Gelesen: „Elanus“ von Ursula  Poznanski

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Broschiert: 416 Seiten
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Verlag: Loewe (22. August 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3785582315
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ISBN-13: 978-3785582312
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

14 – 17 Jahre

Es ist
klein. Es ist leise. Es sieht alles.

Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was
Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr
talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die
hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein
privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit
einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren,
über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen
bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich
schwebt er in tödlicher Gefahr.
(Quelle: Loewe)

Ich kannte bereits einige Romane aus der Feder der
Autorin Ursula Poznanski. Bisher konnte sie mich immer begeistern, umso gespannter
war ich auf ihr neuestes Werk „Elanus“. Der Klappentext versprach bereits sehr
viel und auch das Cover wirkte schon ansprechend auf mich.
Jona ist 17 Jahre alt. Eigentlich zu jung für eine
Universität aber er hat ein Stipendium bekommen und besucht nun eine Eliteuni.
Allerdings Jona hat es nicht so mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu treten. Er
wirkt hier immer irgendwie arrogant und ja fast schon wie ein kleiner
Klugscheißer. Am Anfang mochte ich Joan nicht sonderlich, seine Art war mir
irgendwie unsympathisch. Zum Glück aber hat es sich im Verlauf gegeben, Jona
eckt zwar immer noch sehr an aber insgesamt entwickelt er sich doch merklich
zum Positiven.
Neben Jona gibt es noch andere Charaktere, wie
beispielsweise seine Kommilitonen, oder auch Jonas Gastfamilie. Alle haben sie
so ihre Eigenarten, sind aber sonst ganz gut und vorstellbar gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker leicht
zu lesen. Man kommt sehr gut ins Geschehen hinein und kann auch mühelos folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Jona. Ursula
Poznanski hat hier die personale Erzählperspektive verwendet. Ich empfand sie
als wirklich passend gewählt, denn man behält so einen guten Überblick, kann
aber gleichzeitig Jona besser kennenlernen.
Die Handlung ist zu Anfang etwas hektisch, das gibt sich
aber zum Glück wieder. Nach und nach zog die Spannung dann merklich an, es
kommt merklich Fahrt auf. Man fragt sich als Leser was ist hier Wahrheit und
was Lüge. Dadurch das man als Leser immer den gleichen Wissenstand hat wie Jona
weiß man irgendwann nicht mehr wem man noch trauen kann. Man rätselt mit, will
wissen was hier wirklich Sache ist.
Die Idee mit der kleinen Drohne gefiel mir unheimlich
gut. Auch wenn es zugegeben doch gefährlich werden kann, wie Jona hier ja
selbst erfahren muss.
Das Ende ist, so wie es ist, sehr gut. Allerdings hat mir
hier doch etwas gefehlt, es bleiben ein paar Fragen offen auf die ich sehr
gerne Antworten gehabt hätte. Schade eigentlich, das Ende hätte das
I-Tüpfelchen werden können.

Abschließend gesagt ist „Elanus“ von Ursula Poznanski ein
sehr guter Thriller, der mich mitgerissen hat.
Ein etwas eigenwilliger Protagonist, der sich im Verlauf
aber sehr gut entwickelt, der flüssig und leicht zu lesende Stil der Autorin
sowie eine Handlung, die spannend gehalten ist, deren Ende mich aber nicht ganz
überzeugen konnte, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

2 Kommentare

  1. Hallo Manja,

    neugierig machst du mich allemal. Und eigenwillige Figuren sind meistens mein Fall. Ich bin auf jeden Fall gespannt, weil das Buch sogar gestern hier angekommen ist.

    Liebe Grüße,
    Nicole

Kommentare sind geschlossen.

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