Gelesen: „Freestyler“ von Katja Brandis

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Gebundene Ausgabe: 438 Seiten
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Verlag: Beltz & Gelberg
(1. Februar 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3407821018
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ISBN-13: 978-3407821010
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Was zählt, ist nur der Sieg …
Für ihren Traum vom Olympischen Gold optimieren
»Freestyler« ihre Körper ganz legal mit High-Tech-Prothesen und Implantaten.
Die junge Sprinterin Jola ist nicht sicher, ob sie sich operieren lassen will.
Der Druck ist hoch: Mit einem modifizierten Körper hätte sie vielleicht eine
Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2032 – so wie Ryan, der
beinamputierte Sprinter, in den sie sich verliebt hat. Aber die neue Technik
birgt Gefahren. Und bald geht es nicht mehr nur um den Sieg, sondern um Leben
und Tod …
(Quelle: Beltz & Gelberg)
Ich habe vor „Freestyler“ schon weitere Romane von Katja
Brandis gelesen. Bisher hat sie mich jeweils überzeugen können und so war ich
sehr neugierig was mich hier wohl erwarten würde.
Die Charaktere dieses Romans sind sehr tiefgründig und facettenreich
gestaltet.
Jola ist 17Jahre alt und eine Sprinterin. Sie hat einen
großen Traum, an Olympia 2032 in Argentinien teilzunehmen. Hierfür könnte sie
ihre Beine optimieren lassen, könnte sich Muskeln bzw. Sehnen implantieren
lassen nur um schneller zu laufen. Ich empfand Jola als sehr ehrgeizig,
zielstrebig und wirklich gut gestaltet.
Ryan ist ein weiterer Charakter der Geschichte. Er sitzt
im Rollstuhl, bekommt aber Prothesen mit denen er sich nach und nach immer mehr
anfreundet. Zwischen Jola und Ryan entwickelt sich eine schöne Freundschaft.
Für mich war Ryan wirklich sympathisch und vorstellbar.
Es gibt in der Geschichte noch weitere Charaktere. So zum
Beispiel Jolas Freundin, die ihre Datenbrille über alles liebt. Sie alle sind
ebenso gut gestaltet und dementsprechend beschrieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut. Katja Brandis
hat es geschafft mich einzufangen, mir die Atmosphäre ihrer Geschichte näherzubringen.
Die Stimmung unter den Sportlern wirkte auf mich greifbar.
Die Handlung hat mich wirklich erreicht und ja auch zum
Nachdenken angeregt. Sie spielt ja in einer recht nahen Zukunft. Je mehr ich
hier gelesen habe desto realer wurde es für mich. Und genau das fand ich
erschreckend. Als Leser begleitet man hier Sportler auf ihrem Weg und es zeigt
sich das dies eine harte Welt ist, das es schwierig ist.
Die Modifikationen, die hier am menschlichen Körper
möglich sind, sind sehr interessant beschrieben. Man erfährt aber als Leser das
auch diese nicht immer ohne Folgen bleiben. Dadurch wird ja auch der
Konkurrenzkampf unter den Sportlern mehr und mehr entfacht. Es ist eben doch
nicht alles Gold was glänzt bzw. Erfolg verspricht.
Je weiter man zum Ende kommt desto spannender wird die
Handlung.
Das eigentliche Ende dann empfand ich als passend
gewählt. Es schließt den Roman sehr gut ab und nach dem Beenden bleibt man als
Leser dann doch nachdenklich zurück.
Insgesamt kann ich sagen ist „Freestyler“ von Katja
Brandis ein Roman, mit einem sehr interessanten Thema.
Sympathisch gehaltene Charaktere, der packende Stil der
Autorin sowie eine Handlung, die den Leser in eine nicht allzu ferne Zukunft
entführt, in der schnell Spannung aufkommt und die auch sehr zum nachdenken
anregt, haben mich hier wirklich auf ganzer Linie überzeugt.
Wirklich empfehlenswert!
Mein Dank geht an den Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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