Gelesen: „Das schwarze Loch in mir“ von Anders Johansen

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Gebundene Ausgabe: 295 Seiten
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Verlag: Beltz & Gelberg (11. Juli 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3407821727
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ISBN-13: 978-3407821720
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
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Originaltitel: Hullet

Die geschützte Welt des autistischen David gerät aus den
Fugen, als der Fortschritt über das archaische färöische Dorf Fjeldvig
hereinbricht und er ungewollt in einen tödlichen Unfall verwickelt wird.
Ganz Fjeldvig ist
in Unruhe, denn ein Tunnel soll das völlig abgeschiedene Dorf mit dem Rest des
Landes verbinden.
Auch der autistische David fürchtet die Veränderungen, die das »schwarze Loch«
auslöst. Zum Glück hat er seinen Bruder Peter, der seine behütete Welt zu
erhalten versucht. Doch Peters plötzlicher Entschluss, Fjeldvig durch das
»schwarze Loch« zu verlassen, lässt Davids Leben zusammenbrechen und löst einen
tragischen Unfall aus.
Ein berührender Roman zum Eintauchen, erzählt vor der faszinierenden Kulisse
der Färöer-Inseln.
(Quelle: Beltz
& Gelberg)

Der Jugendroman „Das schwarze Loch in mir“ stammt vom
Autor Anders Johansen. Es ist sein erster Roman, der im Verlag Beltz &
Gelberg veröffentlich wurde. Ich wurde vom sehr interessant klingenden
Klappentext angesprochen und war wirklich sehr neugierig darauf was mich wohl
zwischen den Buchdeckeln erwarten würde.
David ist Autist. Er wächst sehr behütet auf. David
beobachtet seine Umgebung stets sehr genau und er kann sich die Dinge wirklich
verdammt gut merken. Besonders seine Begabung was Zahlen angeht ist sehr
interessant. Er braucht auch immer einen genauen Ablauf am Tag, der auch jeden
Tag gleich ist. Nur dann klappt es und David kann leben wie ein normaler Junge.
Allerdings Emotionen kann er nicht so empfinden wie andere. Mir gefiel David
gut, ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und die Geschichte mit ihm
erleben.
Die weiteren Charaktere, wie beispielsweise Davids
Lehrer, oder die anderen Bewohner der Färöer-Insel haben mir sehr gut gefallen.
Man kann sie sich gut vorstellen und die Handlungen soweit auch nachvollziehen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und für die
Zielgruppe gut zu verstehen. Ich selbst bin auch recht leicht durch die Seiten
des Buches gekommen und fand es wirklich faszinierend wie der Autor auch die Umgebung
beschrieben hat.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von David. Es
ist schon etwas besonderes ein Jugendroman aus Sicht eine Autisten zu lesen
Dieses Thema kam mir bisher noch nicht in einem Roman unter, ich war sehr
neugierig, da mich dieses Thema von Haus aus bereits sehr interessiert.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von David. Diese
Perspektive ist hier mehr als passend und ich habe mich so mit David sehr
verbunden gefühlt.
Die Handlung selbst richtet sich an Jugendliche. Es geht
hier um die erste Liebe aber auch darum wie die Bewohner der Inseln
zusammenhalten. Der angesprochene Tunnel spielt auch eine recht große Rolle.
Allerdings die Spannungskurve bleibt hier nicht konstant
oben. Es geht interessant los, dann aber flaut es doch merklich ab. Erst zum
Ende hin wurde es dann wieder besser und ich wollte unbedingt wissen wie es
ausgeht.
Was mir besonders gefallen hat ist das Setting mit den
Färöer-Inseln. Der Autor bringt dem Leser die Landschaft hier sehr bildhaft
nahe, ich konnte mir hier alles wirklich gut vorstellen.
Das Ende dieses Romans konnte mich dann wieder komplett
überzeugen. Es hat mich bewegt und ja auch gerührt. Ich empfand es als passend
und gut abschließend.

Zusammengefasst gesagt ist „Das schwarze Loch in mir“ von
Anders Johansen ein sehr guter Jugendroman, der mich aber nicht komplett
überzeugen konnte.
Ein sehr interessant gestalteter Protagonist, der leicht
und flüssig lesbarer Stil des Autors sowie eine Handlung, deren Spannungskurve
leider recht schwankend ist und in der Autismus eine große Rolle spielt, haben
mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Ich bedanke mich bei „Beltz & Gelberg“ und „Blogg dein Buch“ für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Ich hab meine Rezension für das Buch gerade eben fertiggestellt und scrolle nun so durch die Blogs, die es ebenfalls gelesen haben.

    Es freut mich wirklich, was du darüber schreibst. In den meisten Blogs bisher hab ich immer nur gelesen, David sei "völlig emotionslos", das Buch sei "viel zu schwierig" und man "würde nicht warmlaufen" damit. Ich finde so etwas schade, denn das zeugt von Vorurteilen gegenüber dem Thema Autismus und dass sich die Rezensenten gar nicht näher mit der gegebenen Thematik auseinandergesetzt haben (obwohl es doch schon in der Beschreibung für die Bewerbung stand) oder einfach nicht wollten. Da stellt sich mir die Frage, weshalb ich mich dann für den Titel überhaupt bewerbe…

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