Gelesen: „Lost Boy“ von Johannes Groschupf

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Taschenbuch: 240 Seiten
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Verlag: Oetinger Taschenbuch
(13. Januar 2017)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3841504477
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ISBN-13: 978-3841504470
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

14 – 17 Jahre

 
Verloren in den Tunneln des Vergessens: Als Lennart
nachts im Hamburger Hauptbahnhof erwacht, weiß er weder wo er ist, noch wer er
ist oder warum er hier ist. Nur mit dem Foto eines ihm unbekannten Mädchens in
der Tasche macht er sich auf die Suche nach seiner Identität und seiner
scheinbar verlorenen Liebe. Seine Reise führt ihn tief in die Clubszene Berlins
und bringt ihn seiner Vergangenheit immer näher. Nach und nach findet Lennart
heraus, dass er den musikalischen Manipulationen des charismatischen, aber
gefährlichen DJs Bulgur verfallen ist. Wird Lennart sich retten können? Der
neue Roman vom Autor von „Lost Places“.
(Quelle. Oetinger Taschenbuch)
„Lost Boy“ stammt von dem Autor Johannes Groschupf. Bisher konnten mich
alle Bücher dieses Autors immer überzeugen und so war ich gespannt was mich
hier wohl erwarten würde. Vom Klappentext her versprach es mir bereits sehr
viel.
Die Charaktere dieser Geschichte hier sind geübten Johannes Groschupf
Lesern bereits gut bekannt. Aber auch wenn man noch nichts vom Autor kennt
findet man sich gut mit ihnen zurecht.
Lennart ist hier der Protagonist. Er ist ziemlich einsam und hilflos,
immerhin weiß er zunächst rein gar nichts. Er war von Beginn an sympathisch,
man fühlt sich als Leser auf Anhieb mit ihm verbunden. Im Verlauf der Handlung
kehrt Lennarts Erinnerung langsam zurück und so nach und nach wird hier klar
was passiert ist.
Es gibt noch andere Charaktere in dieser Geschichte. Auch sie sind dem
Autor sehr gut gelungen, da sie vorstellbar beschrieben sind. Bei manch einem
von ihnen weiß man aber nicht auf Anhieb woran man wirklich ist.
Der Schreibstil des Autors ist mitreißend und hat mich von Anfang an für
sich eingenommen. Ich mag den Stil des Autors sehr, er ist unverwechselbar.
Geschildert wird das Geschehen hier aus Sicht von Lennart. Man ist also als
Leser immer direkt an ihm dran, weiß zu Beginn genauso viel wie er und kann ich
seine Gedanken und Gefühle schauen.
Die Handlung selbst wirkte zunächst sehr mysteriös. Die Atmosphäre war sehr
dunkel und geheimnisvoll. Es gibt so durchaus auch Gänsehautmomente. Durch den
Stil des Autors wirkte alles sehr bildhaft auf mich. Hinzu kommt das auch Musik
eingebunden ist.
Beim Geschehen selbst wirkte es mir manchmal etwas zu oberflächlich. Hier
hätte man gerne noch tiefer gehen können.
Das Ende war mir persönlich leider zu offen. Man hat als Leser so zwar die
Möglichkeit sich selbst Gedanken zu machen wie es wohl weitergehen könnte. Ein
klarer Schnitt aber wäre mir ehrlich lieber gewesen. Zum Gesamtgeschehen aber
passt der Schluss dennoch richtig gut.
Zusammengefasst gesagt ist „Lost Boy“ von Johannes Groschupf ein
Jugendroman, der mich mitreißen konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein fesselnder Stil des Autors sowie eine
Handlung, die zwar sehr spannend und richtig gehend mysteriös gehalten ist, in
der mir aber ein paar Mal doch die Tiefe gefehlt hat, haben mir hier tolle
Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich bei der NAB und dem Verlag für das Leseexemplar und die Leserunde!
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