Rezension

Gelesen: „Herz aus Nacht und Scherben“ von Gesa Schwartz

6. November 2016

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: cbt (3. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570164500
ISBN-13: 978-3570164501
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

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„Seine Augen waren wie eine Frage, deren Antwort sie ersehnte und zugleich fürchtete, und sie spürte instinktiv, dass ein einziger Schritt auf ihn zu sie ins Bodenlose führen würde … ein einziger Schritt, der alles ändern konnte, was sie zu sein glaubte.“
In Venedig gerät die siebzehnjährige Milou in die Welt der Scherben: das Reich der verlorenen Gedanken, der zerschlagenen Träume, der unvollendeten Geschichten und vergessenen Wünsche. Auf der Suche nach spurlos im Nebel verschwundenen Menschen verliebt sie sich in den mysteriösen Rabenwandler Nív, doch sie weiß: Seine Welt ist nicht für sie bestimmt. Und mit jedem Augenblick zieht das Reich der Scherben sein Netz enger …
(Quelle: cbt)

Gesa Schwartz ist eine Autorin, die mir nicht unbekannt ist. Daher war ich nun sehr neugierig auf ihren neuen Roman „Herz aus Nacht und Scherben“. Angesprochen vom tollen Cover und dem ansprechend klingenden Klappentext begann ich neugierig mit dem Lesen.

Milou ist ziemlich verträumt. Immer wieder hängt sie ihrer Kindheit nach, den Erinnerungen die sie an Venedig hat. Dort ist sie aufgewachsen, ist aber nach dem Tod ihrer Eltern mit ihrem Onkel weggegangen. Als sie ihre Großmutter, die noch immer dort lebt, besucht merkt sie das Venedig anders geworden ist. Milou ist sehr facettenreich und detailliert beschrieben. Ich konnte sie mir vorstellen, sie ist eher ruhig und still. Daher passt sie wirklich gut in diese komplexe Handlung.
Niv lernt Milou in Venedig kennen. Er wirkte auf mich geheimnisvoll und spannend gestaltet. Er ist ein sogenannter „Wandler“, man will als Leser wissen was dies bedeutet und vor allem wie dies in die Geschichte einfließt.

Die Nebenfiguren der Geschichte sind gut beschrieben. Es gibt hier sehr verschiedene, an manch einen musste ich mich wirklich erst gewöhnen. Jeder aber passt gut ins Geschehen hinein, bringt so ganz eigene Eigenheiten mit sich, welche die Geschichte gut ergänzen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailliert und ausschweifend. Man muss sich daran gewöhnen, auch ich habe mich zu Beginn etwas schwer getan. Wenn man aber einmal drin ist geht es gut und flüssig voran.
Die Handlung hat es mir, wie eben geschrieben, zu Anfang doch schwer gemacht. Ich hatte Probleme mich im Geschehen einzufinden. Es gibt sehr viele Namen und andere Dinge, an die ich mich gewöhnen musste. Nach ca. 100 Seiten aber hat es dann Klick gemacht und die Spannung stieg langsam aber unaufhörlich.
Die Idee hinter der Geschichte ist toll. Die von Gesa Schwartz geschaffene Welt ist eher düster und geheimnisvoll. Doch gerade das macht neugierig und man möchte letztlich wissen was weiter passiert. Immer wieder gibt es neue Dinge, die das Geschehen in neue Bahnen lenken, das Tempo steigt immer weiter an. Immer wieder ist es ein Kampf Gut gegen Böse.

Das Ende empfand ich als passend gestaltet. Es macht die Handlung am Ende rund und schließt sie gut ab. Ein wenig hat mich der Schluss auch zum Nachdenken angeregt.

Abschließend gesagt ist „Herz aus Nacht und Scherben“ von Gesa Schwartz ein Jugendroman, der mich nicht von Anfang an für sich gewinnen konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein sehr ausschweifender Stil der Autorin, der es mir besonders zu Beginn sehr schwer gemacht hat, sowie eine Handlung deren Welt mystisch und geheimnisvoll wirkt und deren Spannung nach und nach ansteigt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!

 

Rezension „Nacht ohne Sterne“

 

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