Gelesen: „Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“ von Cornelia Franke

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Taschenbuch: 320 Seiten
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Verlag: cbt
(11. Juli 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570310140
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ISBN-13: 978-3570310144
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 12 Jahren

 
Jess‘ große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod
ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für
ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch
das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der
plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam
merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt …
(Quelle: cbt)

Bisher war mir die Autorin Cornelia Franke komplett fremd, kannte ich doch
kein Buch von ihr. Daher habe ich mit großer Vorfreude auf ihren Jugendroman „Wär
mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“, der mich ganz
besonders vom Klappentext her angesprochen hat.
Jess hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein liebenswertes Mädchen, das ich
gemocht habe. Sie träumt sich gerne in fremde Welten, liebt Filme über alles.
Das Verhältnis zu ihrem Dad ist durchwachsen, immer wieder gibt es Streit
zwischen den beiden. Mit ihm lebt sie alleine seit dem Tod ihrer Mutter vor 10
Jahren. Über ihre Mutter weiß Jess leider nur sehr wenig, was sie und eben auch
das Verhältnis zu ihrem Vater zunehmend belastet.
Jess‘ Freunde Lisa und Tom sind der Autorin ebenso sehr gut gelungen. Sie
teilen ihre Leidenschaft, sind aber auch sonst immer für ihre Freundin da.
Marvin ist ebenso ein Freund von Jess. Auch er steht Jess bei wo er nur
kann und sie kann sich ihn nicht mehr wegdenken, er gehört zu ihrem Leben dazu.
Die anderen Charaktere, wie beispielsweise Jess‘ Vater oder auch die
anderen Schüler oder Lehrer, sie alle sind Cornelia Franke authentisch und vor
allem glaubhaft gelungen.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich gehalten. Ich bin sehr flüssig
und locker leicht durch die knapp 320 Seiten des Romans gekommen und ich hatte
viel Spaß dabei.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Jess. Cornelia Franke
hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt hier in meinen Augen
ganz wunderbar, man ist so immer an Jess dran und hat einen guten Einblick in
ihre Gedanken und Gefühle.
Die Handlung selbst hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Jugendbuch für
junge Leser ab ca. 12 Jahre. Dieser Zielgruppe ist sie angepasst und mir gefiel
es wirklich gut. Cornelia Franke greift hier nicht nur das Thema Filme mit
vielen Facetten auf, sie geht auch auf andere wichtige Themen ein. So geht es
beispielsweise auch um Mobbing oder auch das Thema Familie, alles Themen die
Jugendliche beschäftigen, die sie angehen. Und eben diese Mischung macht dieses
Buch in meinen Augen aus. Das Hauptaugenmerk liegt klar auf Jess und ihrem Weg
aber auch die anderen, ihre Freunde und ihr Vater sind wunderbar eingebaut,
geben der Geschichte das gewisse Extra.
Das Ende ist in meinen Augen gelungen. Es passt sehr gut zur
Gesamtgeschichte, macht sie rund, schließt sie ab. Vorher gab es noch Dinge zu
erfahren, mit denen man so gar nicht rechnet. Ich war wirklich mehr als
zufrieden.

Zusammenfassend gesagt ist „Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere
Rolle verlangen“ von Cornelia Franke ein Jugendroman, der mich wirklich für
sich gewinnen konnte.
Authentisch gestaltete Charaktere, ein jugendlicher flüssig lesbarer Stil
der Autorin sowie eine Handlung, die sich nicht nur rein mit dem Thema Filme
beschäftigt, sondern auch andere wichtige Themen aufgreift, haben mich ganz
tolle Lesestunden beschert und mich begeistert.
Unbedingt lesen!

Ich bedanke mich bei der Autorin für ihr Buch und für die Leserunde!

2 Kommentare

  1. Hallo Manja,

    bei mir kam das Buch leider erst gestern an, aber ich freu mich schon drauf 🙂 Besonders nach deiner tollen Bewertung ♥

    Liebe Grüße
    Charleen

  2. Danke für deine tolle Rezension und deine Empfehlung! Und natürlich für die Teilnahme bei der Leserunde. 🙂
    Lieben Gruß, Cornelia

Kommentare sind geschlossen.

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