Gelesen: „Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung“ von Natasha Ngan

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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten 
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Verlag: Arena (1. Januar 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3401601385 
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ISBN-13: 978-3401601380  
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre 

Alba will nur eins: endlich aus ihrem goldenen Käfig im
Nordbezirk Londons ausbrechen. Als Tochter des mächtigsten Mannes des Landes
ist ihre Zukunft jedoch längst vorherbestimmt. Die letzte Chance, frei zu sein,
kommt in Gestalt eines jungen Diebes: Seven. Und der ist nicht nur total
unverschämt, sondern auch Mitglied einer Straßengang, die mit gestohlenen
Erinnerungen auf dem Schwarzmarkt handelt. Ausgerechnet ihm folgt Alba zum
ersten Mal in den Süden. Doch in einer Welt, in der keine Erinnerung privat ist,
bleiben auch Geheimnisse nicht lange verborgen. Geheimnisse, die Albas Leben
für immer verändern, und Seven in tödliche Gefahr bringen. Die beiden müssen
alles aufs Spiel setzen – ihr Leben … und ihre Liebe.
(Quelle: Arena Verlag)
Der dystopische
Jugendroman „Alba & Seven: Vertraue
niemals der Erinnerung“ stammt von Natasha Ngan. Es ist das Debüt
der Autorin und ich war sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.
Die Protagonisten sind sehr verschieden.
Zum einen ist das Alba. Sie ist 16 Jahre alt und kommt
aus dem Norden von London. Alba hat ziemlich reiche Eltern, was sie aber nicht
unbedingt interessiert. Denn für Alba ist dieses Leben langweilig. Sie will
ausbrechen, will etwas erleben. Es soll nicht alles durchgeplant sein, sondern
auch mal was zufällig passieren. Zu Beginn wirkte Alba eher zurückhaltend und
zurückgezogen, sie entwickelt sich aber zu einer starken und selbstbewussten
jungen Frau.
Neben Alba gibt es auch noch Seven. Er lebt im Süden
Londons, in einem Teil wo es nur Armut und Gewalt gibt. Seven arbeitet als Erinnerungsdieb
für Carpenter. An ihm gefielen mir vor allem sein Sarkasmus und seine tollen
Sprüche, die er immer auf Lager hat. Und das obwohl seine Vergangenheit bisher
nicht leicht war.
Die weiteren Charaktere, wie zum Beispiel Albas Zofe
Dolly, sind auch sehr gut gestaltet. Sie passen sehr gut ins Geschehen hinein,
man kann sie sich gut vorstellen.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen. Man kann
sich recht schnell ins Geschehen einfinden und mühelos folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus dem
Perspektiven von Alba und Seven. So lernt man die beiden nicht nur sehr gut
kennen, sondern kann ihre Handlungen gut nachvollziehen.
Die Handlung selbst ist spannend gehalten. Es scheint
zunächst so als ob es eine Idee wäre, die nicht unbedingt neu ist. Doch das ist
weit gefehlt. Ich fand die Idee sehr interessant und vor allem auch recht
aktuell. Es geht um Arm und Reich, um die gesellschaftlichen Unterschiede.
Immer wieder gibt es geschickt gestaltete Wendungen, die neue Impulse ins
Geschehen bringen.
Allerdings an manchen Stellen hätte ich mir schon gerne
mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Davon gibt es leider nicht immer
genug, was es manchmal schwer macht durchzublicken.
Der Showdown ist nervenaufreibend und sehr spannend. Man
fiebert mit und bangt und hofft.
Ganz am Ende gibt es noch einen Epilog. Dieser gibt einen
Ausblick und schließt den Roman letztlich gut ab.
Alles in Allem ist der dystopische Jugendroman „Alba & Seven:
Vertraue niemals der Erinnerung“ von Natasha Ngan ein wirklich sehr
gutes Debüt der Autorin.
Die gut gezeichneten vorstellbaren Charaktere, der leicht
zu lesende flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend ist und eine
interessante Idee hat, haben mich hier wirklich sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!
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