Gelesen: „Das Frostmädchen“ von Stefanie Lasthaus

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Broschiert: 400 Seiten
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Verlag: Heyne Verlag (14.
November 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3453317297
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ISBN-13: 978-3453317291

Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich
wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des
kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von
dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte
gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und
zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der
Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie
in ihr entfesselt hat …
(Quelle: Heyne Verlag)

Ich kannte bereits Geschichten der Autorin Stefanie
Lasthaus, allerdings unter einem anderen Namen. Umso neugieriger war ich daher
auf „Das Frostmädchen“, das mich sowohl vom Cover als auch vom Klappentext sehr
angesprochen hat.
Die Charaktere haben es mir leider nicht sonderlich
leicht gemacht. Ich habe lange gebraucht um ein wenig an sie heranzukommen.
Neve wirkte recht unsympathisch auf mich. Sie handelt
nicht unbedingt überlegt, ist zum Teil schon sehr naiv veranlagt. Sie ändert
sich im Verlauf der Handlung ein wenig, doch wirklich Freunde wurden wir beide
nicht.
Bei Lauri war das anders. Mit ihm kam ich besser zurecht,
seine doch sympathisch, gerade Art gefiel mir gut. Außerdem Lauri hat das Herz
auch am rechten Fleck.
Die angesprochenen Nebenfiguren des Romans blieben doch
sehr blass und unscheinbar. Die Geschichte konzentriert sich hauptsächlich auf
Neve und Lauri.
Der Schreibstil der Autorin an sich ist gut und leicht zu
lesen. Es ist alles nachvollziehbar und verständlich beschrieben, man kommt
also recht gut durch die Seiten des Buches.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den
Perspektiven beider Protagonisten. So kann man als Leser sowohl Neve als auch
Lauri gut folgen.
Die Handlung beginnt leicht und man kommt gut ins Geschehen
hinein. Allerdings ich habe mir mehr versprochen, der Klappentext versprach so
viel. Es kommt hier kaum Spannung auf, es zieht sich doch merklich in die
Länge. Das passiert zum Großteil in der Mitte des Romans. Hier habe ich schon
arg kämpfen müssen.
Die im Klappentext angesprochene zarte Liebesgeschichte
passte nicht wirklich in die Handlung hinein. Auch die Erotikszenen wirkten
vollkommen fehlplatziert.
Von der Grundidee hätte es wirklich toll werden können,
ich fühlte mich aber als würde ich mich im Kreis drehen.
Der Schluss wiederum hat mir gefallen. Hier holt die
Autorin doch einiges heraus, aber leider reicht es nicht für das gesamte Buch.
Das Ende passt gut und schließt den Roman letztlich gut ab.

Zusammengefasst gesagt ist „Das Frostmädchen“ von
Stefanie Lasthaus ein Roman, der richtig gut hätte werden können.
Der flüssig lesbare Stil der Autorin steht hier leider
etwas blassen Charakteren und einer doch ziemlich zähen und nicht wirklich
spannenden Handlung gegenüber.
Die Grundidee hat mir gefallen, der Rest leider nicht so.
Das Potential wurde nicht vollkommen ausgeschöpft, leider.
Schade eigentlich!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Ich habe bereits mit mir gerungen, ob ich das Buch kaufen soll oder nicht. Schön, wenn es passend dazu eine Rezension gibt.
    Danke dafür! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

Kommentare sind geschlossen.

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