von Carla, der besten Freundin von Mara. Und er mag Mara überhaupt
nicht. Warum, das ist zunächst nicht wirklich klar, man erfährt aber im Verlauf
der Handlung immer mehr über ihn. Auch wenn Juan eher kalt auf mich wirkte, so
konnte ich seine Handlungen gut nachvollziehen.
Es gibt noch weitere Charaktere in der Geschichte. So
beispielsweise Glen, der undurchsichtig wirkte, sich aber doch auch für Mara
einsetzte. Er verbirgt etwas, dessen ist man sich als Leser sicher.
Alle Nebenfiguren sind Marie Graßhoff gut gelungen, man
kann sie sich vorstellen und ihnen folgen.
Der Schreibstil der Autorin ist zu Anfang etwas
merkwürdig. Ich brauchte eine gewisse Zeit um mich einzulesen, um ihr auch
wirklich mühelos folgen zu können. Dann aber kam ich flüssig und gut voran.
Die Handlung ist eine Mischung aus Fantasy, Dystonie und
Science-Fiction. Es ist ungewöhnlich und speziell, nicht nur aufgrund seiner
hohen Seitenzahl. Wenn man sich einmal eingelesen hat, dann ist man gefangen im
Geschehen. Es geht spannend zu, aktuelle Themen werden angesprochen, wenn auch
nicht direkt sondern eher hinten herum. Man muss recht genau lesen, kann sich
dann aber nicht entziehen.
Die von Marie Graßhoff geschaffene Welt ist anders als
unsere, ihr aber irgendwie auch sehr ähnlich. Man muss sich wirklich drauf
einlassen, dann bekommt man hier sehr viel mehr als nur ein Buch.
Das Ende ist, so wie Marie Graßhoff es gestaltet hat,
gut. Man wird nicht gänzlich in der Luft hängen gelassen, denn es gibt keinen
gemeinen Cliffhanger. Und dennoch möchte man weiterlesen und wissen was weiter
passiert, was sich noch alles in der geschaffenen Welt alles verbirgt.

Mit „Kernstaub – Über den Staub an Schmetterlingsflügeln“ hat Marie
Graßhoff einen sehr ordentlichen Auftakt der „Kernstaub“ – Trilogie geschaffen.
Die glaubhaft wirkenden Charaktere, der etwas
gewöhnungsbedürftige Stil, der mich erst nach einer Einlesezeit richtig
begeistern konnte und eine Handlung, die nach etwas Zeit spannend daher kommt,
auf die man sich aber einlassen muss, haben mich wirklich gut unterhalten und
machen Lust auf mehr.
Durchaus lesenswert!

Ich bedanke mich bei der Autorin für ihr Buch!

2 Kommentare

  1. Hallo Manja,

    oh das Buch möchte ich auch so gerne lesen. Ich habe es zwar als eBook, werde es mir aber als TB kaufen, da mir das bei so dicken Büchern eindeutig lieber ist. 🙂 Es klingt sehr kunstvoll und ich kann mir vorstellen, dass man sich drauf einlassen muss, aber deine Rezension macht auf jeden Fall neugierig. 🙂

    Liebe Grüße,
    Anna

  2. Hey Manja,

    auf dieses Buch habe ich schon lange ein Auge geworfen und es läuft mir auch immer wieder über den Weg. Da freut es mich wirklich, dass es dir ganz gut gefallen hat! Ich bin gerade auf einem kleinen Sci-Fi-Trip, vielleicht zieht es ja doch irgendwann bei mir ein 🙂
    Danke für die Rezi!

    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

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