Gelesen: „Blind Date mit der Liebe“ von Kari Lessír

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Taschenbuch: 270 Seiten
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Verlag: Books on Demand (4. August 2016)
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Sprache: Deutsch
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In Ninas Leben steht die Arbeit an erster Stelle. Als
Anzeigenverkäuferin gibt sie alles, und so hat sie für eine Beziehung gerade
weder Zeit noch Lust. Mit den Gedanken noch immer im Büro, stößt sie beim
Joggen mit Jan zusammen, einem – zugegeben – heißen Typen. Der sich allerdings
wenig charmant verhält und sie genervt anschnauzt. Nicht mit ihr: Sie faucht
zurück und lässt ihn stehen.
Kurz darauf sieht sie ihn wieder. Nur er sie nicht: Er ist blind. Das deutlich
spürbare Knistern zwischen ihnen lässt sich davon nicht beirren. Trotzdem
zögert Nina. Kann sie sich wirklich in jemanden verlieben, der sie nicht sehen
kann? Und der vielleicht auf ihre Hilfe angewiesen ist? Wie ist das mit ihrem
bisherigen Leben vereinbar?
Aber auch Jan ist unsicher: Sein Alltag ist klar strukturiert. Dadurch kommt er
mit seinem Handicap gut zurecht. Für eine Frau gibt es da eigentlich keinen
Platz. Ist es Nina wert, für sie sein Leben komplett umzukrempeln?
Werden die beiden für die Liebe alles riskieren? Wie werden sie sich
entscheiden?
(Quelle: Homepage der Autorin)
Kari Lessír war mir bereits sehr gut bekannt und bisher
konnte sie mich mit ihren Geschichten immer begeistern. Daher war ich nun sehr
neugierig auf „Blind Date mit der Liebe“, ihr neuestes Werk. Angesprochen vom
wirklich sehr ansprechenden Klappentext habe ich mich hier zwischen die Seiten
begeben.
Nina ist eine junge Frau, die es mir von Beginn an
angetan hatte. Sie hat einen Job, allerdings ist sie da gerade nicht sehr
erfolgreich. Um abzuschalten treibt Nina viel Sport, sie geht sehr gerne
joggen. Für die Liebe hat Nina gerade überhaupt keinen Kopf, Männer haben
einfach keinen Platz in ihrem Leben. Bis zu dem Moment als Jan in ihr Leben
tritt.
Jan ist ein gut aussehender junger Mann, der auch mal
sehr gerne Sport getrieben hat. Dann aber geschah ein Unfall und Jan
erblindete. Seit diesem Tag hat sich sein Leben komplett verändert, nichts ist
mehr so wie es mal war. Sein Leben ist nun komplett durchstrukturiert, ohne
einen genauen Plan geht bei ihm nichts. Sein wichtigster Bezugspunkt ist neben
seinem Bruder Markus sein Blindenhund Linus. Die beiden sind ein eingespieltes
Team. Zu Anfang, das muss ich zugeben, mochte ich Jan nicht unbedingt. Er
wirkte irgendwie überheblich auf mich. Doch mit der Zeit habe ich auch ihn in
mein Herz geschlossen. Ich empfand es bemerkenswert wie er mit seiner
Behinderung umgeht.
Zwischen den beiden knistert es gewaltig, beide spüren
die Anziehung zwischen sich, doch kann es wirklich funktionieren?
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch andere
Charaktere im Buch. Beispielsweise Ninas Mountainbikegruppe oder Melly, Ninas
Freundin, oder Andi, Jans guter Freund, oder Mike, den ich überhaupt nicht
mochte. Alle sind sie Kari Lessír wirklich glaubhaft und vorstellbar gelungen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker zu
lesen. Ich habe mich komplett im Geschehen verloren, habe alle um mich herum
vergessen, die Realität außen vorgelassen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen
Perspektiven, unter anderem aus Ninas Sicht oder der von Jan oder auch der von
Jans Bruder Markus. Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommt man einen
umfassenden Einblick, lernt alle Seiten sehr gut kennen.
Die Handlung selbst hat mir sehr gut gefallen. Ich habe
mit Nina und Jan mitgefiebert, habe die beiden auf ihrem Weg sehr gerne
begleitet. Ob sie wohl miteinander glücklich werden können?
Besonders gut gefiel mir das Kari Lessír sich hier quasi
an ein Tabuthema herantraut, sie macht einen Blinden zu ihrem Protagonisten. Hierfür
hat die Autorin, wie sie selbst im Nachwort schreibt, ausführlich recherchiert.
Bisher ist mir diese Behinderung, die ja eigentlich gar keine ist, sondern zu
unserem Leben ganz normal dazugehört, noch nicht untergekommen in einem Roman.
Umso interessierter habe das Geschehen verfolgt. Und ich muss sagen es ist
alles nachvollziehbar und authentisch, Daumen hoch liebe Kari.
Jans Blindheit fügt sich gekonnt ins Gesamtgeschehen ein,
es gibt Wendungen, Hindernisse die trotz allem aber auch überwunden werden
müssen.
Zum Ende hin gibt es etwas, das mich zusammenzucken ließ.
Hier hätte ich eine bestimmte Person am liebsten auf den Mond geschossen (ohne
Rückfahrkarte versteht sich!).
Das eigentliche Ende dann, mir hat es sehr gefallen. Kari
Lessír schließt den Kreis, macht ihren Roman rund und hat mich das Buch
zufriedengestellt zur Seite legen lassen.
Kurz gesagt ist „Blind Date mit der Liebe“ von Kari
Lessír ein ganz wunderbarer Roman, der von Beginn an für sich einnehmen konnte
Vorstellbar und authentisch wirkende Charaktere, ein
leicht lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die mich begeistert hat und
in der die Autorin neben einer tollen Liebesgeschichte auch ein ernstes und
wirklich wichtiges Thema mühelos ins Geschehen einwebt, haben mich auf ganzer
Linie überzeugt und ganz wunderbar unterhalten.
Absolut zu empfehlen!
Mein Dank geht an die Autorin für das zugesandte Vorabexemplar!
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