Gelesen: „Romeo und Romy“ von Andreas Izquierdo

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Broschiert: 491 Seiten 
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Verlag: Insel Verlag (11. April
2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3458361413  
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ISBN-13: 978-3458361411

Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand
sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn
nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige
schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem
Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr.
Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben
nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu
segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät
kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß –
nur Idioten.
Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches
Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne
bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der
»Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte
unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt
(Quelle: Insel Verlag)
Vom Autor Andreas Izquierdo stammt der Roman „Romeo und Romy“. Für mich war
dies das erste Buch des Autors und ich war neugierig darauf was mich hier
zwischen den Buchdeckeln wohl erwarten würde.
Die Charaktere haben mir gut gefallen.
Romy ist liebenswert und sehr sympathisch. Ab und an ist sie etwas
uneinsichtig, doch solche Ecken und Kanten machen sie authentisch. Sie ist
zudem hilfsbereit und versucht anderen zu helfen. Und Romy ist ziemlich
besessen von der Idee des kleinen Theaters in der Scheune.
Ben war mir zu Anfang auch sympathisch. Allerdings er wird irgendwie zu
einer ziemlichen Nervensäge. Und Ben hat ein Faible dafür in Fettnäpfchen zu
treten. Auch wenn Ben zwischenzeitlich recht anstrengend ist, so gewinnt er zum
Ende hin wieder Sympathiepunkte.
Natürlich gibt es noch weitere Charaktere, wie beispielsweise Bertram,
einen ziemlich sympathischen Senior, oder auch Emil, der Romy zur Seite steht.
Sie sind alle wirklich sehr gut gestaltet und vorstellbar.
Der Schreibstil des Autors ist gut und angenehm zu lesen. Hinzu kommt ein
gutes Tempo der Handlung, es macht Spaß die Geschichte zu lesen.
Die Handlung selbst ist humorvoll, emotional und spannend gehalten. Die
gesamte Bandbreite der Gefühle wird hier angesprochen, man kann sich ins
Geschehen hineinversetzen und mitfühlen.
Der Autor hat hier mehrere Handlungsstränge ins Geschehen eingebaut. Diese
laufen zunächst nebeneinander her, verflechten sich aber immer mehr, je weiter
man vorankommt.
Das Ende selbst ist gelungen. Die einzelnen Stränge werden gekonnt
miteinander kombiniert und letztlich wird alles wunderbar beendet. Es bleiben
keine Fragen offen, man kann das Buch zufrieden zur Seite legen.
Zusammengefasst gesagt ist „Romeo und Romy“ von Andreas Izquierdo ein
richtig schöner Roman, der mich emotional einnehmen konnte.
Die authentisch gestalteten Charaktere, der leicht lesbare flüssige Stil
des Autors und eine Handlung, die die gesamte Bandbreite der Gefühle anspricht
und in der es zudem ausreichend Spannung gibt, haben mir wirklich Spaß gemacht
und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!
Mein Dank geht an den Verlag und an Vorablesen für das zugesandte Exemplar!

Ein Kommentar

  1. Hi,
    schöne Rezension!
    Das Buch klingt sehr interessant. Authentische Charaktere finde ich immer gut.
    Vielleicht schafft es das Buch auf meine Merkliste! 😉

    Liebe Grüße
    Bea

Kommentare sind geschlossen.

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