Gelesen: „Letting Go – Wenn ich falle“ von Molly McAdams

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Taschenbuch: 368 Seiten
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Verlag: MIRA Taschenbuch (5.
Dezember 2016)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3956496299
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ISBN-13: 978-3956496295
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Originaltitel: Letting go

 
Schon mit dreizehn Jahren wusste Grey, dass Ben der Eine
ist. Sie war so sicher, dass sie für immer mit ihm zusammen sein würde. Aber
drei Tage vor der Hochzeit stirbt er an einem unerkannten Herzfehler. Ihr
gemeinsamer bester Freund Jagger ist der Einzige, der Grey durch die
schreckliche Trauer und vielleicht zurück ins Leben helfen kann. Sie vertraut
ihm bedingungslos und könnte vielleicht mehr für ihn empfinden. Doch würde sie
damit nicht ihre Liebe zu Ben verraten?
(Quelle: MIRA Taschenbuch)
Von Molly McAdams habe ich bereits andere Romane gelesen. Nicht immer
konnte sie mich überzeugen, also war ich neugierig auf „Letting Go – Wenn ich
falle“ aus ihrer Feder. Der Klappentext jedenfalls versprach mir tolle
Lesestunden.
Die Charaktere haben mir soweit gut gefallen. Ich konnte sie mir gut
vorstellen, haben sie doch beide mit einem Schicksalsschlag zu kämpfen.
Grey möchte nur eines, wieder zurück ins Leben finden. Das aber gestaltet
sich als doch ziemlich schwierig. Auf mich wirkte Grey sympathisch, liebenswert
und richtig herzlich. Die Dinge, die sie tut, sind nachvollziehbar und
verständlich.
Jagger ist der männliche Gegenpart zu Grey. Er ist eigentlich immer da wenn
man ihn braucht, dabei hilft er gerne. Seine eigenen Gefühle stellt er hinten
an, andere sind ihm wichtiger. Jagger ist ein sympathischer Typ, zu dem man
recht schnell Vertrauen fassen kann. Er hat zudem einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.
Die Nebencharaktere der Geschichte sind ebenso vorstellbar und gut
gezeichnet. Jeder von ihnen hat irgendwas mit der Geschichte zu tun, kann mit
einbezogen werden.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und locker zu lesen. Ich bin
sehr flott durch das Geschehen gekommen und konnte trotzdem problemlos folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven der beiden
Protagonisten Grey und Jagger. So lernt man beide nicht nur gut kennen, sondern
kann alles was sie tun viel besser verstehen.
Die Handlung beginnt direkt dramatisch und emotional. Man ist als Leser
zunächst kurz in der Vergangenheit, bekommt einen Blick darauf was passiert
ist. Dann geht es in der Gegenwart weiter, zunächst auch weiterhin interessant.
Dann aber, zur Mitte hin, geht es in meinen Augen bergab mit der Handlung. Hier
zieht es sich doch ziemlich, wird richtig gehend langatmig. Schade, ich hatte
große Hoffnung gehabt. Es gibt hier eine zarte Liebesgeschichte, die sich gut
ins Geschehen einfügt. Sie holt einiges aus der Geschichte heraus, ist sehr
gefühlvoll.
Erst gen Ende kommt wieder Fahrt im Geschehen auf. Hier wurde es nochmals
richtig spannend und dramatisch.
Das Ende war etwas zu dick aufgetragen in meinen Augen. Ja, es passt zur
Geschichte, wirkte aber doch irgendwie unrealistisch. Der Epilog wiederum hat
das Geschehen dann gut abgerundet.
Alles in Allem ist „Letting go – Wenn ich falle“ von Molly McAdams ein
Roman, der mich zwiegespalten hat.
Die einerseits gut gezeichneten sympathischen Charaktere und ein angenehm
zu lesender Stil der Autorin stehen hier einer Handlung gegenüber, die mir nur
zu Anfang und gen Ende wirklich gefallen hat. Zwischendrin war es mir zu zäh
und langwierig.
Potential gibt es hier genug, es wurde aber leider nicht komplett genutzt.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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