Gelesen: „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla Scheler

–         
Broschiert: 368 Seiten
–         
Verlag: Heyne Verlag
(8. August 2016)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3453270436
–         
ISBN-13: 978-3453270435
–         
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 14 Jahren

Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen
Monat lang durch einen Strohhalm geatmet.
Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist
anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und
keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges
Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine
düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen
einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis
zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann
passiert etwas Schreckliches …
(Quelle: Heyne Verlag)
Der Roman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ stammt von der
Autorin Ulla Scheler. Cover und Klappentext machten mich hier neugierig auf die
Geschichte zwischen den Buchdeckeln und so begann ich gespannt mit Lesen.
Die beiden Protagonisten Hanna und Ben sind gut gestaltet.
Hanna ist eher der ruhigere Part der beiden. Sie ist eine starke
Persönlichkeit, weiß sie doch recht genau was sie will. Und dennoch immer
wieder zeigt sie auch ihre eher unsichere Seite. Sie hat eine Art an sich, die
mir gefallen hat.
Bei Ben sah es schon etwas anders aus. Er wirkte sehr egoistisch, arrogant und
vor allem eifersüchtig auf mich. Seine Launen brachten mich ziemlich oft zur Weißglut.
Es gibt noch weitere Charaktere im Buch. So zum Beispiel Sam, den Hanna bei
einem Barbesuch kennenlernt. Oder auch Chloé, eine Frau, die eine interessante
und geheimnisvolle Legende erzählt. Die beiden sind gut beschrieben und ich
konnte sie mir vorstellen.
Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich ganz gut, wenn man bedenkt, dass
es sich hierbei um ihren ersten Roman handelt. Ich bin recht flüssig durch die
Seiten gekommen und konnte gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Hanna. Ulla Scheler hat
hierfür die Ich-Perspektive verwendet, die ich hier auch durchaus passend
empfand.
Die Handlung beginnt toll, ich war schnell mittendrin. Alles wirkte
geheimnisvoll und irgendwie mystisch auf mich, die Stimmung, es passte hier
alles sehr gut zusammen. Dann aber verliert die Geschichte plötzlich an
Spannung. Es gibt auf einmal sehr viel mehr Drama, in meinen Augen wurde es
einfach zu viel, und eine Wendung, die mich persönlich sehr überrascht hat,
lenkt alles in eine Richtung die mit nicht so wirklich zusagte. Irgendwie zog
es sich auch plötzlich und es wirkte alles nicht mehr ganz so glaubhaft und
nachvollziehbar. Die mysteriöse und geheimnisvolle Stimmung war plötzlich mehr
als dahin, leider.
Bis zum Ende hin „erholte“ sich die Handlung leider auch nicht mehr
wirklich.
Das eigentliche Ende ließ mich eher unzufrieden zurück. Im Verlauf der
Handlung gab es Geheimnisse, von denen ich hoffte, dass sie sich auflösen. Doch
leider blieb in meinen Augen vieles ungelöst. Hier hätte man mehr rausholen
können.
Insgesamt gesehen ist „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla
Scheler ein Roman, von dem ich mir doch wesentlich mehr erwartet hatte.
Charaktere, die vorstellbar gestaltet sind und ein recht
angenehm lesbarer Stil der Autorin stehen einer Handlung gegenüber, die zu
Beginn wirklich toll war, dann aber doch sehr nachgelassen hat und eher
unglaubwürdig wurde. Hier hätte die Autorin doch mehr vom vorhandenen Potential
rausholen können.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.