Gelesen: „Pretty Baby – Das unbekannte Mädchen“ von Mary Kubica

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Taschenbuch: 304 Seiten
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Verlag: HarperCollins
(18. Juli 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3959670338
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ISBN-13: 978-3959670333
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Originaltitel: Pretty Baby

Schon immer hat Heidi Wood sich gern um andere gekümmert.
Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und dessen Baby
mit nach Hause bringt, geht sie zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine
Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer
mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten.
Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Aber
um seine Frau und seine Tochter zu retten, scheint es schon zu spät zu sein …
Aus einer Zufallsbegegnung entspinnt sich ein undurchschaubares Netz der Lügen
– ein aufwühlender Psychothriller von New York Times-Bestsellerautorin Mary
Kubica!
(Quelle: HarperCollins)
Der Thriller „Pretty Baby – Das unbekannte Mädchen“ stammt von der Autorin
Mary Kubica.
Angesprochen vom sehr interessant klingenden Klappentext war ich neugierig
und sehr gespannt was mich wohl für eine Geschichte erwarten würde.
Die Protagonistin Heidi hat mir gut gefallen. Sie hat das Herz genau am
richtigen Fleck und ist sehr hilfsbereit. Heidi ist bei einer Hilfsorganisation
beschäftigt, die sich um Flüchtlinge kümmert. Sie selbst ist verheiratet und
hat eine Tochter. Eines Tages lernt Heidi die junge Willow kennen. Diese hat
ein Baby und ist obdachlos. Heidi nimmt Willow bei sich auf, was weder ihrem
Mann noch ihrer Tochter gefällt. Im Verlauf der Handlung verändert sich Heidi
merklich, sie lässt vieles schleifen.
Über Willow erfährt man nicht so viel. Als Leser ahnt man Willow verbirgt
etwas.
Auch Heidi Mann und ihre Tochter sind gut gestaltet. Bei ihrem Mann wusste
ich manchmal nicht so recht wie ich ihn nehmen sollte und die Tochter
pubertiert wirklich sehr.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Allerdings,
manche recht alltägliche Dinge empfand ich schon etwas übertrieben beschrieben.
Hier wäre weniger mehr gewesen.
Geschildert wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven. So unter
anderem aus Heidis Sichtweise oder aus der von Willow und gegen Ende hin kommt
noch Heidis Mann zu Wort. So wird das Geschehen von vielen Seiten beleuchtet,
man kann aber alles recht gut nachvollziehen und auch verstehen.
Die Handlung konnte mich nicht direkt von Beginn an begeistern. Es dauert
schon sehr lange bis hier endlich Fahrt und somit Spannung aufkommt. Ich hatte
etwas komplett anderes erwartet. Es wirkte zäh und langwierig auf mich und ich
war drauf und dran das Buch zur Seite zu legen. Ich habe mich aber
durchgebissen und ab ca. der Hälfte wurde ich endlich dafür belohnt. Denn ab da
kommt Spannung auf, hier wurde es interessant. Allerdings ich kann es nicht als
Thriller bezeichnen. Für mich war es eher ein Drama.
Das Ende konnte mich auch nicht komplett überzeugen. Auf mich wirkte es zu
konstruiert, zu geradlinig. Klar es passt aber mir war es zu einfach.
Abschließend gesagt ist „Pretty Girl – Das unbekannte Mädchen“ von Mary
Kubica ein Roman, der es mir schwer gemacht hat.
Recht gut gestaltete Charaktere, ein gut lesbarer Stil der Autorin, der mir
aber oftmals zu ausschweifend gewesen ist und eine Handlung, die leider erst ab
etwa der Hälfte wirklich spannend und interessant wird, lassen mich
zwiegespalten zurück.
Ich empfand das vorhandene Potential wurde hier nicht wirklich ausreichend
genutzt.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
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