Gelesen: „Lass uns fliegen“ von Katrin Bongard

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Broschiert: 240 Seiten 
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Verlag: Oetinger
Taschenbuch
(27. Mai 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3841504167 
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ISBN-13: 978-3841504166 
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

13 – 16 Jahre 

Wenn Tag und Nacht sich berühren: Vincent und Paulina
kommen aus vollkommen unterschiedlichen Welten. Die fleißige Schülerin hat
nichts mit Vincent, dem Kiffer, zu tun. Doch dann lernen sich die beiden in der
Schreibwerkstatt besser kennen. Dort ist Raum für ihre Gedanken, Ängste und
Wünsche. Trotzdem dauert es eine Weile, bis sich Vincent und Paulina für den
Kurs öffnen können und sich schließlich ineinander verlieben. Ein beeindruckender
Roman über Abhängigkeit, über das Erwachsenwerden, über Trauer und Liebe: aus
zwei Perspektiven erzählt.
Katrin Bongard schreibt in „Lass uns fliegen“ über eine zarte Liebe,
die Schmerz, Wut und Abgründe überwinden kann.
(Quelle: Oetinger)
Katrin Bongard, eine Autorin die mir vor diesem Buch
bereits gut bekannt war. Daher war ich auch sehr neugierig darauf wohin mich ihr
Roman „Lass uns fliegen“  wohl führen
würde.
Mit Vincent und Paulina hat die Autorin zwei absolut gut
beschriebene Charaktere gestaltet. Als Leser lernt man beide langsam und
gemächlich kennen.
Paulina hat ihre ganz eigenen Probleme. Sie braucht
psychische Hilfe um die Schule zu überstehen. Ich konnte mich ganz gut in sie
hineinversetzen, mit ihr mitfühlen.
Vincent, ihr männlicher Gegenpart, hat es zu Hause nicht
wirklich leicht. Die Probleme trägt er aber, genauso wie Paulina, nicht nach
außen. Man kann sie nur erahnen wenn man hinter die jeweiligen Fassaden der
beiden schaut.
Die Nebenfiguren sind Katrin Bongard ebenso gut gelungen.
Sie geben der Handlung die gewisse Würze, tragen sie zum Teil und machen sie
rund.
Der Schreibstil von Katrin Bongard war mir bereits gut
bekannt. Sie schreibt flüssig und angenehm lesbar. Aber irgendwie war es hier
anders. Ich muss gestehen ich habe hier ein paar Seiten gebraucht um ins
Geschehen zu finden. Mir hat hier zu Beginn irgendwie die Leichtigkeit des
Schreibstils von Katrin Bongard gefehlt. Ob es vielleicht an der Handlung
selbst liegt, ich weiß es nicht. Nach ein paar Seiten aber war ich dann
vollkommen drin, konnte mühelos folgen.
Die Handlung an sich hat sehr viel zu bieten. Es gibt
ernste Themen, wie Alkohol oder auch Drogen aller Art, oder auch zarte
romantische Passagen. Diese wechseln sich ab, geben eine sehr gute Mischung ab.
Wer nun denkt die Geschichte könnte durch die ernsten Themen eher bedrückend
sein, der irrt. Es gibt diese Stellen, klar sie lassen sich nicht vermeiden
aber ich denke Katrin Bongard schafft hier den Spagat zwischen Heiterkeit und
Dramatik gut.
Das Ende ist gelungen. Mir hat es sehr zufrieden
gestimmt, es schließt den Roman gut ab und macht ihn rund.
Insgesamt gesehen ist „Lass uns fliegen“ von Katrin
Bongard ein Jugendroman in dem viel mehr steckt als man beim bloßen Hinsehen
vielleicht vermutet.
Die sehr gut vorstellbar gestalteten Charaktere, der
flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, die eine gute Mischung aus Ernsthaftigkeit
und Romantik bietet, haben mich gut unterhalten und auch überzeugt.
Klar zu empfehlen!
Ich danke der Autorin und Red Bug Books für das bereitgestellte Exemplar!

Ein Kommentar

  1. Hi Manja,
    oh, wie schön. Jetzt können wir deine Rezension auch endlich teilen!
    Wir danken Dir für die tolle Beteiligung an der Blogtour. Bis hoffentlich bald 🙂

Kommentare sind geschlossen.

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