Gelesen: „Verschwundene Seelen: die Vergessenen der Wirklichkeit“ von Annika Meyer

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Gebundene Ausgabe: 340 Seiten 
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Verlag: fabulus Verlag (1. März 2016) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3944788176 
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ISBN-13: 978-3944788173  
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre 

Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren
Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor
der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Auserwählten
mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es
jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller
Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich
entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können?
Der Preis ist hoch, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben:
Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte
und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die
Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.
(Quelle: fabulus Verlag)
Der Roman „Verschwundene Seelen: die Vergessenen der
Wirklichkeit“ stammt aus der Feder der Autorin Annika Meyer. Es handelt sich
hierbei um das Debütwerk der Autorin.
Alina, die Protagonistin hier, war mir zu Beginn ein
wenig suspekt. Ich hatte so meine Probleme mit ihr, hatte Schwierigkeiten ihr
näherzukommen, mich in sie hineinzuversetzen. Sie wirkte doch ein wenig zu naiv
und zu egoistisch, mit der Zeit aber gab sich dies etwas. Sie wurde mir
zugänglicher, doch ganz warm wurde ich mit ihr leider nie.
Neben Alina gibt es noch weitere Charaktere. Sie sind
vielfältig gestaltet auch wenn es mir manchmal doch ein paar zu viel waren. Man
gewöhnt sich aber dran und kann sie am Ende doch recht gut zuordnen.
Der Schreibstil der Autorin ist ein wenig
gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte etwa 1/3 um wirklich mit Annika Meyers Stil
vertraut zu werden, zu Anfang ist es etwas holprig, mit der Zeit aber merkt man
die Autorin hatte sich „eingeschrieben“. Ich kam dann besser voran und das Buch
konnte mich mehr für sich gewinnen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Alina.
Hierfür hat Annika Meyer die personale Erzählperspektive verwendet. So bleibt
man als Leser zwar außen vor, schaut von oben herab aufs Geschehen, behält aber
auch einen guten Überblick über alles.
Die Handlung beginnt direkt und ohne Umschweife. Durch
den Klappentext erhält man als Leser nur geringfügig Einblick ins Geschehen,
man muss sich hier wirklich überraschen lassen was passiert. Die Geschichte baut
langsam aber sich Spannung auf, zu der sich immer mehr Action und Abenteuer
gesellten. Es wird also nicht langweilig, eher im Gegenteil. In manchen
Situationen aber war es mir ehrlich etwas zu viel. Annika Meyer hat hier nicht
immer alles wirklich gut durchdacht, es wirkte etwas unglaubwürdig, unlogisch auf
mich.
Die Grundidee aber ist der Autorin wirklich gelungen und
auch wenn es nicht immer stimmte, so entwickelte sich die Handlung an sich
richtig gut.
Das Ende mit dem dazugehörigen Showdown wirkte
überraschend auf mich. Hier konnte Annika Meyer wirklich bei mir punkten. Ich
empfand das Ende als passend und den Roman abschließend.
Abschließend kann ich sagen ist „Verschwundene Seelen: die Vergessenen der
Wirklichkeit“ von Annika Meyer ein etwas durchwachsenes Debüt der
Autorin.
Die ganz gut beschriebenen vielfältigen Charaktere, ein
zu Anfang etwas holpriger Stil der Autorin, der sich aber mit der Zeit immer
mehr entwickelt und eine Handlung, die zwar Spannung aufbaut aber doch zum Teil
unlogische Passagen beinhaltet, lassen mich zwiegespalten zurück. Potential ist
hier auf jeden Fall vorhanden, die junge Autorin hat es aber nicht komplett
ausgeschöpft.
Schade!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
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