Gelesen: „Küss mich, Mistkerl“ von Sally Thorne

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Taschenbuch: 304 Seiten
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Verlag: MIRA Taschenbuch (15.
August 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3956492978
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ISBN-13: 978-3956492976
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Originaltitel: The Hating Game

Charmant, zuvorkommend, engagiert – Lucy Hutton wird von
allen Kollegen geschätzt. Nur einer macht ihr das Leben zur Hölle: der
überhebliche Schönling Joshua Templeman, ihr Konkurrent um den neuen
Chefposten. Leider muss sie sich ausgerechnet mit ihm ein Büro teilen, da
fliegen natürlich täglich die Fetzen! Doch ihr „Hass-Spiel“, wie Lucy es
insgeheim nennt, verändert sich mit der Zeit. Als Joshua sich aufopferungsvoll
während einer Krankheit um sie kümmert, kommen die beiden sich näher. Und
plötzlich kann Lucy ihn nicht mehr hassen, im Gegenteil! Sie ist sich sicher,
dass Joshua auch etwas für sie empfindet – dennoch tut er so, als wäre nie
etwas gewesen. Sieht er sie wirklich nur als Konkurrentin? Um das
herauszufinden, muss Lucy alles aufs Spiel setzen …
(Quelle: MIRA Taschenbuch)
Der Roman „Küss mich, Mistkerl“ stammt von der Autorin
Sally Thorne. Es ist das Debüt der Autorin und aufgrund des sehr interessant
klingenden Klappentextes war ich hier wirklich gespannt auf die Geschichte, die
mich zwischen den Buchdeckeln erwarten würde.
Die beiden Protagonisten Lucy und Joshua gefielen mir
soweit ganz gut. Beide sind gut gezeichnet und ich konnte sie mir vorstellen.
Sie sind beide grundverschieden.
Lucy ist immer fleißig und will es jedem recht machen.
Nur nicht auffallen, von allen gemocht werden, das ist ihr Motto.
Joshua ist das komplette Gegenteil von ihr. Nach außen
gibt er sich als Blödmann, er kann aber auch ganz anders. Lucy merkt schnell er
ist eigentlich liebenswert und charmant, seine Unsicherheit macht ihn zu dem
wie er sich gibt.
Ich mochte die Dialoge der beiden, die Zankereien ganz
gern. Manchmal aber ging es mir doch auch auf den Keks, war es etwas zu viel.
Beide Protagonisten entwickeln sich im Verlauf der
Handlung nachvollziehbar und glaubhaft. Mir gefiel das gut.
Auch die Nebencharaktere der Geschichte sind der Autorin
gut gelungen. Auch hier konnte ich die Handlung im Großen und Ganzen nachvollziehen
und verstehen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich
gut lesen. Sally Thorne schreibt locker und leicht, man fliegt durch die
Seiten. Die Gefühle sind auch ziemlich gut und vor allem glaubhaft beschrieben.
Die Handlung selbst hat es mir zu Anfang irgendwie schwer
gemacht. Ich brauchte etwas Zeit um wirklich anzukommen, es war doch irgendwie holprig.
Das hat sich aber zum Glück gegeben und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Klar es
werden hier auch ein paar Klischees bedient aber mich störte es nicht wirklich.
Je weiter man zum Ende kommt desto besser wurde die
Handlung hier. Die Autorin zeigt sie hat sich einen Kopf gemacht und wusste
ziemlich genau wo sie hin will.
Das Ende dann hat mir gefallen. Hier passt alles sehr gut
zusammen. Der Schluss rundet und schließt den Roman sehr gut ab.
Alles in Allem ist „Küss mich, Mistkerl“ von Sally Thorne
ein sehr gutes Debüt der Autorin, das mir Freude bereitet hat.
Gut beschriebene Charaktere, ein flüssig lesbarer Stil
der Autorin sowie eine Handlung, die es mir zwar zu Anfang etwas schwer gemacht
hat, in der ich mich dann aber sehr wohlgefühlt hatte, haben mir hier
unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und die Leserunde!