Gelesen: „Exit Sugartown“ von Martin Petersen

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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
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Verlag: Dressler (21.
März 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3791500074 
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ISBN-13: 978-3791500072  
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre 

Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt
geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren
Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt
dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn.
Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner
Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei eintauschen. Da lernt
sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der
„Weißen Welt“ erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren
Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich
auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht.
(Quelle: Dressler)
Der Jugendroman „Exit Sugartown“ stammt vom Autor Martin Peterson. Es ist
ein Roman, der auf aktuellen Dingen basiert und ich war neugierig auf die
Umsetzung.
Dawn ist 17 Jahre alt und sie wohnt mit ihrer Familie in Sugartown.
Allerdings wirklich viel haben sie nicht zum Leben. Ihre Mutter stirbt dann
leider und Dawns Vater tut sich schwer damit Arbeit zu finden. So ist es an Dawn
die Familie zu ernähren. Ich empfand das junge Mädchen als ziemlich stark.
Allerdings wirkte sie auch recht emotionslos auf mich, irgendwie wie
abgestumpft. Ich vermute aber es liegt an ihrer Situation, dass sie so ist wie
sie ist.
Die Nebencharaktere bleiben in meinen Augen leider zu blass. Man kann sich
kaum ein Bild von ihnen machen, was ich hier sehr schade fand.
Der Schreibstil des Autors ist soweit okay. Man kommt flüssig durch die
Seiten, allerdings hat mich auch hier die Emotionslosigkeit etwas gestört.
Außerdem gibt es doch einige Wiederholungen und auf mich wirkte es eher wie
eine Beschreibung der Geschehnisse und nicht wie ein Roman. Daran musste ich
mich erst gewöhnen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Dawn. Martin Petersen hat hier
die Ich-Perspektive verwendet. Zwar passt diese hier gut, doch leider gibt Dawn
nicht unbedingt das preis was man erwartet. Man kann kaum in ihre Gedanken und
Gefühle blicken.
Die Handlung ist zu einem sehr aktuellen Thema. Diese Idee find ich sehr
gut und es ist alles auch recht gut umgesetzt. Man wird zum Nachdenken angeregt,
es ist wirklich erschreckend zu lesen was hier alles passiert. Ich hatte
oftmals ziemliches Mitleid mit Dawn. So kommt auch Spannung auf, die konstant
oben gehalten wird. Es ist der Weg in eine bessere Zukunft, ein Weg voller
Gefahren und Schwierigkeiten.
Das Ende konnte mich überraschen. Es passt gut, macht das Buch rund und
regt zusätzlich auch nochmals zum Nachdenken an.
Letztlich kann ich sagen ist „Exit Sugartown“ von Martin Petersen ein
Jugendroman der nachdenklich stimmt.
Ich hatte zwar ein paar Probleme mit der Emotionslosigkeit der
Protagonistin und dem Stil des Autors, doch die Handlung konnte mich aufgrund
der Aktualität einnehmen.
Durchaus lesenswert!
Mein Dank geht an den Verlag für das Exemplar und die Leserunde!

Ein Kommentar

  1. Hallo Manja,

    schade das es so emotionslos war. Da hätte der Autor wohl noch einiges mit rausholen können. Aber insgesamt hat es dir ja zum Glück doch gefallen. Die Thematik finde ich sehr interessant und neugierig bin ich jetzt natürlich auch geworden.
    Wünsche dir noch einen schönen Tag.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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