Gelesen: „Winterhonig“ von Daniela Ohms

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Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
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Verlag: Knaur HC (1. April 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3426653974
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ISBN-13: 978-3426653975

„Winterhonig“ erzählt von einer
lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar
nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen
Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht
der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda
als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl
unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der
beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die
Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über
allem die Hoffnung.
(Quelle: Knaur HC)

Daniela Ohms war mir vor diesem Roman hier bereits gut
bekannt. Nun war ich also neugierig darauf was mich wohl in „Winterhonig“
erwarten würde. Der Klappentext versprach bereits sehr viel und ich begann
interessiert mit Lesen.
Die Charaktere des Romans waren alle sehr lebendig.
Es gibt hier Mathilda. Sie ist die Jüngste von insgesamt
10 Geschwistern. Ihre Kindheit war sehr hart, die Erziehung sehr streng. Trost
findet sie bei Karl, der ihr für die Stunden ihrer Traurigkeit ein Glas
Winterhonig schenkt. Ich konnte mir Mathilda sehr gut vorstellen, mich gut in
sie hineinversetzen.
Karl ist Stallknecht auf dem Nachbarhof. Auch ihn konnte
ich mir sehr gut vorstellen. Allerdings man merkt als Leser das er irgendetwas
verbirgt.
Zuerst sind die beiden nur Freunde, dann aber entwickelt
sich mehr zwischen Mathilda und Karl. Diese Liebe aber steht unter keinem guten
Stern, denn es kommt der Sommer als Karl plötzlich verschwindet.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd, leicht und
flüssig. Ich war komplett gefangen in der Geschichte, es ist alles sehr gut
beschrieben und wirkt glaubhaft.
Die Handlung erzählt hier die Liebesgeschichte zwischen
Mathilda und Karl. Doch es ist nicht nur eine reine Liebesgeschichte. Es geht
auch um die Zeit des zweiten Weltkriegs. Daniela Ohms bringt diese Zeit sehr
authentisch rüber, sie zeigt wie es damals auf dem Land zuging. Diese Zeit
beschreibt sie bildhaft und vorstellbar, man fühlt sich als Leser als ob man
mittendrin ist. Zum einen hat Daniela Ohms hier wirklich gut recherchiert, sie
gibt aber auch Erinnerungen ihrer eigenen Oma wieder. Beides verbindet sie
gekonnt miteinander und schafft so eine sehr realistische Atmosphäre. Man fragt
sich des Öfteren was wirklich wahr ist und was erfunden.
Zwischendrin gibt es immer wieder einen Briefwechsel
zwischen Karl und Mathilda, in dem man als Leser viel über die Gefühle der
beiden erfährt.
Das Ende dieses Romans ist gut und es passt. Ein paar
mehr Informationen wie es mit Karl und Mathilda nach dieser Geschichte weiterging
wären hier schön gewesen, das ist aber mein persönliches Empfinden. Auch ohne
sie endet der Roman zufriedenstellend.

Alles in Allem ist „Winterhonig“ von Daniela Ohms ein
wirklich bemerkenswerter Roman, der in einer grausamen Zeit angesiedelt ist.
Gut beschriebene Charaktere, ein leicht und flüssig
lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die einerseits eine Liebesgeschichte
darstellt aber auch vielerlei Informationen über den zweiten Weltkrieg
beinhaltet, haben mich gefesselt und überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

Ich bedanke mich bei der Autorin und dem Verlag für das bereitgestellte Exemplar!
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